BMW S1000RR 2019: Die Technik im Detail

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Was erzählt Tim Holtz, hier auf seiner gelben R1…….

…zur neuen S1000RR (Rot oder Weiss mit Bunt) nach Estoril? Nächste Woche dazu mehr.

Bevor Tim Holtz nächsten Dienstag (5. März) bei der Fahrpräsentation der 2019er BMW S1000RR in Estoril für den Gasgriffsalat in den Sattel hüpft, hier vorab alles Wichtige zur Technik:

Die Neue soll 1 Sekunde schneller on Track, mehr als 10 kg leichter und einfacher beherrschbar geworden sein. So umschreibt BMW das Entwicklungsziel. Die dritte Generation des bayrischen Supersportlers glänzt mit 8 PS mehr Motorleistung (nun 207 PS bei 13.500/min) sowie einer Gewichtsreduzierung um 11 auf 197 Kilo (mit M Paket und Carbonrädern sogar um 14,5 auf 193,5 kg). Die Neue soll im Alltag, in kurvigem Geläuf auf der Landstraße wie auf der Rennstrecke brillieren, ergonomisch optimiert überzeugen, dazu das Ausstattungs-Drumherum mit Traktions- und Wheelie-Kontrolle, ABS, LED-Lichttechnik und großem TFT-Display neue Höhen erklimmen.

Hi-Tech-Hi-Perf-Inline Four. Rank, schlank, höher als breit. Leichter, stärker, breitbandiger.

Motor: Der neu entwickelte Reihenvierzylinder geriet 4 Kilo leichter und verfügt über ShiftCam-Technik zur Variierung der Ventilsteuerzeiten und der Ventilhübe auf der Einlassseite – für mehr Kraft im unteren und mittleren Drehzahlbereich sowie gesteigerte Topend-Power. Optimiert präsentieren sich auch die Auslasskanäle des Zylinderkopfes, dazu wurde der Ansaugtrakt überarbeitet sowie die Abgasanlage um 1,3 kg erleichtert. Das maximale Drehmoment von 113 Nm wird bei 11.000/min erreicht. Trotz erhöhter Spitzenleistung konnte das nutzbare Drehzahlband breiter und fülliger gestaltet werden. Die Überdrehfestigkeit reicht bis 14.600/min. Ziel war, alle Leistungswerte des Vorgängers zu übertreffen und eine Gesamtperformance anzubieten, die alles Bisherige in den Schatten stellt.

Mit ShiftCam wird eine dreiteilige Einlass-Schaltnockenwelle bezeichnet, die pro zu betätigendem Ventil über zwei auf einem Verschiebesegment angebrachte Nocken verfügt: eine Teillast- und eine Volllastnocke mit jeweils optimal gestalteter Nockengeometrie. Die Schaltdrehzahl des ShiftCam-Systems beträgt 9.000/min. Über eine axiale Verschiebung werden die Einlassventile drehzahlabhängig binnen 10 Millisekunden entweder von der Teillast- oder der Vollastnocke betätigt. Die axiale Verschiebung erfolgt über zwei Schaltkulissen und zwei elektromechanische Aktuatoren. Über die unterschiedliche Gestaltung der Nockengeometrie erfolgt die Variierung der Ventilsteuerzeit und des Ventilhubs. Während die Volllastnocke den maximalen Ventilhub bereitstellt, liefert die Teillastnocke einen reduzierter Ventilhub.

Vorteile sind: Steigerung von Drehmoment und Durchzugskraft im unteren und mittleren Drehzahlbereich bei gleichzeitigem Zugewinn an Spitzenleistung sowie optimale Gestaltung der Teillast-Nockengeometrie. Damit bietet der neue RR-Motor im unteren und mittleren Bereich das hohe Drehmomentangebot des bisherigen S1000RR-Motors, eliminiert jedoch gleichzeitig den (zu) starken und bisweilen als giftig empfundenen Drehmomentanstieg des bisherigen RR Motors, der zu einer verstärkten Wheelie-Neigung führte. Dazu kommen eine Verringerung der Ladungswechselverluste unter Teillast sowie eine Reduzierung der Abgasemissionen. Verringert wurde ebenfalls der Kraftstoffverbrauch, um 4 %.

