Korea Live Kolumne, Teil 8: Super Cub Spezial

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Weit weg, nah dran: Wolfgang Faust in Seoul/Südkorea.

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Honda´s Super Cub, die seit über 60 Jahren produziert wird und mit inzwischen rund 120 Millionen gebauten Exemplaren das meistverkaufte und erfolgreichste Motorfahrzeug dieses Planeten ist – Käfer und Ford sind lange überholt – verfügt weltweit über eine unfassbar große Zahl aus Usern, Liebhabern, Freaks, Enthusiasten. Einer davon ist der Deutsche Wolfgang Faust, der in Südkorea lebt und Gasgriffsalat.com schon mit etlichen Beiträgen seiner Entdeckungstouren rund um Seoul bereichert hat. Faust, der eine NC750X mit DCT steuert, hat schon länger einen Narren an Super Cubs gefressen, die dort in allerlei Variationen durch die Gegend flitzen. Inzwischen hat er sich selbst eine customisierte Cub zugelegt. Was ihn aber nicht hindert, bei Foto-Beutezügen durch die 10 Millionen Metropole auch Super-Cub Exemplare ablichten, die ins Auge stechen, wie die nachfolgende Kollektion zeigt:

Wolfgang Faust: »Diesen Chopper-Umbau sah ich beim örtlichen Yamaha-Spezialisten. Langgabel, Stufensitzbank, Chromtüte – alles wie bei den großen Milwaukee-Vorbildern. Damit der Rahmen bei der größeren Hebelkraft der Gabel nicht gleich die Grätsche macht, wurde noch ein elegant geschwungenes Oberrohr reingebraten. Federung hinten scheint entbehrlich, der Fahrer braucht viel Sitzfleisch…«

Wolfgang Faust: »Die serienmäßige Super Cub hat ja leider keinerlei Stauraum vorzuweisen. Dem hat der Besitzer dieser Cub abgeholfen: Taschen, Taschen überall. Wenn ich richtig durchgezählt habe, hat er acht Behältnisse angeschnallt. Damit dürften die drängendsten Gepäckprobleme zu lösen sein.«

Wolfgang Faust: »Diese furchteinflößende Cross Cub traf ich im Moscheeviertel von Seoul-Itaewon. Offenkundig inspiriert von den Bemalungen der US-Airforce-Jagdflugzeuge, ist das eine gelungene Interpretation der Erdferkel-Variante der Cub. Interessantes Detail: sowohl links als auch rechts ist ein Seitenständer angeschellt. Das gibts in Japan (Linksverkehr!) häufig. Ob der Auspuffhersteller »Virus Win« heute noch satisfaktionsfähig ist? Vielleicht sollte er sich umbenennen….«

Zwei Cubs schmiegen sich an den Bordstein und warten auf ihren nächsten Einsatz.

Wolfgang Faust: »Schmunzeln mußte ich über diese gefährlich aussehende Seitentasche an einer feuerwehrroten Super Cub. Der Hersteller nennt sich überdies „El Stinko“, na ja…«

Wolfgang Faust: »Aufkleber aller Art lieben sie hier. Auch die Cubs bleiben davon nicht verschont, bieten sie doch vergleichsweise viel Klebefläche. Der Besitzer dieses Exemplars ist schon durch – kein freies Fleckchen mehr. Detail am Rande: die ergonomisch ausgeformte Rückenlehne am Topcase.«

Wolfgang Faust: »Hier haben wir es mit einer farblich aparten Kombination zu tun: Rot, Beige und Weiß geht immer und gibt dieser sehr gepflegten Cub einen edlen Retro-Touch. Das Täschchen im Durchstieg paßt auch gut dazu.«

Wolfgang Faust: »Diese fröhliche Kurierpilotin traf ich im Westen von Seoul bei einem meiner sommerlichen Streifzüge. Geleitet von drei Quietsche-Entchen im Frontkorb, wartete sie auf grünes Licht an der Kreuzung.«

Wolfgang Faust: »Super Cubs trifft man in etlichen Farben. Damit es wirklich auffällt, muß man sich aber anstrengen. Der hier gelingt das mit dem aparten Lavendel-Lack problemlos. Ist halt alles Geschmackssache.«

Dezent in Silbergrau präsentiert sich diese 50er Custom Cub, ein seltenes und schon fast antikes Stück.

Wolfgang Faust: »Hier eine der mittlerweile recht seltenen DMC Hondas, die Typbezeichnung lautet DH88. In den Achtzigern wurde die Super Cub eine Zeit lang als Honda-Lizenzbau in Korea gefertigt. Ich freue mich immer, wenn ich hier und da noch welche antreffe und muß sie dann auch gleich ablichten. Diese grüne Maschine parkte in der Nähe der Banpo-Brücke unweit des Han-Flusses.«

Wolfgang Faust: »Auch hier eine stark umgebaute DH88. Grau mit roter Sitzbank und gelber Scheinwerfer sorgt für Style. Für Fragen sorgt allerdings, wo die hinteren Blinker geblieben sind.«

Wolfgang Faust: »Diese mintgrüne DMC Honda west einen unfreiwillig verkürzten Radstand wg. eines Fronteinschlags auf. Abgesehen davon (und natürlich dem gigantischen Topcase) ein sehr schickes Exemplar, bei dem sich der Wiederaufbau lohnen dürfte. Stand möglicherweise auch genau zu diesem Behufe hier vor einer Werkstatt.«

WF: »Vor dem „Deus ex Machina“ Seoul parkte dieses blaue Schmuckstück mit Speichenfelgen – schick und schnörkellos.«

WF: »Nicht ganz so schick, weil zerrupft und im Stadium der Aufbereitung befindlich, zeigt sich diese Cub. Hoffentlich bleibt die rustikale Scheinwerfer-Befestigung nicht so.«

Wolfgang Faust: »Ein besonderer Leckerbissen: Dieses Cub-Monster mit Anhänger gehört einem Flohmarkt-Händler in Dongdaemun. Er steht da regelmäßig und bietet alle möglichen Dinge feil, die er mit seinem Gefährt dorthin transportiert. Ein sicher über viele Jahre gewachsenes Gesamtkunstwerk mit unglaublichen Details, an denen sich das Auge delektieren kann. Der Fahrer geht auch mit der Zeit – das iPhone am Lenker muss sein.«

Und hier noch das Super Cub Zwischendurch-Spaßmobil des Salat-Kolumnisten. Klasse, aber sowas von!

Fotos und Text: Wolfgang Faust

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