Classic Superbike – # 108 erzählt

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Am letzten Wochenende begann in Oschersleben die Classic-Superbike- (aka CSBK-) Saison 2019. Thomas Seeler zündete auf seiner Suzuki Katana in der Vintage-Klasse begeistert mit. Hier der etwas andere Rennbericht aus der Sicht der #108

Katanist Thomas Seeler, #108: »Gefühlt klappt es ganz gut, nur beim Blick auf die Zeitenliste wird klar: die Transponder lügen wie gedruckt…«

Mittwoch, 1. Mai – Anreise 14:00 Uhr, Saison 2019, es kann losgehen. Aufbruch nach Oschersleben. Wenn Mann den Wettervorhersagen glauben darf, wird es nass und kalt. Für meine 18 Zöller also die beste Voraussetzung. *Achtung: Ironie.

Mal sehen, wie sich die Änderungen, äh Verbesserungen, auswirken. Gabel hat nen Service bei Pepe bekommen. Zusätzliche Halter für Ölauffangwanne, Auspuff-Endtopf und Verkleidungshalter wurden angeschweißt und ersetzen nun die vorher verwendeten, bleischweren Baumarktschellen. Viele weitere Kleinigkeiten geändert/verbessert. Verbessert? Hoffentlich… Autobahn ist ziemlich leer, Tank ist voll. Also nächste Haltestelle Oschersleben. Mal sehen.

Kaum Verkehr, Spritverbrauch ungewohnt hoch… seltsam… ca. 13 Liter/100 Kilometer. Auto war am Montag zur Inspektion!? Egal, ob 120 km/h oder 100 km/h. Kein LKW in Sicht, dessen Windschatten ich nutzen könnte. Klar, Feiertag. Komme gut voran, allerdings mit einem ungeplanten Zwischenstopp um 17:17 Uhr an der Raststätte Plötzetal Ost bei Könnern. Getränke zurückbringen und tanken!!! Das hätte nicht gereicht. Aber nur für 15 Euro, zu teuer an der Autobahn. Laut Navi komme ich, je näher ich dem Ziel komme, trotzdem immer später an.

18:10 Uhr – nächster Tankstopp in Wanzleben. 1x volltanken bitte. Nur noch ein paar Kilometer. Schon aus großer Entfernung kann ich die Schlange vor der Motorsport Arena Oschersleben sehen. Die Autos stauen sich zurück bis zur Straße. Werde durchgewunken und soll vor dem Hotel warten/parken. Na gut. Links an der Schlange vorbei, durch den Kreisverkehr und dann links abbiegen. Stehe wirklich kurz vor dem Hotel. CSBKler sind auch schon da. Also erstmal kurz Begrüßung nach der langen Rennpause. Dirk scheint die Losung zu kennen. Er darf das Tor passieren und rein ins Fahrerlager, obwohl das Tor für Normalsterbliche eigentlich noch zu ist. Angeblich Klärungen mit Wolf. Ja, ja…

Kurz danach und völlig unerwartet geht plötzlich das Tor auf. Schnell zurück zum Auto, und da es die anderen vor mir auch so machen, über den Fußweg vordrängeln. Klappt ja schon mal ganz gut. Hoffentlich klappt das so auch auf der Strecke. Rein ins Fahrerlager. Schönes Plätzchen suchen. Ausladen, aufbauen, begrüßen. Kalt hier. Aber kein Regen. Bislang zumindest.

Motorrad zudecken, träum‘ schön. CSBK Zelt aufbauen (helfen). Der Platz füllt sich mit Alteisenreitern und CSBK-lern. Einfach schön hier. Das Alteisenreiten ist auch schon lange ausgebucht. Dann noch schnell die technische Abnahme und Papier-Abnahme erledigt. Beim Gang durchs Fahrerlager wird mir von allen Seiten Bier angeboten. Kann leider nicht allen Angeboten widerstehen. Eigentlich wollte ich erst was essen. Egal. Essen wird überbewertet. Den Grill will ich heute nicht mehr anwerfen. Abendessen fällt aus. Und irgendwann – für meine Verhältnisse recht spät – gehts ins Bett. Aber vorher Heizung einschalten. Kalt hier. Sagte ich das schon?

Angst vor der Strecke, vor Regen (wegen der 18 Zöller), vor der Kälte, vor Lederkombi-Motten….