Neben der angehobenen Maximalleistung von 199 PS auf jetzt 207 PS sollte der Drehmoment-Zugewinn und die gewonnene Durchzugskraft positiv zu Buche schlagen. So stehen über ein beachtliches Drehzahlband (von 5.500 bis 14.500/min) mehr als 100 Nm Drehmoment zur Verfügung. Damit, flötet BMW, gelingt der neuen RR noch vortrefflicher der Spagat zwischen sportlicher Landstraßenhatz und Highperf-Runden auf der Rennstrecke als mit dem ohnehin nicht schwächlichen Vorgänger.

Blicken wir in den Motor: Je Brennraum kommen vier Ventile aus Titan zum Einsatz. Weltweit erstmalig in Serie sind die Schäfte der Einlassventile hohlgebohrt, was sich in einer Gewichtsersparnis von 10 % niederschlägt. Die Betätigung der Ventile erfolgt über leichte, drehzahlfeste und DLC-beschichtete Schlepphebel, die gegenüber dem Vorgänger um 25 % (8 statt 11 Gramm) leichter sind. Damit konnte die Maximaldrehzahl von 14.200/min auf 14.600/min angehoben werden. DLC steht für Diamond-Like-Carbon, eine extrem dauerhaltbare Beschichtung, härter als Kruppstahl und wertvoller als Gold, wenn es um die Lebensdauer hochbelasteter Reibflächen geht.

Die Zylinderlaufbahnen sind wie bisher in die obere Gehäusehälfte integriert und mit Blick auf reduzierte Reibung poliergleitgehont. Die obere Gehäusehälfte nimmt das Sechsganggetriebe auf, dessen Schaltpräzision verbessert wurde. Die Bedienkraft der selbstverstärkenden Antihopping-Kupplung konnte um ein Drittel reduziert werden. Bereits serienmäßig kommt der Schaltassistent Pro zum Einsatz.

BMW´s Inline-Four präsentiert sich leichter und kompakter. Der Antrieb der Nockenwellen erfolgt direkt von der Kurbelwelle aus, auf das bisherige Zwischenrad konnte verzichtet werden. Das Vorgelege zur Drehzahlhalbierung befindet sich nun direkt im Zylinderkopf. Außerdem sind Öl- und Wasserpumpe kompakt zusammengefasst. Auch die Verschlauchung von Wasser- und Öl-Kühlkreislauf konnte reduziert und zudem sturzunempfindlich gestaltet werden. Zur Reduzierung der Baubreite um 12 mm findet sich auf der Kurbelwelle nur noch ein Zahnrad, da das Vorgelege des Anlassers direkt in das Kupplungs- beziehungsweise Primärzahnrad eingreift. Der Anlasser ist auf der Gehäuseoberseite hinter den Zylindern positioniert. Die Erkennung der Kurbelwellenposition erfolgt nun über die Lichtmaschine. Für eine verringerte Motor-Bauhöhe wurde die Länge der aus Vergütungsstahl gefertigten Pleuel um 4 auf 99 mm reduziert. Gleichzeitig wiegen die Pleuel 10 % weniger als zuvor.

ShiftCam sorgt zwar für ein Kilo Mehrgewicht, trotzdem wiegt der Vierzylinder insgesamt 4 kg weniger als zuvor. Zudem sitzt dieser jetzt um 7,5 mm nach links versetzt im Rahmen und die Spur der Sekundärkette wurde um 5 mm nach links gerückt. Die Ölversorgung erfolgt wie bisher mittels Nasssumpfschmierung, jedoch wurde der Ölwannenkiel zu Gunsten höherer Betriebssicherheit auf der Rennstrecke nochmals tiefer gezogen. Für eine kompaktere Bauweise erfolgt die Kupplungsbetätigung nun von der rechten Motorseite aus.

Tricky: ShiftCam-Einlaßnockenwelle.

