Radarfallen-Apps – Für und Wider

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Obacht: Mit Radarfallen ist nicht zu spassen.

Vorausdenken und auf der Hut sein, bevor eine brenzlige Situation entsteht, ist das A und O, um mit dem Motorrad sicher unterwegs zu sein. Seit verschärfte Strafen bei Geschwindigkeits-Übertretungen in Kraft sind (auch wenn zwischendurch wieder ausgesetzt), scheint das Gefühl beim Motorradfahren schlechter denn je. Krasse Bussgelder für minime Übertretungen und Führerschein-Entzug ab innerorts 21 km/h und ausserorts 26 km/h zu schnell. Anstatt die maximale Aufmerksamkeit dem Verkehr zu widmen, wird nun verstärkt nach hinterhältig platzierten Radarfallen gepeilt. Nie waren Führerscheine schneller gerupft. Nicht nur mit einem leistungsstarken Motorrad, sogar mit den 10 PS einer 125er wird man das Gefühl nicht los, ratzfatz gleich ohne Lappen dazustehen.

Für die Bedienung, die Strasse, alle Regeln und was vor und hinter einem abläuft, hat jeder eine gewisse Kapazität. Das passiert routiniert mit Reflexen, damit der größte Teil der Aufmerksamkeit verwendet wird, den Verkehr zu scannen. Übersieht jemand meine schmale Silhouette beim Abbiegen, im Kreisverkehr? Was ist mit der Asphaltqualität, dem Gripp auf Markierungen und Zebrastreifen, dem Rutsch-Glibber bei Regen vor Ampeln in Straßenmitte? Hier ein verpeilter Ausparker, dort ein Handyglotzer; Busse und Laster, die zum Abbiegen weit ausholen.

Musik hören und Quatschen per Gegensprechanlage, oder sich auch warnen lassen?

Per Mobiltelefon und einer Blitzer-App, deren Einsatz nicht legal ist, könnte man sich theoretisch über ein Helm-Kommunikationssystem akustisch vor Radarfallen warnen lassen. Wie ist Eure Meinung dazu? Ist es richtig, derartige Technik anzuwenden, um sich zu wehren? Oder keine gute Idee, sondern falsch, weil illegal? Sagt was Ihr denkt, das lässt die Meinungsfreiheit zu, jede Antwort zählt.

Fotos: Buenos Dias

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

1 Kommentar

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    Ich finde es völlig legitim! Man rast ja nicht lustig durch die Gegend und fährt nur dort angepasst, wo gewarnt wird.
    In fremden Terrain ist’s hilfreich, weil man – weg-suchend – schonmal schnell ein Schild übersieht und unbeabsichtigt schneller fährt, als erlaubt.
    Im vertrauten Pudding kennt man die stationären Blitzer. Dort würde ich mir eher aktuelle Radarwarner vor mobilen Blitzern wünschen: Offenbar hat man sich hier Nachhilfe aus der Schweiz gesucht, denn sie blitzen nicht gar an Gefahrenstellen, sondern frechdreist dort, wo sie das meiste Geld einnehmen können. Einmal beim Anfahren kurz beschleunigt und zack, haben sie Dich! Sowas ärgert mich einfach maßlos!
    (Nee und dass mir jetzt keiner mit “fahr halt entsprechend” kommt! Denn sicher ist an solchen Stellen eigentlich nur, wer ein träge beschleunigendes Fliewatüt bewegt!)

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