Donnerstag, 2. Mai. Angst vor der Strecke. Angst vor Regen (wegen der 18 Zöller, siehe oben). Angst vor der Kälte. Angst vor der Lederkombi. Angst vor der Lederkombi??? Ja, weil noch unklar ist, ob die Motten erneut zugeschlagen und mein Leder wieder enger gemacht haben? Der Winter war lang, zu lang? 10:15 Uhr soll’s losgehen. Katana anwerfen … läuft … in den Wohnwagen und die Kombi anziehen. Angst. Zur Sicherheit nochmal nach dem Motorrad gucken. Was ist das für ein roter Fleck unter dem Ölkühler?

Raus aus dem Wohnwagen, Katana ausmachen. Öl!? Wo kommt das denn her? Nach kurzer Suche ist dann klar. Das Öl ist frisch, das Öl kommt aus dem Ölkühler an meinem Motorrad, das Öl kommt aus einem Loch im Ölkühler, der an meinem Motorrad montiert ist. 2019 fängt ja super an. Warum ist das nicht zu Hause in der Garage passiert? Da lief die Katana doch schon.

Egal, das war’s, oder? Nein! Nach Val de Vienne und dem Saisonauftakt 2018 am Nürburgring habe ich natürlich dazugelernt und einen neuen Ölkühler mit. Während also die anderen bereits die ersten Runden drehen, wechsle ich den Ölkühler. Danke für Trottis helfende Hände. Alles anschließen. Öl auffüllen. Maschine starten, beobachten. Maschine wird warm, Öl auch. Alles dicht, Glück gehabt. Eine spannende Frage ist noch offen: War meine Angst begründet oder wird die Kombi passen?

Eine schöner als die andere. Hier die 666 von Markus Pappert.

11:30 Uhr. Die Kombi passt, die Maschine läuft, alles dicht, immer noch und ich schwöre, nie mehr Weihnachtsplätzchen, Stollen oder einen Weihnachtsbraten zu essen. Ehrlich. Um 11:50 Uhr geht’s dann zum ersten Mal raus. Die Strecke ist trocken, obwohl der Blick in den Himmel nichts Gutes verheißt. Und es ist eiskalt und windig. So kenne ich Oschersleben. 12:10 Uhr – die Zeit ist um, die Maschine läuft. Die Kombi passt. Es hat nicht geregnet. PERFEKT. Von den ersten, wackeligen Fahrversuchen auf der Maschine mal abgesehen.

13:35 Uhr. Turn 3. Freies Fahren. Strecke trocken, zwischenzeitlich hat’s mal geregnet. Immer noch saukalt, immer noch windig. 13:55 Uhr. Fahrversuche schon besser. Maschine läuft. Immer noch trocken, immer noch saukalt und windig. Turn 4 – 15:20 Uhr. Freies Fahren, Strecke trocken, saukalt, windig, kein Regen. Es macht endlich wieder Spaß.

Pecky trifft an der Strecke ein und sucht nach ner Möglichkeit, um noch ein paar Runden zu drehen. Da es immer noch saukalt und windig ist und die Katana läuft, kann Pecky meinen fünften und letzten Turn haben. Hat Spaß gemacht und beim Gang durch das Fahrerlager sieht man nur strahlende und zufrieden grinsende Gesichter. Wirklich?

Nein, nicht wirklich. Mops schaut etwas unglücklich. Die mit viel Liebe zum Detail frisch zusammengesteckte GSX macht Probleme. Erster Verdacht: vermutlich die Kurbelwelle. Kein Auftakt, wie man sich ihn wünscht. Doch beim abendlichen Grillen und blöd Reden ist alles schnell vergessen. Selbst meine 16,06 Euro für zwei Lammlachse… hätte beim Kaufen des Grillfleisches wohl mal besser vorher nach dem Preis gefragt. Egal, lecker waren sie. Nur das Bier will bei der Kälte, dem Wind und dem Regen nicht wirklich schmecken. Für meine Verhältnisse geht’s dann relativ spät ins Bett. 23:30 Uhr. Bin nicht mehr der Jüngste.