Auch die neue RR erhielt ein Voll-E-Gas-System, also einen »elektronischen Gasgriff«. Nach wie vor ist das Triebwerk mit variablen Ansauglängen ausgestattet. Dabei wird über einen auf der Airbox angebrachten Stellmotor die Länge der Ansaugtrichter kennfeldgesteuert in zwei Stufen variiert. Ab Drehzahl 11.700/min werden die kurzen Ansaugwege freigegeben, zur Erzielung maximaler Leistung; darunter die längeren Ansaugtrichter. Auch Airbox sowie Luftzuführung sind neu konzipiert. Mit den neu gestalteten Einlasskanälen sowie ShiftCam konnten Füllung und Ladungswechsel effektiver gestaltet werden.

Die Abgasanlage wurde ebenfalls neu gezeichnet; diese ist wie bisher aus Edelstahl gefertigt und verfügt über zwei Dreiwege-Katalysatoren. Resultat: Optimierte Ladungswechsel, weiter gesteigertes Drehmoment im mittleren Bereich sowie mehr Leistung. Hinzu kommt eine Gewichtseinsparung von rund 1,3 kg, erreicht auch durch die Reduzierung der Blechdicke auf 0,5 bis 0,8 mm.

BMW unterscheidet die Fahrmodi-Welten für die Landstraße und für die Rennstrecke. Serienmäßig sind die vier Fahrmodi Rain, Road, Dynamic und Race. Mit der Sonderausstattung „Fahrmodi Pro“ kommen die zusätzlichen Fahrmodi Race Pro 1, Race Pro 2 und Race Pro 3 hinzu. Ebenfalls serienmäßig an Bord ist die neueste Generation der Dynamischen Traktionskontrolle DTC mit 6-Achs-Sensoreinheit, Schräglagensensorik und Feinjustierung – für mehr Sicherheit und Performance beim Beschleunigen.

Die DTC verfügt über vier Grundeinstellungen für die Fahrmodi Rain, Road, Dynamic und Race sowie eine (Anti-)Wheelie-Funktion. Mit der Sonderausstattung Fahrmodi Pro steht bei der (Anti-)Wheelie-Funktion zusätzlich eine Feinjustierung (+/- Shift) zur Verfügung. Diese erlaubt über die Vorderrad-Abhebeerkennung die Unterdrückung beziehungsweise Begrenzung von Wheelies mit dem Ziel maximaler Beschleunigung.

Serienmäßig verfügt die neue RR über zwei Gaskennlinien, die fest mit den Fahrmodi Rain, Road, Dynamic und Race verknüpft sind:

  • Rain: Gasannahme weich, Antriebsmoment in den unteren Gängen reduziert.
  • Road: Gasannahme optimal, Antriebsmoment in den unteren Gängen reduziert.
  • Dynamic: Gasannahme optimal, Antriebsmoment in den unteren Gängen reduziert.
  • Race: Gasannahme optimal, maximales Antriebsmoment in allen Gängen.

Unter Race Pro 1-3 kann zusätzlich ein drittes Setting gewählt werden. Die Gasannahme ist dann weich, das Antriebsmoment in allen Gängen maximal. Als weiteren Bestandteil bietet hier „Engine Brake“ in den Race-Pro-Modi eine dreifache Einstellbarkeit des Motorschleppmoments im Schubbetrieb.

Die Funktion Hill Start Control soll Anfahren am Berg vereinfachen. Die aufpreispflichtige Option Hill Start Control Pro bietet die Zusatzfunktion Auto HSC. Über das Einstellmenü kann damit individualisiert werden, dass die Haltebremse am Gefälle (größer +/- 5 %) nach der Betätigung des Hand- oder Fußbremshebels nach dem Stillstand automatisch aktiviert wird.

Der Schaltassistent Pro ermöglicht Hochschalten ohne Kupplungbetätigung und erlaubt Beschleunigen nahezu ohne Zugkraftunterbrechung, und dazu das Herunterschalten ohne Kupplungs- oder Drosselklappenbetätigung. Damit sind schnelle Schaltvorgänge möglich und die Kupplungsbetätigung reduziert sich auf ein Minimum. Für den Betrieb auf der Rennstrecke kann das Erste-Gang-unten-Schaltschema mit wenigen Handgriffen umgestellt werden (auf erster Gang oben).

