Reiti über den X-803 Ultra Carbon RS von X-lite

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Mit Heckspoiler: X-803 Ultra Carbon RS von X-lite, hier als Danilo Petrucci-Replica.

Beim Almeria-Presseevent war am ersten Tag Gelegenheit, auf der Rennstrecke den neuen X-803 Ultra Carbon RS von X-lite* auszuprobieren, der auf der Rückseite mit einem zusätzlichen Spolier glänzt, wie man es von den MotoGP-Stars her kennt. Hinter den Instruktoren Dario Giuseppetti und Björn Stuppi drehte ich in der Krabbelgruppe etliche Runden auf der neuen Andalucia-Streckenvariante (die neben dem bekannten Almeria-Circuit gebaut wurde) und kämpfte auf den S1000RR- und ZX10-R-Raketen nicht zu knapp mit der knifflig zu lernenden Streckenführung, die mit blinden Passagen nur so gespickt ist. Nachdem ich also feststellen durfte, dass das umwerfende Petrucci-Replica Design meine Fahrkünste nicht wirklich verbessern half, stiefelte ich lieber zu Markus Reiterberger, und fragte, ob er seine Erfahrungen mit dem Spoiler-Zauberwerk schildern könne.

Immer schön die Strecke ausnutzen. Björn Stuppi macht es der Krabbelgruppe vor.

»Freilich«, meinte Reiti, »ich habe diesen RS-Spoiler Mitte 2018 an meinen X-lite X-803 Ultra Carbon montiert bekommen und bin erstmals in Misano damit gefahren. Auf der Geraden, wennst mit Vollgas flach auf dem Motorradl liegst hinter der Verkleidung, spürst den Unterschied sofort, weil es den Helm weniger hin und her beutelt bei Topspeed. Der Spoiler hilft den Spalt zwischen Helm und Lederkombi-Höcker auf dem Rücken zu überbrücken, was die aerodynamische Strömung verbessert und den Helm ruhiger bei hohem Tempo durch den Wind schneiden lässt. Die Kehrseite der Medaille ist, dass beim Kopfwenden mehr seitlicher Druck zu spüren ist, weil der Helm durch den Spoileraufsatz länger baut und seitlich mehr Angriffsfläche bietet. Damit lässt sich aber leben, weil im Rennen schaut man sich ja nie um, höchstens im Training, beim Rausfahren aus der Boxengasse oder je nach Situation, um den Überblick zu behalten.«

»Es beutelt den Helm bei Topspeed hinter der Verkleidung weniger hin und her», sagt Reiti, der den Rear-Spoiler, der jetzt in Serie geht, seit Mitte 2018 an seinem X-lite X-803 Ultra Carbon im Rennbetrieb getestet hat, wie so viele andere Vollgascracks auch.

Das Kürzel RS steht für »Racetrack Setup«. Der „Racetrack Aerodynamic Spoiler« (RAS) ist eine aufgesetzte Verlängerung aus transparentem Kunststoff. Der RS-Spoiler lässt sich übrigens nicht an X-803-Helme von X-lite nachrüsten. Denn in der Produktion beim Wasserstrahl-Schneiden müssen zusätzliche Aufnahmeschlitze an der Außenschale ausgeführt werden, was sich nachträglich nicht bewerkstelligen lässt. Abrüsten bzw. nachträgliche Demontage hingegen ist möglich. Wer zu der Einsicht gelangt, dass der RAS-Spoiler doch zuviel des Guten ist, nimmt das Teil ab und ersetzt es durch den bisherigen X-803-Spoiler am Hinterkopf, der sich ausziehbar verlängern lässt.

Den RS wird man im Fahrerlager und bei Trackdays künftig wohl öfter sehen.

Zusätzlich zum Heckspoiler liefert X-lite beim RS zum klaren ein getöntes Visier dazu. Dieses hat wegen der extremen Tönung keine ECE-Zulassung und soll deshalb nur auf der Rennstrecke und nicht im öffentlichen Verkehr genutzt werden. Ein weiteres Feature ist die LPC- (Liner Positioning Control) Innenausstattung, mit der sich das Anliegen des Schädels in der Höhe extra einstellen lässt, zusätzlich zur Möglichkeit, die Wangenpolster zur Anpassung auszutauschen. 

Ansehnlich: Grün-schwarze Innenausstattung. Gut zu erkennn auch die roten Laschen für das NERS (Nolan Emergency Release System), mit dem sich untere und Wangenpolsterung lösen lassen, damit sich der Helm von Helfern nach einem Unfall leichter abnehmen lässt.

Der neue X-803 Ultra Carbon als RS-Version mit Spoileraufsatz kostet je nach Dekor zwischen 599,99 und 739,99 Euro, der Mehrpreis für den RS-Spoiler beträgt lediglich 40,- Euro. Das Topmodell von X-lite für Renn-, Trackday- und sportliche Straßenfahrer wird aus einem Carbon-Kevlar-GfK-Materialmix in Handarbeit gefertigt, glänzt mit aufwändiger Belüftung  sowie ansehnlicher Innenausstattung in Grün-Schwarz. 

Hust: Das Petrucci-Replica Design verbesserte die Salatprynz-Fahrkünste nicht wirklich.

Weitere Details, die der RS mit dem X-803 Ultra Carbon gemeinsam hat:

– Drei handgefertigte Außenschalen für sieben Helmgrößen (XXS, XS, S, M, L, XL, XXL) in Verbindung mit sechs EPS-Innenkalotten.

– Doppel-D-Ring-Verschluss.

– NERS (Nolan Emergency Release System) – durch Ziehen an zwei roten Schlaufen lassen sich untere und Wangenpolsterung lösen und der Helm nach einem Unfall von Helfern leichter abnehmen.

– regelbare Einlassöffnungen an der Stirn, am Kopf und im Kinnteil des Helms sowie Auslassöffnungen an den Seiten und unterhalb des Spoilers für optimale Luftzirkulation.

– zur Pinlock-Justage drehbare Exzenter-Befestigungen.

– waschbare Coolmax-Innenpolsterung (mit Carbonfaseranteilen).

– Wangenpolster, austauschbar in verschiedenen Stärken.

– erfüllt ECE 22-05 Norm sowie die aktuell neue FIM-Zulassung für MotoGP/SBK/EWC-Wettbewerbe.

– Visier komplett geschlossen oder leicht geöffnet arretierbar.

– zwei Atem-Deflektoren (für Trocken und Regen).

– Visiere in Klar, Getönt, Dark-Green (Extra-Dunkel), verspiegelt Blau, verspiegelt Silber erhältlich.

Reiti braucht kein schnelles Design, weil er ist es eh, auch mit Licht und Nummerntaferl.

Fotos: Buenos Dias, X-lite-Trio Amelie/Fitti/Knipser

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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