»Nie mehr Weihnachtsplätzchen, Stollen oder einen Weihnachtsbraten, ich schwöre.«

Freitag, 3. Mai – Lauf 1 + 2 CSBK Master Series  Technische Abnahme erledigt, 9:00 Uhr Fahrerbesprechung. Auf dem ersten Blick ein relativ kleines Starterfeld. Leider fehlen viele alte Haudegen, wie z.B. Manfred, Wollo, Rudi, Mops, Schenker, Silvio, Manuel. Dafür neue Gesichter wie Joscha und Rückkehrer wie Bernd #14. Noch nen Transponder holen, eigentlich 2x. Typisch für mich. Beim ersten Mal hatte ich keinen Ausweis als Pfand mit. Zwischenzeitlich immer wieder mal Regen. Pünktlich zu unserem ersten Start um 11:20 Uhr ist die Strecke trocken und die Sonne lacht. Gefühlt klappt es jetzt schon ganz gut, nur beim Blick auf die Zeitenliste wird klar: die Transponder lügen wie gedruckt…

14:30 Uhr – Trocken, saukalt (kälter als gestern) und windig (windiger als gestern). Q1, gefühlt richtig schnell. Laut Transponder langsamer als letztes Jahr. Wer lügt? Mein Gefühl oder der Transponder?

Für heute ist Ende. Die Katana läuft. Keine Probleme. Nach dem Abkühlen vorbereiten für morgen: tanken, Batterie ausbauen, Reifenwärmer drauf und abdecken. Batterien noch laden. Der Rest wie gehabt. Grillen, diesmal vor dem (größeren) Zelt von Ingo. Nach dem Grillen noch durch andere Zelte. Irgendwann bei Bernd gelandet. Gezwitschert. Und von Boris gab es, nachdem wir ihn überreden konnten, noch „Alte Marille“. Sehr lecker, hat aber furchtbar lange gedauert, bis er wohl nach einer Klärung mit seiner Frau die Erlaubnis hatte, uns den Schnaps verkosten zu lassen und der Schnaps aus dem Westflügel seines mobilen Zuhauses bei uns im Zelt war. Keine Ahnung wann, aber irgendwann bin ich ins Bett. Morgen 4 Turns. Der erste Turn bereits um 8:00 Uhr….

Samstag, 4. Mai – heute wird’s Ernst!  Werde gegen 6:30 Uhr wach. Kein leises Trommeln auf dem Wohnwagen-Dach. Also endlich mal kein Regen. Dann kommt ne Whatsapp von Manfred. Ein Bild aus der Eifel. Neuschnee. Rund 3 Zentimeter! Ich werde blass. Mir wird schlecht. Ich habe Angst. Blankes Entsetzen. Den Schnee hört man nicht, wenn er auf den Wohnwagen fällt. Jalousie aufgerissen, Glück gehabt, kein Schnee, kein Regen. Dennoch saukalt. Um 8:00 Uhr soll der erste Turn sein – Q2. Nicht für mich. Zu kalt, Strecke nass. Hab 18 Zöller. Nix Regenreifen! Die Zeiten werden bestimmt nicht besser. 10:19 Uhr – Q3. Strecke trocken. Kalt, windig. Egal. Raus, nochmal versuchen. Keine Panne, keine Probleme. Trotzdem ne rote Flagge. Abbruch!? Ich fahr‘ von der Strecke und zurück ins Fahrerlager. Auf den Neustart verzichte ich. Egal, am schnellsten war ich im Q1. Reicht letztlich für Reihe 8 und Startplatz 23. War schon mal schlechter und weiter hinten. Passt.

Es stellt sich nachher raus, dass eine S1000RR mit uns auf der Strecke war und sich Ende der Gegengerade auf die Nase gelegt hat. Ihm ist nichts passiert. Maschine stark ramponiert. Was spielt er auch mit den alten Leuten…

Da bis zum ersten Rennen noch einige Zeit ist, beschließe ich noch ein wenig zu ruhen. Ein flüchtiger Blick auf den Zeitplan für heute. Samstag Start um 14:30 Uhr. Ich stelle mir den Wecker auf 13:45 Uhr. Um 13:30 Uhr werde ich wach. Muss aufs Klo. Verlasse also mein warmes Bett und den beheizten Wohnwagen und laufe in Richtung Toiletten. Seltsam. Alle sind schon in Lederkombi neben den Maschinen?! Egal, hab ja noch eine Stunde Zeit. Auf Fragen, ob ich nicht starten würde, antworte ich: aber natürlich! Komisch. Wieso fragen die mich?

