Suzuki GSX-R 1000 Katana Project

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Brutale Gixxer-Katana. Bobby bei der Verkehrskontrolle: »Driving license and Waffenschein, please!«

Das britische Classic Suzuki Team meldet sich nach coronabedingt begrenzten Rennaktivitäten mit einem grimmig- superben Katana-Projekt zurück, welches auf einem GSX-R 1000 Superbike basiert. Die Roastbeefs reaktivierten schon einmal eine 1100er Katana, um in in der European Klassik Serie umzurühren. Dieses Lockdown-Projekt hingegen wurde zur Abwechslung voll straßentauglich auf die Räder gestellt und tritt alles andere als schüchtern auf. Herzstück ist ein Superbike-WM-Triebwerk aus einer 2008er Alstare GSX-R1000, das komplett revidiert wurde und gute 200 PS abrufbereit offeriert. Der knackige Auspuff kombiniert einen Alstare-SBK-Krümmer mit einem Racefit-Enddämpfer. Großer Wasserkühler und Ölkühler darunter sind Spezialanfertigungen von MB-Motorsports. Weiterhin findet kostbare Werks-Kit-Elektronik aus der Yoshimura-Giftküche Verwendung.

Overkill: Mörderschwinge und Racing-Röhrl, dazu reissen 200 PS am Hinterrad.

Der Rahmen ist ein K8-Gixxer-Originalteil. Maßgefertigte, übergroße Schwinge und leichter Hilfsrahmen von Alpha Performance vervollständigen das Aluminiumgerüst. Stereo-Dämpfer (von Öhlins) sollen zumindest im Ansatz eine optische Nähe zur originalen Katana bewahren, die Upside-Down-Forke (der gleichen Marke) sorgt für einen Schuss Modernität. Dymag-Gussräder komplettieren das Rolling Chassis. Scheiben, Bremssättel und Beläge lieferte Brembo zu. Der hintere Bremssattel wurde dezent zwischen Schwinge und Rad eingepasst. Die piekfeine Aluminium-Rastenanlage entstand im Eigenbau. Eine schlankes LED-Rücklicht am Heck sorgt für aufgeräumten Look, der quadratische Scheinwerfer vorne leuchtet ebenfalls mit LED-Lichttechnik.

Basis für die kurvig skulpturierte Tank-Partie war ein originaler Gixxer-Spritbehälter. Vorne rundet eine handgefertigte Abdeckung die Einheit ab. Die typisch gepfeilte Verkleidungsnase aus Suzukis Vintage Parts Programm wurde kunstvoll um einen Zoll verbreitert. Bugspoiler, Sitzumrandung und weitere Bodywork-Parts sind Carbonteile. Eine Sitzbank des italienischen Zulieferers Race Seats ziert ein Katana-Logo, dazu sind weitere Logos der Original-Katanas verstreut.

Ist das noch ein typisch britisches Understatement-Projekt? Nun ja. Insgesamt ist dem Classic Suzuki Team eher ein umwerfender Youngtimer-Overkill-Umbau gelungen. Und wie das mit Kennzeichen und voller Straßenzulassung in Merry Old England funktioniert, wollen wir gar nicht so genau wissen – Hauptsache es funktioniert!

Fotos: Classic Suzuki Team

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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