Honda auf der Tokio Motor Show 2019

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Die Tokyo Motor Show (25.10 bis 4.11.) ist für Japans Hersteller von erheblicher Bedeutung, deswegen lässt sich neben Yamaha auch Honda nicht lumpen, die Besucher mit interessanten Exponaten an den Stand zu locken.    

Customfreundliche Mischung aus Dschungel- und Trekking-Bike: Honda CT125

Honda hat angekündigt, die Tücher von einer neuen CT125 zu ziehen, die einerseits als Weltpremiere, anderseits noch als »Concept« (also als Studie) tituliert ist. Die rustikal anmutende  Mischung aus Scrambler und Trekking-Bike auf Basis der luftgekühlten 125er Super Cup sieht allerdings so produktionsreif aus, dass es nicht wirklich verwundern dürfte, wenn diese schon bald auf einer Messe in für diese Art Bike ungeheuer wichtigen asiatisch-indischen Gefilden erneut präsentiert wird, dann als Neumodell für 2020. 

Das Vorbild aus den Sechzigern: Honda 55 Trail CT105T aka Hunter.

Ähnlich lief es schon einmal mit der Neo Sports Café CB1000R, die für 2017 zuerst als Concept-Bike in Tokio enthüllt wurde und wenige Tage darauf in Mailand dann als Neuheit auf die Weltbühne fuhr. Honda offeriert die Modelle Cross Cub CT50/CT110 bereits auf asiatischen Märkten, eine leichte Hubraum-Aufstockung mit dem Triebwerk aus Super Cup, Monkey und MSX125 bietet sich geradezu an. Wer in Hondas Historie zu Hause ist, wird auch wissen, dass in den USA derartige Adventure-Vehikel mit Scrambler-Auspuff und stolliger Bereifung für Querfeldein-Honks, Angler und Jäger bereits in den 60er Jahren verkauft wurden. Für heutige Customiser-Youngster könnte sich eine moderne, abgasgereinigte CT125 auf etlichen Märkten als gefundenes Fressen entpuppen.

Darf nicht fehlen zum 50. Geburtstag: CB750 Four von 1969

Was fährt Honda noch in Tokyo auf? Zwei neue, elektrifizierte Commuter-Zweiräder: Benly e und Gyro e, die für Kurier- und Auslieferungs-City-Flitzer ausgelegt über reichlich praktischen Staumraum verfügen sollen. Dazu die neuen Africa Twins mit 1100er V-Herz, auch mit DCT. Sowie ein neues Scooter-Leichtgewicht mit Adventure-Appeal und der Bezeichnung ADV150, das auf den Spuren des (750er) X-ADV unkompliziert bedienbar und für vielfältige Mobilität in urbanen Gefilden gut sein soll.

Adventure light: Honda ADV150

Die Serienbike-Palette wird umfassen: CB1300 Super Four SP, CB1100 EX, CB650R, CBR400R, CB400 Super Four, Rebel 250, Super Cup C125, Monkey 125, Grom (aka MSX125) und Cross Cub 110. 

Die »kleine« Bol d´Or: Honda CB750F von 1979.
Honda CB1000F Big One von 1992.

Klassik-Freunde dürfen bewundern: Benly CB92 Super Sport (1959), Dream CB750 Four (1969), CB750F (1979) und CB1000 Big One (1992). Da Honda inzwischen 60 Jahre im GP-Sport unterwegs ist, rollen aus dem Motegi-Museum an: RC142 vom TT-Debüt 1959, NSR500 von 1985 (Freddie Spencers 500er Zweitakt-V4-Weltmeister-Bike) und die RC211V von 2006 (das WM-Bike von Nicky Hayden). Das Trio flankiert die aktuelle RC213V (2019) mit V4-Herz von Marc Marquez, der damit WM-Titel Nr. 8 einheimste.

Nicky Hayden´s RC211V von 2006 wird am Honda-Stand zu bewundern sein.

Diverse Vierräder und Rennautos (Formel 1, NSX etc.), Rasenmäher, Generatoren und Außenborder werden ebenfalls den Honda-Stand schmücken. Wer geschwind rüberhüpfen möchte zur Tokio Motor Show 2019, bekommt also einiges geboten, auch weil sich alle anderen Hersteller natürlich ebenfalls ordentlich in Zeug legen werden.

 Fotos: Honda, Buenos Dias

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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