Bestseller reloadet: Yamaha MT-07 für 2021

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Feingeschliffene Evolution: Die MT-07 des 2021er Jahrgangs.

Mit der 2014 eingeführten MT-07 landete Yamaha einen Naked Bike-Volltreffer, der später mit halbverkleideter 700er Fazer und Ténéré 700 als Enduro abgerundet sowie XSR-Varianten retrotrendig flankiert wurde. Das Erfolgsgeheimnis steckt im 690er Crossplane-Zweizylinder (mit 270 Grad-Kurbelwelle), der seine Leistung auf charmante, angenehm pulsierende und leicht beherrschbare Weise ans Hinterrad schickt. Angenehmes Handling, ordentliche Ausstattung und akzeptable Preisgestaltung rundeten die Erfolgsrezeptur ab. Den Schönheitspreis verdient die zerklüftet-rohe Maschinenbau-Fassade nicht gerade, was aber sekundär ist, weil Funktion und innere Qualitäten alles überstrahlen. Wer jemals eine MT-07 gefahren ist, kommt nicht umhin zuzustimmen, dass dies ein toll gelungenes Motorrad ist, dass alle, vom Einsteiger bis zum alten Hasen, punkto Fahrspass im Handumdrehen um den kleinen Finger zu wickeln versteht.

Fluorote Felgen kommen nicht nur bei Tageslicht gut.

Um den Erfolg des Bestsellers weiter zu sichern, lässt Yamaha für den Modelljahrgang 2021 die MT-07 der nächsten Generation folgen, als feingeschliffene Evolutionsstufe. MT steht übrigens für ‘Master of Torque’ (also Meister des Drehmoments). Der überarbeitete Zweizylinder erfüllt jetzt die Euro 5-Norm. Ferner gibt es einen überarbeiteten Lufteinlasskanal, eine optimierte Einspritzung, einen neuen 2-in-1-Auspuff und eine neue ECU. Der Motor des 2021er Modells leistet 73,4 PS bei 8.750/min und soll eine noch linearere, gleichmäßigere Leistungs- und Drehmomententfaltung sowie feinfühliges Ansprechverhalten bieten.

Auch die Ausstattung präsentiert sich optimiert: Neu gestaltet wurde der LED-Scheinwerfer mitsamt Positionsleuchten, dazu stechen neue, doppelte Lufteinlässe ins Auge, womit die Frontansicht ansatzweise Y-förmig ausfällt, quasi als Erkennungsmerkmal der gesamten MT-Familie. Dazu spendierten die Entwickler der Stimmgabel-Company einen 32 mm breiteren, konifizierten Lenker; auch neuer 14 Liter-Tank sowie neue Sitzbank tragen zu einer komfortableren Sitzposition bei. Ebenfalls neugestaltet sind die LED-Blinker.

Zug oder Bahn verpasst? MT-07 fahren ist eh besser.

Ein elektronisches Regelventil und eine leichtgewichtige Batterie sorgen für einen zuverlässigen Motorstart auch nach längerer Standzeit. Der Motor des 2021er Modells erhielt weiterhin neue Motorabdeckungen in der Farbe Crystal Graphite sowie neue Abdeckungen für die Abgasanlage.

Bemerkenswert ist ebenfalls die verbesserte Vorderradbremse. Der Durchmesser der Wave-Doppelscheiben wurde von zuvor 282 mm auf 298 mm vergrößert. Zusammen mit der 245 mm Scheibenbremse hinten soll das neue System bei Bedarf noch leistungsfähiger verzögern.

Das Multifunktions-Cockpit der MT-07 ähnelt nun dem der Tracer 700, ist heller und dank größerer Anzeigen auch leichter ablesbar, die Bedienung erfolgt über einen neuen Lenkerschalter. Last but not least rollt die MT-07 künftig auf Michelin Pilot Road 5-Reifen, die punkto Traktion und Handling keine Wünsche offen lassen, auch bei Nässe nicht. Die Reifengrößen betragen 120/70-17 vorne und 180/55-17 hinten. 

Die 2021er MT-07 wird in drei Farben erhältlich sein: Storm Fluo, Icon Blue und Tech Black. Die Auslieferung an die Händler in Europa beginnt ab Januar 2021. Als Kaufpreis werden 7.374,- Euro in der Liste stehen, der sich aus dem Fahrzeugpreis von 6.999,- Euro und 375,- Euro Nebenkosten zusammensetzt. Bei dieser Kalkulation beträgt der MwSt.-Satz 19 %, der im neuen Jahr dann wieder anfällt.  

Schleicht gleich Dracula um die Ecke?

Die Modellpflege-Änderungen auf einen Blick:

  • Neuer Designauftritt mit LED Scheinwerfer, Y-förmiger Frontansicht und Lufteinlässen im Winglet-Style.
  • 690er Crossplane-Zweizylinder (CP2) mit 270 Grad-Kurbelwelle erfüllt Euro 5-Abgasnorm.
  • Leistung: 73,4 PS (54 kW) bei 8.750/min, max. Drehmoment von 67,0 Nm bei 6.500/min.
  • Neue 298 mm Doppelscheibenbremse vorne.
  • Neuer, breiterer konifizierter Alu-Lenker.
  • Optimierte Sitzposition.
  • Neues LCD-Cockpit, per Lenkerschalter bedienbar und neue LED-Blinker.
  • Bereifung Michelin Pilot Road 5.

Fotos: Yamaha

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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