Die Launch Control soll Trackday-Freaks bei Rennstarts unterstützen. Die Aktivierung erfolgt im Stillstand bei laufendem Motor im Leerlauf durch Drücken des Startknopfes über mehr als drei Sekunden. Im Display erscheint dann eine Anzeige. Aus technischer Sicht begrenzt die Launch Control das Drehmoment des Motors, so dass beim Anfahren im ersten Gang das maximal übertragbare Antriebsmoment am Hinterrad anliegt. Auch im zweiten Gang wird das Drehmoment des Motors der Übersetzungsänderung entsprechend korrigiert, so dass in der Startphase weiter das maximal übertragbare Antriebsmoment am Hinterrad anliegt. Der einstellbare Pit-Lane-Limiter ermöglicht in jedem Fahrmodus eine Begrenzung der Geschwindigkeit beim Befahren der Boxengasse.

Fahrwerk: Im neuen Flex-Frame-Aluminiumrahmen kommt dem Motor eine stärkere mittragende Funktion zu; dafür wurden die beiden Rahmenoberzüge, die Lenkkopfpartie sowie die Motoraufnahmen neugestaltet. Ziel war, durch das Zusammenspiel aus Fahrgeometrie, Radlastverteilung, Gewichtsoptimierung und Krafteinleitung in die Motorstruktur eine Steigerung der Fahrdynamik zu erreichen. Dazu trägt auch die neue Full Floater Pro Kinematik der hinteren Radaufhängung bei. Der Hauptrahmen ist weiter als Schweißkonstruktion aus vier im Kokillengussverfahren gefertigten Elementen ausgeführt und integriert den wie bisher um 32 Grad vorgeneigten Motor. Der erhöhte Anteil des Triebwerks innerhalb des Chassisverbundes erlaubt eine Gewichtseinsparung am Rahmen um 1,3 kg. Neu und leichter fällt dazu der Heckrahmen aus Aluminium-Rundrohren aus.

Der Gesamtverbund aus Hauptrahmen, Heckrahmen und Schwinge für das angestrebte Wechselspiel aus Steifigkeit und Flexibilität wurde neu berechnet, daher die Bezeichnung Flex Frame. Die schmale Gestaltung erlaubt es, die Breite im Bereich der für guten Knieschluss relevanten Teile um 13 bis 30 mm zu reduzieren, was eine geringeren Spreizung der Oberschenkel und damit eine entspanntere Fahrhaltung zur Folge hat. Ein neuer, nun einteilig mit der Gabelbrücke verbundenen Lenker wurde im Hinblick auf Pfeilung und Kröpfung optimiert. Änderungen im Bereich der Sitz- und Heckpartie bewirken ebenfalls ergonomische Optimierungen, wie mehr Bewegungsfreiheit bei sportlicher Fahrweise. Für den Renneinsatz ist die Montage herkömmlicher Stummellenker möglich.

Das Auge fährt mit, auch in funktionellen Details. Verstellbare Schwingenlagerung.

Als Sonderausstattung ab Werk kann die RR mit der nächsten Generation des elektronischen Fahrwerks DDC (Dynamic Damping Control) ausgerüstet werden. Das System erfordert laut BMW keine Kompromisse beim Fahrwerkssetup. Dafür sorgt eine neue Ventil- und Regeltechnologie. Für ambitionierte Rennsporteinsätze ist zudem ein Shim-Paket zur gezielten Anpassung verfügbar.

Die neue Konstruktion des Hauptrahmens gestattet es, Tank und Bauteile im Sitzbereich für bessere Abstützung und Knieschluss deutlich schmaler zu gestalten. Einer Sportfahrer-Ergonomie zuträglich sind zudem optimierte Kontaktflächen sowie das Dreieck zwischen Lenker, Sitzfläche und Fußrasten.

Beim Fahrwerk waren primäre Zielsetzungen, Handlichkeit, Feedback und Fahrpräzision weiter zu steigern und den mechanischen Grip des Hinterrads zu erhöhen. So wurde der Lenkkopfwinkel mit angepasstem Offset der Gabelbrücken um 0,4° steiler auf nun 66,9° gestellt. Der Nachlauf verringert sich auf 93,9 mm (vorher 96,5 mm). Gleichzeitig erfolgte eine Verlängerung des Radstands um 9 auf nunmehr 1.441 mm. Die Länge der neuen Hinterradschwinge mit Unterzügen beträgt 606,6 mm. Mit 197 kg fahrfertig vollgetankt ist die neue RR 11 kg leichter als vorher. Auch die Gewichtsverteilung wurde geändert – die Vorderradlast wurde von 52,3 auf 53,8 % erhöht.

