Piaggio Ape: 50 Jahre Jubiläum-Event

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Flagge zeigen bei der Ape-Parade rund um Pontedera.

Piaggios Ape feiert 50-jähriges Jubiläum, das wurde bei der 10. Auflage des EuroApe-Treffens angemessen zelebriert. Über 100 Exemplare des fröhlichen Dreiradfahrzeugs und knapp 150 Teilnehmer kamen in Pontedera zusammen. Natürlich stand auch ein Besuch der Produktionslinie der Ape 50 an, die seit 1969 in der historischen Fabrik in Viale Rinaldo Piaggio ohne Unterbrechung in Betrieb ist.

Die Teilnehmer der EuroApe strömten nicht nur aus Italien zusammen, auch aus Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Slowenien kullerten die lustigen Dreiräder an. Das Event wurde organisiert vom italienischen Ape Club in Zusammenarbeit mit Piaggios Commercial-Abteilung. Auf der Piazza Cavour in Pontedera wurde eigens ein Ape Village angesiedelt. Hier hatten die Ape-Fans, Enthusiasten, Besucher und interessierte Passanten die Gelegenheit eine Vielzahl Ape-Jahrgänge zu bewundern. Eine weitere Ausstellung auf der Piazza Martiri della Libertà zeigte Ape Prototypen und Racer mit Rennmotoren bis 1000 cm³.

Das lebhaft-liebenswürdige Event war mit interessanten Exkursionen und geführten Touren verknüpft, darunter ein Ausflug zum mittelalterlichen Vicaro-Schloss in Lari (Castello dei Vicari). Wer nicht in die Umgebung ausschweifen wollte, konnte eine ApeScuola (Ape Fahrtraining) absolvieren oder einen Rundgang durchs Piaggio Museum unternehmen.

Die EuroApe 2019 bestätigte, dass das originelle Italo-Dreirad wahrhaft eine bezaubernde Ikone der Fahrzeugwelt ist, das noch immer eine Vielzahl praxisgerechter Vorteile für Klein-Unternehmer, Kaufleute und Zustelldienste zu bieten vermag; und das nicht nur in Europa, auch im asiatischen Raum. Da passte es gut, dass außerdem zwei neue Modelle vorgestellt wurden: Ape Classic Furgone und Ape Calessino.

50 Jahre, schön inszeniert.

Zur Historie: Piaggios Ape 50 debütierte 1969, um der 1964 vorgestellten Vespa 50 etwas Praktisches, im Leichttransport-Sektor einsetzbares Vehikel zur Seite zu stellen. Der “Apino” erfreute sich bald großer Beliebtheit, weil das Dreirad auf Grund seiner kompakten Abmessungen auch problemlos durch die engsten Straßen in alten Stadtzentren fahren konnte. 1994 folgte der Ape 50 Cross für Jugendliche, als Alternative zum Zweirad, mit Überrollbügel, Stoßstangen vorne und hinten sowie bunten Farben. Der Ape Cross, der in Italien ab dem 14. Lebensjahr gefahren werden darf, etablierte sich so erfolgreich quasi als Mini-Pick-up für junge Leute. Die letzte Version wurde 2018 mit einem innovativen 2-Takt-Motor mit 50 cm³ Hubraum vorgestellt, der auch Euro 4-Vorschriften erfüllt und dazu Verbesserungen in Bezug auf Design, Funktionalität und Sicherheit bietet.

Flagge zeigen – was sonst.

Der italienische Ape Club existiert seit 2006. Ziel der begeisterten Ape-Fans ist, das Interesse und die Kultur rund um das italienische Dreirad zu erhalten und fördern, historisch wertvolle Fahrzeuge zu restaurieren, jugendliche Ape-Fahrer zu unterstützen und sportliche Aktivitäten mit Ape-Rennmodellen zu koordinieren.

Fotos: Piaggio

Video: Piaggio via Youtube

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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