Neu für 2020: Indian Challenger

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Indian Challenger: Dark Horse geschwärzter V2, Limited chromiger/heller.

Bigger gilt als better, in Amerika schon immer und bei Indian erst recht. Deswegen wurde für die neue Bagger-Baureihe »Challenger« der PowerPlus-Motor entwickelt. Indians erster flüssigkeitsgekühlter Riesen-Twin atmet mit 1.769 ccm Hubraum, leistet 122 PS (bei 5.500/min) und entzückt mit gewaltigen 173 Nm Drehmoment (bei 3.800/min). Indians Triebwerk der Scout-Modelle ist natürlich auch wassergekühlt, bescheidet sich aber mit 1130 Kubik.

Obenliegende Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder und hydraulisch geregeltes Ventilspiel gehören beim Neuling ebenso zum Technik-Paket wie drei Fahrmodi-Programme (Rain, Standard, Sport), dazu verfügt das übergroße V2-Herz über ein Sechsganggetriebe mit Overdrive. Indian stellt zuversichtlich Komfort und Fahrerlebnis auf höchstem Niveau in Aussicht.

Überzuckert mit Premium-Ausstattung ist der tourenfreundliche Highway-Koloss dazu: Tempomat, LED-Lichttechnik rundum, schlüssellose Zündung und stabile, abschließbare Seitenkoffer mit 68 Litern Stauraum sind serienmäßig. Die Challenger glänzt dazu sogar mit Aluminiumgussrahmen, Upside Down-Gabel, hydraulisch verstellbarem FOX-Federbein, Brembo-Bremsen und Metzeler Cruisetec-Reifen, woraus »konkurrenzloses Handling und höchste Stabilität« resultieren soll.  

Die opulent-voluminöse, rahmenfest montierte Verkleidung mit verstellbarer Windschutzscheibe sowie regelbaren Lüftungsöffnungen ermöglicht Windschutz und Komfort. Ein kurviges LED-Tagfahrlicht und ein neugestalteter Indianerkopf auf dem Vorderkotflügel sorgen für ein unverwechselbares Profil, quasi Tag und Nacht – denn auch das Rothaut-Antlitz ist illuminiert.

Parallel zur Indian Challenger werden noch zwei üppiger ausgestattete Versionen angeboten: Indian Challenger Limited und Indian Challenger Dark Horse. Diese beiden Varianten sind dank fortschrittlicher Bosch-Elektronik und Sechsachsen-Sensor-Box (IMU) mit Traktionskontrolle, Kurven-ABS sowie »Drag Torque Control« (die ein stempelndes Hinterrad im Schiebebetrieb nach zu zackigem Downshifting unterbinden soll) ausgestattet. Dazu an Bord ist noch ein Touchscreen-Infotainmentsystem inklusive Musik und Navigation – der 7 Zoll Bildschirm bietet dazu Wetter- und Verkehrsmeldungen an sowie allerlei Features mehr. USB-Schnittstellen und Bluetooth sind ebenfalls integriert, ein Quad-Core-Prozessor sorgt für geschmeidige Reaktionszeiten. 

Die Koffer packen ordentlich ein.

Im übrigen sind beim Dark-Horse-Modell – welches in Schwarz, Sandstone Smoke oder Weiss zu haben ist – Antrieb, Auspuff und Cockpit-Ambiente (Lenker, Griffe etc.) geschwärzt. Bei der Limited (wahlweise in den Metallic-Colors Schwarz, Blau oder Rot) ist an Motor/Auspuff mehr Chrom und helles Aluminium im Spiel, auch gehören lackierte Kotflügel sowie mehr Chrom im Cockpit dazu. Die Standard-Variante der Challenger (gibt es nur in der Farbe Titanium Metallic) tritt optisch kompromissbereit dazwischen.

Indian Challenger Dark Horse in Thunder Black Smoke.

Indian umgarnt Interessenten mit weiteren Optionen und Zubehör. Mit der »Rogue Collection« erhalten Kunden ein verdunkeltes Styling mit glänzend schwarzem Lenker und getönter, geschwungener Windschutzscheibe. Eine »Tour Collection« inkludiert eine 406 mm hohe Windschutzscheibe, eine demontierbare Sissy Bar, Beifahrer-Trittbretter sowie eine Rückenlehne für den Fahrer. Musikliebhaber können das Onboard-Musikerlebnis mit dem PowerBand Audio Plus-System aufwerten, das nochmal 50 % voluminöser das Trommelfell entzücken soll als das herkömmliche Audiosystem.

Challenger Limited in Ruby Metallic.

Datensalat: Indian Challenger, Modelljahrgang 2020

Motor: Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-V-Zweizylinder, Zylinderwinkel 60 Grad, obenliegende Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, Hubraum 1.769 ccm, Bohrung x Hub 108 × 96,5 mm, Verdichtung 11:1, elektronische Kraftstoffeinspritzung, Naßsumpfschmierung, hydraulisch geregeltes Ventilspiel und hydraulisch geregelte Spannung der Nockenwellen-Antriebskette, Assist-Mehrscheibenkupplung, Belt-Drive-Riementrieb zum Hinterrad. 6-Ganggetriebe mit drehzahlsenkendem Overdrive, Split-Dual-Schalldämpfer. Max. Leistung 122 PS bei 5.500/min, max. Drehmoment 173 Nm bei 3.500/min.

Chassis: Aluminiumguss-Rahmen, 43 mm Upside Down-Telegabel,  Federweg 130 mm, Hinterradschwinge mit Mono-Stossdämpfer und hydraulischer Handrad-Verstellung, Federweg 114 mm. Doppel-Scheibenbremse vorne, Scheiben-Ø 320mm, Brembo Vierkolben-Radial-Bremszangen, Einfachscheibe hinten, 298 mm Ø, Einkolben-Bremszange. Aluminium-Gussfelgen vorne/hinten: 19 x 3,5 Zoll/16 x 5 Zoll, Reifengröße vorne 130/60-19, hinten 180/60-16. Tankinhalt 22,7 Liter, Radstand 1.667,8 mm, Sitzhöhe 672 mm, Gewicht vollgetankt 381 kg.

Ausstattung: Lenkerfeste Verkleidung, 7 Zoll-Display mit Anzeigen für Tachometer, Drehzahlmesser und Tankanzeige. 15 LED Kontroll-Leuchten, Tempomat, Reifenluftdrucksystem, drei Riding-Mode-Fahrprogramme (Rain, Standard, Sport), LED-Tagfahrlicht/Scheinwerfer/Blinker/Rücklicht, abschliessbare Seitenkoffer, Keyless-Zündschlüssel, Windschild elektrisch höhenverstellbar, Belüftungskanäle regulierbar. 

Dark Horse und Limited-Modelle zusätzlich mit: Bordelektronik mit Bosch 6-Achsen-Sensorbox (IMU), Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Infotainment-System mit Audio- und GPS-Navigation.

Der Indian-Leuchtkopf verdient ein Doppellike.

Fotos: Indian

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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