MotoE Weltpremiere beim Sachsenring-GP

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Die MotoE-Fahrer, stehend von links: Matteo Ferrari, Lorenzo Savadori, Hector Garzo, Kenny Foray, Sete Gibernau, Mattia Casadei, Bradley Smith, Josh Hook, Alex de Angelis, Niccolo Canepa. Sitzend: Niki Tuuli, Nicolas Terol, Maria Herrera, Xavier Simeon, Eric Granado, Jesco Raffin, Mike di Megli, Randy de Puniet.

Das war ein feuriger Auftakt. Eigentlich sollte das erste Rennen des neuen FIM Enel MotoE Weltcup beim Jerez-GP stattfinden. Aber weil alle Motorräder und das komplette Equipment nach einem Kurzschluss im gemeinschaftlichen Paddock-Zelt bei einem Vortraining über Nacht abbrannten, geht die Weltpremiere der Elektro-Rennserie nun am Sachsenring vom 5. bis 7. Juli beim Deutschen Motorrad-GP über die Bühne.

Jesco Raffin.

Zwölf Teams und 18 Fahrer haben sich für die erste Saison des FIM Enel MotoE World Cups eingeschrieben. Gefahren wird auf einheitlichen Motorrädern des italienischen Herstellers Energica. 147 Elektro-PS sorgen für einen Topspeed von rund 250 km/h. Dass ordentlich beim Beschleunigen die Post abgeht, dafür sorgt auch das maximale Drehmoment von 200 Nm. Das Energica Ego Corsa MotoE-Bike soll in nur drei Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen! 

Start zur Rennsimulation beim Valencia-Test.

Die Batterien verfügen über eine Speicherkapazität von 20 Kilowatt-Stunden und werden zwischen den Sessions im MotoE-Fahrerlager an mitgeführten mobilen Ladestationen aufgeladen. Michelin stattet die MotoE mit Einheitsreifen aus. 

Zahlreiche bekannte Namen zieren das Fahrerfeld. Sete Gibernau war 2003/2004 Vizechampion in der MotoGP-WM. Ex-MotoGP-Akteure sind Alex De Angelis, Randy De Puniet, Mike Di Meglio, Bradley Smith und Jesco Raffin. Freddy Foray und Josh Hook haben sich in der Langstrecken-WM einen Namen gemacht. Mit Maria Herrera ist auch eine schnelle Dame mit von der Partie.  

Randy de Puniet: Auch E-Bikes können zubeissen.

In der Vorbereitungsphase wurde in Jerez und Valencia getestet, dazu gehörte auch eine komplette Rennsimulation. Am Sachsenring wird es nun ernst, wenn es am Rennsonntag zum ersten Mal um Punkte geht. Aber die Action beginnt bereits am Freitag mit zwei freien Trainings. Am Samstag gibt es eine Super-Pole-Session und am Sonntag wird um 10,00 Uhr morgens, im Anschluss an das MotoGP-Warmup, das Auftaktrennen gestartet. Die MotoE-Weltpremiere führt über 8 Rennrunden. Teams und Zuschauer an der Rennstrecke dürfen gespannt sein, wie die E-Bikes beim ersten Rennen ihrer Geschichte leise sirrend über die Berg- und Talpiste in Sachsen flitzen.

Bei den Testfahrten in Jerez und Valencia hinterließen neben Di Meglio und Smith auch Niki Tuuli, Eric Granado und Hector Garzo einen starken Eindruck. Dieses Quintett beendete fast alle Testsessions in der Spitzengruppe. Das simulierte MotoE-Rennen beim abschließenden Test in Valencia gewann der Spanier Garzo. 

Maria Herrera.

Im Premierenjahr umfasst der MotoE-Kalender insgesamt sechs Läufe. Nach dem Auftakt im Rahmen des HJC Helmets Motorrad Grand Prix Deutschland geht es auf dem Red Bull Ring in Österreich weiter. In Misano und Valencia dürfen sich die Fans dann auf jeweils zwei MotoE-Rennen im MotoGP-Rahmenprogramm freuen. 

