Honda RC30 Heritage-Ersatzteile

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Die VFR 750 R aka RC30 zählt bei Honda mit zu den Kronjuwelen. Das V4-Bike mit Renntechnologie wurde vor 33 Jahren für die damals neue Superbike-WM entwickelt, gewann die ersten Titel 1988 und 1989 unter Fred Merkel, brillerte in der Endurance-WM, auf der TT und in etlichen nationalen Superbike-Meisterschaften. Rund 3.000 wurden gebaut, aber nicht alle verglühten im Pulverdampf der Racing-Rennhenker. Etliche werden bis heute rund um die Welt von Feinschmeckern gehegt, gepflegt und zu passenden Gelegenheiten ausgeführt; der Sammlerwert gut erhaltener Exemplare ist längst durch die Decke und weit über den damaligen Neupreisen, die nicht gerade zurückhaltend kalkuliert waren.    

Honda VFR 750 R aka RC30 von 1988: For ever zum Niederknien

Jedenfalls legt Honda jetzt einen Neustart des Ersatzteil-Programms für die RC30 auf. Im Rahmen des „RC Forever“-Programms können Besitzer der V4-Pretiose ab sofort etwa 150 selektierte Orginal-Ersatzteile der Bereiche Motor, Fahrgestell, Karosserie und Elektronik beziehen. Gestartet wurde damit letztes Jahr in Japan, künftig können die Heritage-Teile auch über das Händlernetz in Europa bestellt werden. Für die Teile mussten etliche Formen und Werkzeuge eigens neu angefertigt und Teilelisten neu erstellt werden, wofür auch der Kontakt zu RC30 Clubs in Japan und Europa gesucht wurde.

Die geballte Ladung Renntechnik der RC30, entwickelt aus den mega-erfolgreichen V4-RVF-Endurance-Rennern, wog trocken nur 185 Kilo und leistete 112 PS, mit Tuningkits ließ sich die Power in Stufen auf über 130 PS steigern. Eine RC30 war kompakt, leicht, schnell, schön und dank breitem Drehzahlband und superbem Handling präzise und mühelos fahrbar. Als zulassungsfähige Rennmaschine glänzte die VFR 750 R mit Doppelscheinwerfern, Blinkern und allem drum und dran: Aluminium-Rahmen mit Einarmschwinge, Showa-Gabel mit Schnellverschlüssen, renntaugliche Bremsanlage. Der V4-Motor hatte Gehäuseteile aus Magnesium, dazu gab es kompakte Zylinderköpfe, wälzgelagerte Nockenwellen, Ventilbetätigung über Tassenstößel, Nockenwellenantrieb über eine Zahnradkaskade, Kurbelwelle mit 360 Grad-Versatz, beschichtete Schmiedekolben mit zwei Kolbenringen, Titan-Pleuel sowie eine Antihopping-Kupplung. Ein riesiger, gebogener Kühler hielt die Temperaturen im Zaum. 

Das eingebettete Video vermittelt einen Teil der typischen RC30-Faszination:

Fotos und Video via Youtube: Honda

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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