Krowdrace Flattrack Racing

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Wer sich angesprochen fühlt: You are welcome.

»Krowdrace – Flattrack Racing«. Unter diesem Oberbegriff sind im Spätsommer/Herbst in Deutschland drei Events auf Speedwaybahnen geplant, bei denen es für die Teilnehmer ordentlich rund im Karton gehen soll.

Trotz einiger Unsicherheiten, die der Coronavirus-Pandemie geschuldet sind, wird inzwischen als erster Termin der Eichenring in Wolfslake (nordwestlich von Berlin) am 21/22. August angepeilt, wobei am ersten Tag Training und am zweiten Rennläufe abgewickelt werden sollen. Die Klassen sind an bunter Vielfältigkeit nicht zu überbieten, mit Namen wie Newbie, Run what you brung, Supergirl, Rookie, Amateur, Pro, Vintage, Tunderbike, oder Hooligan. 

Lieber ein Plan ohne Gewähr als gar keiner!

Das zweite Event soll am 18/19. September in Parching auf dem Mecklenburgring steigen, einem Halbmeilen-Oval. Hier sind zwei Tage Training geplant, gefolgt von Rennen am Sonntag. Das dritte Event an der Nordseeküste in Nordhastedt in Schleswig-Holstein ist am 26/27.September terminiert, im Rahmen der Petrol Days.

Selbstredend sind auch bei vorsichtigem Optimismus in den kommenden Monaten Änderungen nicht ausgeschlossen, was Termine, Nennungen, Abläufe und behördliche Auflagen betrifft. Wer sich dafür interessiert, ob als Teilnehmer oder Zuschauer, ist gut beraten, sich zwischendurch auf der Veranstaltungs-Website www.krowdrace.de über den letzten Stand der Dinge zu informieren. 

Immer links herum: Turbulente Action im Oval.

Flattrack-Racing für jedermann und in bunt gemixten Klasssen ist etwas Besonderes. Zur Pilotveranstaltung im Juni 2019 im hessischen  Diedenbergen kreuzten trotz wechselhaften Wetters 65 Fahrer aus neun Nationen auf, die in sieben Klassen sehenswerte Dirttrack-Action darboten. Zahlreiche begeisterte Neu-Einsteiger und Amateure kündigten sogleich an, heuer wieder an den Start gehen zu wollen, auch die mediale Resonanz war beachtlich.

Als Folge waren für 2020 zunächst ein halbes Dutzend Krowdrace-Events geplant, in Deutschland wie auch in Österreich, eingebettet in eine Cup-Serie auf Speedway-Arealen. Organisator Hermann Köpf (übrigens auch einer der Köpfe des Auerberg Klassik Bergrennens sowie des superben Bildband-Magazins »Brumm«) kümmert sich mit viel Herzblut um die Organisation. Alles virusbedingt abzusagen wäre sicherlich die einfachste Variante gewesen, deswegen kann dem Münchener gar nicht genug angerechnet wurden, nach einigen Anpassungen zumindest an den genannten drei Crowdrace-Events optimistisch festzuhalten.

Auffi geht´s.

Dabei geht es zunächst darum, den Aktiven und Fahrern ein Mindestmass an Planung zu ermöglichen. Falls sich nicht absehbare Änderungen oder Verschiebungen ergeben, werden alle Beteiligten damit umgehen können. Ob und unter welchen Auflagen mit Zuschauern gerechnet werden kann, steht derzeit im Hintergrund und wird sich zeigen wenn es soweit ist – in zwei bis drei Monaten sieht die Welt möglicherweise wieder anders aus. Nicht gleich die Flinte in Korn werfen, sondern flexibel bleiben und bei Bedarf angemessen reagieren, so lässt sich die Orga-Devise wohl am ehesten umschreiben.

Beim Krowdrace am 18–19. September in Parchim könnte zusätzlich, wenn keine unüberwindbaren Schwierigkeiten dagegenstehen, die 4. (und finale) Runde der “European Championship” der Englischen DTRA (Dirt Track Riders Association) in separaten Klassen Pro, Vintage und Hooligan ausgetragen werden. 

Slip-sliding away…

Flattrack Racing ist bei uns eine junge Sportart, die aber immer mehr Fahrer und Fans gewinnt. Dazu für Amateure ein Sprungbrett in den Motorsport, der schon mit abgespeckten Serienmotorrädern betrieben werden kann. Die Einstiegshürden sind niedrig: lediglich 19 Zoll Räder mit geeeigneter Flat Track Bereifung sind Vorschrift. Als weitere Spezialität wird außerdem nur hinten gebremst.

Einsteiger und Interessierte können auf Motorrädern mit Straßen- oder Endurobereifung (keine Motocross-Stollen) in der Klasse Run What You Brung sowie bei den Newbies erste Runden auf einer Sandbahn drehen, für Damen gibt es die Supergirls-Klasse. Fahrer, die bereits Erfahrungen gesammelt haben, starten in den Klassen Rookies/Amateure, Profis und sonstige Haudegen in den Klassen Pro und Hooligan. Für Vintage-Bikes (pre-1975) ist ebenfalls eine Klasse vorgesehen. 

Haltungsnote 1 für den Fahrer der eigelben Suzi.

Hinter dem Konzept von Krowdrace steht neben Hermann Köpf ein unterstützendes Team aus befreundeten Flattrack-Fahrern, angeführt von Martin Hüning aus Berlin. Die Events werden in Kooperation mit ausführenden Clubs nach den Richtlinien des Deutschen Motorsport Verbands (DMSB/ADMV) in Erfüllung sämtlicher Sicherheits- und Genehmigungsauflagen veranstaltet. 

Nix Traktionskontrolle. Händisch!

Fotos: Krowdrace/David Ohl 

Info-Link: www.krowdrace.de

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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