Schnell unterwegs: Nina Prinz

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Nina Prinz, Gixer-Doppelpack.

Neulich beim Ducati 4U-Training in Oschersleben hatte gegenüber vom Salatbus Nina Prinz ihr Paddock-Camp aufgeschlagen, zusammen mit dem Schweizer Roger Frei von Speedbox, der käufliche Ex-GP-Bikes mitgebracht hatte, zum Ausstellen und um ein paar Runden damit zu drehen.

Prinzessin auf der Erbse? Nina nicht, sie hilft sich selbst.

Nina Prinz, die mit einer blauen und einer schwarzen GSX-R 1000 Kondensstreifen just for fun fabrizierte, war über 20 Jahre im Rennsport unterwegs: Pocket-Bike, Junior Cup, IDM Supersport und IDM Superbike, diverse Serien in Italien, einige Jahre im katarischen Superbike-Championnat und schließlich Langstrecken WM. Auch ein Wildcard-Moto2-Einsatz am Sachsenring schmückt die Karriere-Vita. Die Liste der gefahrenen Marken kann sich sehen lassen: Aprilia, Yamaha, Suzuki, Honda, MV-Agusta, Ducati.

Superbike-IDM 2008 mit Yamaha R1.

Nina erzählte, dass sie Ende 2015 ihr letztes Rennen absolviert hat. Seither gibt sie Ihr Können und Wissen in Zusammenarbeit mit Veranstalter FR-Performance als Instruktor und Personal Coach an Trackdayfahrer weiter; etwa ein Dutzend Einsätze pro Jahr kommen zusammen. Für Abwechslung sorgen außerdem Aufträge von Suzuki oder Bridgestone, die es bei Test-Events schätzen, eine kundige Ex-Rennfahrerin mit an Bord zu haben.

Endurance-WM mit dem katarischen QMMF-Team.

Auf ihrer website www.ninaprinz.de finden sich ein paar lustige Einträge unter der Rubrik Werdegang. 2007: Platonischer Meister der italienischen Frauen Meisterschaft – Superstock 1000. 2006: Superbike-IDM und zwei Rennen im European Women´s Cup, Moralischer Sieger in Hengelo ;-). Ernsthaft wird dafür unter 2008 vermerkt: European Women´s Champion – Superstock 1000.

Unterwegs für das Yamaha-Laaks-Team, anno 2004.

Abseits der Rennstrecke arbeitet die 36-jährige Blondine aus Kassel in der Immobilienbranche, inzwischen betreibt sie ihre eigene Hausverwaltung. Neben den rennfertigen Gixxern harrt noch eine Suzuki TL1000R in der heimischen Garage, auf der Strasse zu Spritztouren ausgeführt zu werden. Nina: »Die R ist die bullige Sportvariante der TL1000, ich fand das Motorrad immer interessant, dazu mag ich Zweizylinder. Ich musste eine haben, unbedingt, auch wenn ich nur zwei-dreimal im Jahr zum Fahren komme damit.«

Links: www.ninaprinz.de, www.fr-performance.de

Fotos: Buenos Dias

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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