Cracking Mechanics beim Reinoldus-Cup

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»Man kann das als Hinweis verstehen, dass wir uns selber nicht so ernst nehmen.«

Beim Auftakt zum Reinoldus Langstrecken Cup am Nürburgring kreuzten am Renntag sieben der avisierten Streckenposten nicht auf, worauf der Veranstalter das Event kurzerhand von der GP-Strecke auf die IDM-Variante mit der Kurzanbindung verlegte und darauf verzichtete, Punkte zu für die Cupwertung zu vergeben. Etwas über 10 Teams nahmen darauf das Angebot an, sich das Nenngeld erstatten zu lassen, einzupacken und unverrichteter Dinge abzuziehen. Übrig blieben immerhin 21 Teams, die das immer besser werdende Wetter nutzten und am 6 H-Rennen teilnahmen. Eins davon war das Team Cracking Mechanics mit der Startnummer 306, mit den Fahrern Pascal Moscato, Bill Kemp und Sven Molitor.

Die Cracking Mechanics aus Luxemburg: Ganz rechts Pascal Moscato.

Pascal Moscato brachte dann etwas Licht ins Dunkel um den schönen Teamnamen. »Wir sind drei Luxemburger und fahren jeder eine Honda CBR600RR, PC40, Baujahr 2007. Sven ist unser Oldie, der ist 30 Jahre alt, alle anderen sind jünger. Den Namen »Cracking Mechanics« habe ich mir einst in der Schule mit einem Kollegen ausgedacht, das ist natürlich ironisch gemeint, weil eine krachende Mechanik eigentlich nix Gutes ist. Man kann das ruhig als Hinweis verstehen, dass wir uns selber nicht so ernst nehmen.«

»2017 wurde erstmals hereingeschnuppert, 2018 haben wir die Saison bestritten, bis auf das erste Rennen, da haben wir lieber in Spanien trainiert. Dieses Jahr wollen wir erstmals an allen Cup-Läufen teilnehmen. Wir sind hier um Spass zu haben, deswegen fahren wir, auch wenn es jetzt ausnahmsweise keine Punkte gibt. Außerdem haben wir Sponsoren, denen wir uns verpflichtet fühlen.«

Zu verarzten gibt es einiges; und irgendwer hat immer eine Videocam im Anschlag.

»Im Training am Morgen auf nasser Fahrbahn ist einer der Kollegen beim Anbremsen gestürzt, geradeaus einfach überkreuz. Die Verkleidung hat auf beiden Seiten gelitten, aber wir haben genug Ersatzteile, ich bin optimistisch, dass wir das hinkriegen.»

«Wir haben meist gleich zwei Videoleute dabei, so entsteht eine Art bewegtes Tagebuch. Die Videos werden eingestellt auf unserem Youtube-Kanal “Cramec”.«

 

Im Rennen war für die Cracking Mechanics nach 173 Runden oder 5 Stunden und 7 Minuten leider vorzeitig Feierabend. Auch dem in der Box mit unterbrachten Schwesterteam »MSD by Cracking Mechanics« war keine Zielflagge vergönnt. Nur zehn Minuten später erschienen das Suzuki-BMW-Yamaha-Trio Bruno Duarte/Steffan Charel/Daniel Merkes auf der Ausfall-Liste.

 

Für das nächste Reinolduscup-Abenteuer am Nürburgring wünscht der Salat den Cracking Mechanics mehr Glück. Und hier noch ein sehenswertes Video aus dem Youtube Cramec-Kanal:

Fotos: Buenos Dias

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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