Misano-GP: Aegerter-Sieg in MotoE

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Dreikampf: Aegerter (77), Torres (40, Ferrari (119.

Beim 4. Lauf des FIM Enel MotoE World Cup triumphierte der Schweizer Dominique Aegerter nach spannendem Kampf um den Sieg. Er startete im Samstagrennen aus der dritten Startposition. Als die Ampeln auf dem 4,2 km langen Misano World Circuit Marco Simoncelli ausgingen, wurde Aegerter in der ersten Kurve gleich in einen Infight mit Xavier Simeon verwickelt. Als sich aus dem Startgetümmel eine bunte Perlenkette gebildet hatte, hielt sich der 29-jährige MotoE-Rookie auf P3 clever in Schlagdistanz. Vor ihm kurvten Jordi Torres und Matteo Ferrari, die der Eidgenosse beschattete und dabei penibel studierte. Dabei gelang ihm mit 1’43.294 die zweitschnellste Runde des Rennens. 

19 Elektrisierte im Startgetümmel.

Schließlich setzte Aegerter seine Schussattacke so präzise, dass kein Blatt Papier mehr zwischen die drei Führenden passte, im Finish auf der Zielgeraden behielt er knapp die Nase vorne und siegte mit 0,103 Sekunden Vorsprung vor Torres und Ferrari. Damit baute der Dynavolt Intact GP-Pilot seine Meisterschaftsführung auf 19 Zähler aus, stand das vierte Mal bei bislang vier Rennen auf dem Podium und freute sich über den bereits zweiten GP-Sieg im MotoE-Weltcup. 

Bereits der zweite Saisonsieg: Dominique Aegerter.

Dominique Aegerter: „Gewinnen ist nie leicht, aber ich bin ein gutes Rennen gefahren, besonders in der letzten Runde, als ich meine Gegner überholen konnte. Sie hatten eine starke Pace, ich versuchte konzentriert zu bleiben und keine Fehler zu machen. Es galt den Angriff im richtigen Moment zu setzen. Es war eine perfekte letzte Runde und ein fairer Kampf. Das Motorrad funktionierte gut. Ich denke, die Rundenzeiten könnten am kühleren Morgen noch schneller sein. Danke ans Team, sie haben mich beruhigt, nachdem ich erst nicht besonders schnell war, aber während der E-Pole haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Für das morgige Rennen haben wir mit P1 die beste Startposition. Ich hoffe wieder eine starke Leistung zeigen zu können.«

Die 77 mit dem Schweizer Kreuz: Worldcup-Leader mit 19 Zählern Vorsprung.

Fotos: IntactGP/Fritz Glänzel, DornaSport

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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