Auf dem Rückweg stehen alle neben den nun bereits laufenden Maschinen. Sehr, sehr seltsam. Es geht laut Zeitplan doch erst um 14:30 Uhr los?! Ich klettere in meinen noch immer warmen Wohnwagen, sehe auf mein warmes Bett und schau‘ auf den Zeitplan. Start Rennen 1 um 13:50 Uhr. Jetzt ist es 13:40 Uhr… bitte was?????? Wer hat denn den Plan geändert?

Lederkombi und Schuhe anziehen. So schnell war ich noch nie. Raus aus dem warmen Wohnwagen, Benzinschläuche anschließen, Batterie einbauen. Startknopf drücken, nix… Startknopf drücken, nix… Panik… was ist los? Rein in den warmen Wohnwagen, andere Batterie holen, raus aus dem Wohnwagen, Batterie einbauen… Startknopf drücken, nix… SCHEISSE, was ist los? Meine „Nachbarn“ Georg und Michael bekommen meine Hektik mit. Georg gibt mir ne Batterie zum Überbrücken, nix… und die anderen fahren jetzt raus.

»He Brauni, Luftprüfer + Ritzelsicherungsblech würde ich an Deiner Stelle ab sofort immer selbst dabei haben…«

SCHEISSE, SCHEISSE, SCHEISSE. Startknopf drücken, Maschine läuft… hä?? Bitte was… ach egal. Michael macht die Reifenwärmer aus und nimmt den vorderen Reifenwärmer ab, bockt die Maschine vorne ab… ich zieh‘ den Helm an, Handschuhe an… Michael macht den hinteren Reifenwärmer ab. Ich nehm‘ die Maschine, Michael bockt hinten ab… DANKE Michael.

Ich fahr‘ raus. Gerade noch rechtzeitig, wir dürfen auf die Strecke. Es ist trocken, es ist saukalt und windig. Wir fahren in die Startaufstellung und werden eingewiesen. Sagte ich schon, dass ich einer der nicht gerade guten Starter bin? Egal, Vorstart, los geht’s. Wie erwartet komme ich schlecht weg. Brauni zieht an mir vorbei und noch ein paar mehr, die eigentlich hinter mir stehen. Egal. Ist ja nur der Vorstart. Gleich wird alles besser. Wir fahren in die Startaufstellung. Die Ampel schaltet auf Rot. Bleibt Rot, bleibt Rot… Grün. Kacke, jetzt schon? Komme trotzdem für meine Verhältnisse gut weg. Brauni fährt vorbei, Achim fährt vorbei, Thorsten fährt vorbei…. alles wie immer…. Georg fährt vorbei… jetzt fehlt nur noch Acki…. ach nee, das war 2018 in Schleiz… Acki ist zum Glück für mich nicht hier…. 15 Minuten + 2… wird schon klappen.

Am Ende von Start-Ziel wird’s nochmal eng. Fahren noch weitere an mir vorbei. Kann aber auch einige überholen. Na gut, an einigen vorbeifahren. Jeroen liegt am Ende der dreifach Linkskurve in Runde 1 in Führung liegend im Schotter. Was denn da passiert? Nur gelbe Flaggen, kein Abbruch. Das Feld sortiert sich und irgendwann sind Achim #999, Thorsten #62 und ich dabei uns zu „bekämpfen“. Achim’s Kawa hat dieses Jahr mächtig viel Dampf, zieht wie die Sau auf der Geraden davon. In den Kurven könnte ich ihm auf die Schulter klopfen, will ihn aber nicht erschrecken, und immer wieder sticht Thorsten Ende der Start-/Zielgeraden bzw. der Gegengerade rein. Schöne Kämpfe im hinteren Mittelfeld. Aus meiner Sicht. Kurz vor Schluss kann ich Achim überholen und die Gunst der Stunde nutzen und diesen Vorsprung bis ins Ziel retten.

Auf dem Weg dahin sehe ich auch noch Fish #696. Komisch, warum ist der so langsam? Bemerke zwar, dass mein Visier nass ist, sehe auch die gelb-roten Flaggen, aber Wollo hat in Spa ja schon mal gezeigt, was mit 18 Zöllern bei Nässe möglich ist. Alles egal, den krieg‘ ich noch. Vorbei, yesssss! Auf Platz 5 in der Vintage beende ich das Rennen. Zum Auftakt doch gar nicht mal sooo schlecht. Von denen, die eigentlich schneller sind und warum auch immer nicht ins Ziel kamen, sprechen wir mal nicht. Musste mir nach dem Rennen aber von Brauni und Georg noch einige Sprüche wegen meiner „Startschwierigkeiten“ anhören. Brauni, ganz schön fies! Wir sprechen uns noch. Luftdruckprüfer und Ritzelsicherungsblech würde ich an Deiner Stelle ab sofort immer selbst dabei haben! Und dann fragte mich Georg noch, ob ich meine Parkscheibe beim Start erst noch weggepackt habe. Depp!