Waren beim Probegalopp die Schnellsten: Niki Tuuli, Eric Granado, Hector Garzo.

Die MotoE-Teams 2019 und ihre Fahrer

Tech3 E-racing                                        Kenny Foray + Hector Garzo

LCR E-Team                                             Randy de Puniet + Niccolo Canepa

Octo Pramac MotoE                              Alex de Angelis + Josh Hook

Avintia Esponsorama Racing              Xavier Simeon + Eric Granado

Trentino Gresini MotoE                        Matteo Ferrari + Lorenzo Savadori

Openbank Angel Nieto Team             Nicolas Terol + Maria Herrera

One Energy Racing                               Bradley Smith

Dynavolt Intact GP                                Jesco Raffin

Join Contract Pons 40                           Sete Gibernau

EG 0,0 Marc VDS                                     Mike di Meglio

Ongetta SIC58 Squadracorse              Mattia Casadei

Ajo MotoE                                                Niki Tuuli

Der Zeitplan beim HJC Helmets Motorrad GP Deutschland Sachsenring

Freitag, 5. Juli: 
09:00 Uhr – 09:40 Uhr: 1. Freies Training Moto3
09:55 Uhr – 10:40 Uhr: 1. Freies Training MotoGP
10:55 Uhr – 11:35 Uhr: 1. Freies Training Moto2
11:50 Uhr – 12:20 Uhr: 1. Freies Training MotoE
12:30 Uhr – 13:00 Uhr: 1. Freies Training Red Bull MotoGP Rookies Cup
13:15 Uhr – 13:55 Uhr: 2. Freies Training Moto3
14:10 Uhr – 14:55 Uhr: 2. Freies Training MotoGP
15:10 Uhr – 15:50 Uhr: 2. Freies Training Moto2
16:05 Uhr – 16:35 Uhr: 2. Freies Training Red Bull MotoGP Rookies Cup
16:50 Uhr – 17:20 Uhr: 2. Freies Training MotoE
17:35 Uhr – 18:05 Uhr: Freies Training ADAC Junior Cup powered by KTM
18:20 Uhr – 18:45 Uhr: Qualifying Red Bull MotoGP Rookies Cup
19:00 Uhr – 19:30 Uhr: 1. Qualifying ADAC Junior Cup powered by KTM 
 
Samstag, 6. Juli:
09:00 Uhr – 09:40 Uhr: 3. Freies Training Moto3
09:55 Uhr – 10:40 Uhr: 3. Freies Training MotoGP
10:55 Uhr – 11:35 Uhr: 3. Freies Training Moto2
12:35 Uhr – 13:15 Uhr: Qualifying Moto3
13:30 Uhr – 14:00 Uhr: 4. Freies Training MotoGP
14:10 Uhr – 14:50 Uhr: Qualifying MotoGP
15:05 Uhr – 15:45 Uhr: Qualifying Moto2
16:00 Uhr – 16:40 Uhr: E-Pole MotoE
17:10 Uhr: 1. Rennen Red Bull MotoGP Rookies Cup (19 Runden)
18:10 Uhr – 18:40 Uhr: 2. Qualifying ADAC Junior Cup powered by KTM 
 
Sonntag, 7. Juli:
08:20 Uhr – 08:40 Uhr: Warm Up Moto3
08:50 Uhr – 09:10 Uhr: Warm Up Moto2
09:20 Uhr – 09:40 Uhr: Warm Up MotoGP
10:00 Uhr: Rennen MotoE (8 Runden)
11:00 Uhr: Rennen Moto3 (27 Runden)
12:20 Uhr: Rennen Moto2 (28 Runden)
14:00 Uhr: Rennen MotoGP (30 Runden)
15:30 Uhr: 2. Rennen Red Bull MotoGP Rookies Cup (19 Runden)
16:30 Uhr: Rennen ADAC Junior Cup powered by KTM (16 Runden) 

Fotos: Dorna/MotoGP, Intact GP/Fritz Glänzel, ADAC/PSP-photo/Lukasz Swiderek

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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