2021er MV Agusta Superveloce/S

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Bella hoch drei: Weiße Superveloce S und Standard-Superveloces in Gelb-Graphit und Rot-Silber.

MV Agusta steht für besonders kunstvollen Motorradbau und ruhmreiche Sporterfolge. Die aktuellen Italo-Bikes aus der Manufaktur in Schiranna am Ufer des Lago Varese gleichen eher Skulpturen, sind schön, edel und exklusiv. Die Superveloce-Modellreihe stellt moderne Klassiker für Gebückte dar und wurde für 2021 vergleichsweise umfassend modellgepflegt. 

Tipp: zur Vergrößerung die Fotos einfach anklicken.

Superslim, kein Fett.

Die Superveloce-Basisvariante ist dieses Jahr in Rot-Silber und Gelb/Graphitsilber erhältlich. Der 800er Dreizylinder, dessen Kurbelwelle gegen die Fahrtrichtung rotiert, leistet 147 PS bei 13.000/min. Die Titanventile stecken in neuen, gesinterten Ventilführungen, die Tassenstößel sind jetzt DLC-beschichtet (Diamond-like Carbon; eine Beschichtung, die besten Verschleißschutz mit hervorragenden Gleiteigenschaften kombiniert). Die elektronische Einspritzung bekam neue Injektoren spendiert, die mit höherem Druck arbeiten. Zur Reibungsreduzierung sind sowohl die Kurbelwellenlager, die Pleuel-Kolbenbolzenlager als auch die Lager der Ausgleichswelle mit neuen, leichter laufenden Lagertypen ausgestattet. Nicht nur die Krümmeranlage wurde modifiziert, auch die drei Auspuffdämpfer auf der rechten Seite erhielten ein neues, sehr ansehnliches Design. Überarbeitet (zur Geräuschminderung) wurde ebenfalls der Kupplungskorb. Der 2021 Jahrgang erfüllt die Euro 5-Norm. 

Die Elektronik glänzt mit einem neuen Sechsachsen-Gyro-Sensor (der Mailänder Firma e-Novia) sowie einer neuen ABS-Steuereinheit (MK100 von Continental); damit wird neu eine Kurven-ABS-Funktion ermöglicht. Auch die Traktionskontrolle funktioniert jetzt schräglagenabhängig. Ein neues 5,5 Zoll-TFT-Display erlaubt allen Schnick und Schnack inklusive GPS-Navigation, Tracking-Funktion plus Bluetooth-Anbindung ans Mobiltelefon oder die Nutzung der App »MV Ride«.

Spiel mit Farben.

Ein Launch-Control-Knopf ziert die neuen Lenkerarmaturen, dazu gibt´s eine Tempomat- oder Cruise-Control-Funktion. Eine neue Software für die elektronische Steuereinheit soll die Abstimmung und das Ansprechverhalten des Motors auf ein verbessertes Niveau hieven. Weitere Feinheiten sind neue Rahmen-Seitenplatten, die die Steifigkeit optimieren;  ein Twin-Flow-Ölkühler, der die Kühlung um 5 % verbessert sowie ein aufgepolsterter Sitz.

Style: MV als Deko-Objekt.

Nochmals eine Stufe darüber ist die Superveloce S angesiedelt, bei der die Lackierung in Weiss-Mattgold, eine braune Alcantare Sitzbank und luftige Alufelgen mit verblüffend-bizarr gestylten Speichenpaketen ins Auge stechen. Alle eingangs aufgeführten Technik-Neuerungen und Modellpflege-Maßnahmen finden sich auch bei bei der S-Variante. Optional ist noch ein Racing-Kit für Trackday-Ausflüge erhältlich, der eine Arrows-Sportauspuffanlage mit passend abgestimmer Elektronik-Steuereinheit sowie eine Soziussitz-Abdeckung umfasst.

Die Preise liegen um 20.000 Euro für die MV Agusta Superveloce, für das S-Modell sind nochmal rund 3.000 Euro zusätzlich zu veranschlagen. 

Kunstwerk zum Anschmiegen.

Fotos: MV Agusta

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About Author

Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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