FIM Endurance: 24 H Spa kommen zurück

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Alte Kulisse: Start 24 H de Liège in Spa-Francorchamps 1983, mit Cornu, Lafond, Samin, Moineau & Co.

Die Motorrad-Langstrecken-WM kehrt nach Spa-Francorchamps in Belgien zurück. Im Juni 2022 soll auf der legendären Ardennen-Piste ein 24-H-Rennen ausgetragen werden, aufgeteilt in zwei Abschnitte zu Beginn des Wochenendes. Das neue Event sieht außerdem vor, den Sonntag den Zuschauern für diverse Aktivitäten vorzubehalten. Das wurde heute in einer Media-Info von FIM-Endurance-Veranstalter Eurosport Events verlautbart.

Zeitplan und Format der »24 H Spa Moto« sehen derzeit ebenso ungewöhnliche wie neuartige Abläufe vor. Der erste Abschnitt des Endurance-WM-Spektakels soll in der Freitagnacht gegen 22.00 Uhr gestartet und am Samstagmorgen nach Sonnenaufgang abgewunken werden. Der zweite Teil wird einige Stunden später in Angriff genommen, so dass am Samstagabend in der Dunkelheit (wie in Suzuka) der Zieleinlauf erfolgt, begleitet von einem großen Feuerwerk und Partystimmung. Geplant ist, den Sonntag ausschließlich für erlebnisreiche Aktivitäten der Herstellern zusammen mit den Zuschauern zu nutzen, verbunden mit der Möglichkeit, einige Runden über die Rennstrecke zu drehen.

Spa 24 H 1996: Top-drei Werks-Bikes. Honda RVF 750/RC45, Suzuki GSX-R 750, Kawa ZXR 750

Von 1973 bis 2003 waren die »24 Hours de Liège« (»24 Stunden von Lüttich«) in Spa-Francorchamps fester Bestandteil des Endurance-Kalenders, ob mit EM-, WM- oder FIM-Cup-Prädikat. Ein Unikum ist, dass Teile der kurvenreichen und anspruchsvollen Strecke, die alle Fahrer ins Schwärmen geraten lässt, über öffentliche Straßen führt, die bei Rennbetrieb natürlich gesperrt werden müssen.

Derzeit umfasst die FIM Endurance Saison der jahresübergreifenden Saison 2021-2022 den Bol d´Or in le Castellet, die 24 Stunden in Le Mans, ein neues 8H-Event in Sepang, das geplante Rennen in Spa sowie das Finale in Suzuka.  Eine derzeit noch offene Aufgabe für Streckenbetreiber und alle Verantwortlichen in den Verbänden ist, die Strecke für die geforderten Sicherheitsauflagen der FIM für Motorradrennen anzupassen, ohne die Zulassung für die FIA Formel 1 und generell für Autorennen zu beeinträchtigen, worin etliche Föderationen und Landespolitiker involviert sein werden, um die erforderlichen Mittel bewilligt zu bekommen. Dennoch frohlockt François Ribeiro, Head of Eurosport Events, bereits: »Long live the return of motorcycle endurance racing to Spa!«

Honda RVF 750, Igoa-Coudray, Spa 24H 1985 mit Wuschelkopf Guy Coulon, heute Teil von Tech3.

Fotos: Buenos Dias

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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