Pause bis 17:25 Uhr. Nach einem kurzen Verschnaufen habe ich erstmal alles gepackt, aufgeräumt und verzurrt. Schließlich steht heute noch die Rückreise nach Rennen 2 auf dem Programm. Kurz vor 17:00 Uhr – Strecke trocken, windig und kalt – mache mich diesmal rechtzeitig für Rennen 2 fertig.  Maschine springt ohne Probleme an. Komisch, was war das vor Rennen 1? Raus auf die Strecke, rein in die Startaufstellung, Vorstart wie erwartet. Rein in die Startaufstellung. Ampel rot, Ampel rot, Ampel grün. Los geht’s. Diesmal kein Achim, kein Thorsten, Brauni schon wieder vorbei, kein Georg. Yes….

Ein einsames Rennen für mich. Irgendwann kommt Holger, dann kommt Pecky, Ingo auch noch und noch ein paar andere, eben die üblichen Raser, und dann sehe ich Det #35 vor mir. Der muss beim Start auch noch durchgehuscht sein. Kann mich in den Kurven an Det ranfahren, sogar zweimal in der Kurve vorbeifahren, aber auf den Geraden denke ich jedesmal, daß ich mein DRS vergessen habe oder der Turbo kaputt ist oder ich einfach nur vergessen habe, am Gas zu drehen, sowas von seltsam, wie die Kiste davon zieht, na gut, dann fahre ich eben hinter Det ins Ziel. Platz 6 in der Vintage in Rennen 2. Hmmm…

»….denke ich jedesmal, daß ich mein DRS vergessen habe oder der Turbo kaputt ist, sowas von seltsam…«

Nach dem Rennen ausziehen und weiter packen. Um 19:00 Uhr ist Siegerehrung. Danach kurz weiter packen, duschen und umziehen. Nach einem kurzen Tschüss geht es vollgetankt gegen 19:00 Uhr los. Zunächst im Trockenen. Je weiter ich nach Süden komme, umso nasser wird es. Um Mitternacht habe ich zwei Streufahrzeuge auf der Autobahn vor mir. Das Thermometer zeigt Null Grad Aussentemperatur. Ups….

Die Tankanzeige neigt sich schon wieder gegen Null und dann, dann geht auch noch die Warnlampe für den leeren Tank an. Wie geplant verlasse ich die A9 an der Ausfahrt Schnaittach, tanke am Autohof voll, bringe den Anhänger zu meiner Garage. Da es zu spät und zu dunkel ist, hänge ich vor der Einfahrt ab und fahre nach Hause. Gegen 1:00 Uhr liege ich im Bett. Schön war’s…

Sonntag, 5. Mai – Nachtrag Der Wohnwagen muss vor die Garage und leergeräumt werden. Als ich zu meinem weißen Auto laufe…. halt, Moment… mein Auto… weiß? Mein Auto ist doch eigentlich schwarz. Streusalz, ich hasse es. Also erstmal Auto waschen, dann zur Garage. Zum Glück ist der Wohnwagen weiß, aber das graue Plastik ist auch weiß?! Alles voll Streusalz, also auch der Wohnwagen muss gewaschen werden. Mache mich widerwillig ans Werk. Sogar das Dach ist voll Salz. Gegen 13:00 Uhr bin ich wieder zu Hause. Motorrad ausgeladen, Wohnwagen leergeräumt und vor der Garage, innen und aussen gewaschen und geputzt. Ich habe Husten, es war kalt und windig. Aber das wisst ihr ja schon. In ein paar Tagen geht’s weiter, in Schleiz…. ick freu‘ mir schon!

Text: Thomas Seeler, #108

Fotos: Jochen Kraus, Seeler, Buenos Dias

Das ewige Leben: CSBK-Bikes werden nicht älter, nur immer schöner und wertvoller.

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Thomas Seeler

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