Für 2022: Neue Honda Monkey 125

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Honda lässt die Monkey weiter leben. Nach der Wiedereinführung 2018 erhält das Kultbike für das Modelljahr 2022 einen 125er Einzylindermotor mit Euro 5 sowie ein Fünfganggetriebe. Stoßdämpfer mit neuen Federn optimieren den Komfort und das Fahrgefühl. Ein Stahlrohr-­Gepäckträger komplettiert dazu die Ausstattung. 

Die modellgepflegte Monkey glänzt mit einem neuen, weiterhin luftgekühlten 124 cmSOHC ­Zweiventilmotor (abgeleitet von der MSX Grom), mit 50 mm Bohrung, 63,1 mm Hub und 10:1 Verdichtung. Die Spitzenleistung beträgt 9,5 PS (6,9 kW) bei 6.750 Touren und das max. Drehmoment 11 Nm bei 5.500/min. 

Mit Euro 5: Honda Monkey Modelljahr 2022

Für Euro 5 haben die Entwickler eine neue Airbox spendiert, den Einlaßtrakt überarbeitet und die Luftströmung optimiert. Auslasseitig reinigt ein neuer Katalysator, obwohl kleiner als beim Vormodell, die Emissionen effizienter. Auch die Länge des Auspuffkrümmers wurde modifiziert, während beim Schalldämpfer von einem Dreikammer-­ auf ein Einkammer­-System umgestellt wurde, um zur Geräuschentwicklung auch die Leistungsentfaltung zu verbessern. 

Ein neues Fünfganggetriebe ersetzt die bisherige Viergang-Schaltbox, was die Drehzahlen senken und das Fahren harmonischer gestalten soll. Kleine Statur, 12 Zoll­-Räder und agiles Handling erlauben problemlose Beherrschung. Die manuelle Kupplung vermittelt authentisches Motorradfeeling. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 91 km/h. Der Verbrauch wird mit 1,5 Liter pro 100 km angegeben. 

Wie gehabt gibt´s zu Stahlrahmen und Upside­Down­-Gabel eine Ovalrohr­-Hinterradschwinge. Die Hinterrad-Stoßdämpfer sind mit neuen Federn sowie überarbeiteten Dämpfergummis bestückt, dazu weiterhin mit Scheibenbremsen, Einkanal-ABS und fetten 12 Zoll­-Blockprofil-­Pneus. Mit vollem Tank wiegt die Monkey 125 lediglich 104 kg. Die Sitzhöhe fällt mit 775 mm moderat aus. Zur Ausstattung gehört jetzt ein Rohrgepäckträger mit 3 kg Traglast. Drei Farben werden angeboten: Pearl Glittering Blue, Banana Yellow und Pearl Nebula Red. 

Infos zu Preis und Verfügbarkeit folgen zu einem späteren Zeitpunkt. 

Der Affen-Stammbaum

Zur Monkey-Historie: Die ersten Exemplare wurden 1961 gefertigt und waren zum Einsatz im Tama­Tech­-Vergnügungspark in Tokio bestimmt, als besondere Attraktion für Kinder. Die Begeisterung für den ulkigen Flitzer machte jedoch auch vor Erwachsenen nicht halt. Als Folge legte Honda eine zulassungsfähige Variante auf, diese wurde ab 1963 nach Amerika und auch Europa exportiert. Chromtank und 5 Zoll­-Räder zeichneten diese frühe Variante noch mit komplett starrer Radaufhängung aus. 

Das populäre Minibike verzauberte dank geschrumpfter Proportionen, lustigem Design und leichter Fahrbarkeit. Ab 1969 wurden größere 8 Zoll ­Räder verbaut, ab 1970 wertete ein umklappbarer Lenker die Konstruktion auf, weil sich damit die Möglichkeit eröffnete, als Mobilitäts­ Problemlöser im PKW-­Kofferraum mitgenommen zu werden. 

Mit einem Tank in Tropfenform wurde ab 1978 durchgestartet – vor allem die Amerikaner entdecken den charmanten Flitzer als Mobilitäts-­Alternative, wenn es mit Campern und Wohnmobilen auf Ausflüge ging. Das Fahren war dank Dreiganggetriebe und Fliehkraftkupplung ein reizvolles wie leicht zu lernendes Vergnügen – simples Drehen am Gasgriff reichte, um den Spaß an motorisierter Fortbewegung auf zwei Rädern zu erleben. 

Monkey fahren war immer easy und ein tierischer Spaß dazu. Der spezielle Charme trug dazu bei, dass etliche spätere Motorradfahrer den Spaß auf zwei Rädern überhaupt erst entdeckten. Knuffige Reifen, lustige Tankformen und niedrige Sitzhöhe – einladender kann ein motorisiertes Zweirad kaum sein. Das Potential, Berührungsängste bei Einsteigern zu überwinden und abzubauen, zählte stets zu den Qualitäten der Monkey und funktioniert bis heute. 

Fotos: Honda

About Author

Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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