Schwinge neu konstruiert und leichter.

Hand wurde auch an die Hinterradführung und die Konstruktion der Kinematik zur Anlenkung des Zentralfederbeins gelegt. So befindet sich das Federbein (mit vergrößertem Arbeitshub) nun weiter von der in einem Offset-Bereich von +2 bis -2 mm verstellbaren Schwingendrehachse entfernt. Die Unterzugschwinge ist ebenfalls neu konstruiert und nun als Kokillengussteil aus einem Stück gefertigt; diese bringt etwa 300 g weniger als bisher auf die Waage.

Ziel war, das Zentralfederbein weitestmöglich vom Motor entfernt zu platzieren, um ein Aufheizen durch die Motorabwärme zu unterbinden. Damit sind stabileres Temperaturverhalten und als Folge konstantere Dämpfungskräfte gewährleistet – gerade im Betrieb auf der Rennstrecke. In Kombination mit der neuen Schwinge und deren optimierter Krafteinleitung ergeben sich zudem Vorteile für den Hinterradreifen, nämlich mehr Grip und schonender Umgang mit dem Pneu, was sich auf die Rundenzeit wie auch über längere (Renn-) Distanzen positiv bemerkbar machen soll.

Das Zentralfederbein wartet mit einstellbarer Federbasis, Dämpfungs-Zug- und Druckstufe auf. Nach wie vor sind Zug- und Druckstufe für die Abstimmung über eine anwenderfreundliche Skalierung von zehn Klicks einstellbar. Der Gesamtfederweg an der Hinterachse beträgt 117 mm (bisher 120 mm). Die Federbeinübersetzung ist von 1,9 auf 1,6:1 geändert, dazu der Hauptkolben am Stoßdämpfer auf 46 mm Durchmesser vergrößert. Beides erzeugt einen größeren hydraulischen Volumenstrom und geringere Arbeitsdrücke. Darüber hinaus wurde das Federbein reibungsoptimiert (anodisiert) und verfügt über eine nasslaufende Kolbenstangenführung sowie einen per Teflonband gelagerten Trennkolben. Davon profitieren Komfort und Performance, da das Ansprechverhalten verbessert wird und der Kraftaufbau im Federbein präzise und ohne Einfluss von Leckagen stattfindet.

Die Vorderradführung übernimmt eine Upside-Down-Gabel mit 45 mm (bisher 46 mm) Gleitrohrdurchmesser. Diese ist mit Closed-Cartridge-Einsätzen (separate hydraulische Kolben-Zylinder-Systeme) ausgerüstet und verfügt über Einstellmöglichkeiten für Federbasis sowie Dämpfungs-Zug- und -Druckstufe. Der Gesamtfederweg beträgt 120 mm. In der Summe fällt die neue Vorderradführung der RR rund 300 g leichter aus als bisher.

Auch die neue RR kann optional gegen Aufpreis mit dem elektronisch geregelten DDC-Fahrwerk (Dynamic Damping Control) ausgerüstet werden. Die Dämpfung des DDC einer neuen Generation wird über konventionelle, Shim-bestückte Kolben erzeugt. Jedoch wird die maximale Dämpfung bei Bedarf reduziert. Das DDC-Ventil sitzt im Bypass des Kolbens und kann die Dämpfungskräfte quasi in Echtzeit aufbauen (Einstellzeit ~10 ms) – ohne Einbußen in der Rückmeldung.

Der DDC-Dämpferkolben ist mit einem konventionellen mechanischen Shim-Paket bestückt. Der Ölstrom fließt parallel durch den „beshimten“ Kolben (Ø 46 mm) und einen elektrisch einstellbaren Bypass. Ist das elektrisch bestromte Ventil geschlossen, fließt das Öl nur durch den konventionellen Kolben. Dies hat den Vorteil, dass die maximale Dämpfung erzeugt wird. Je nach Fahrmodus und Geschwindigkeit fährt das elektronisch gesteuerte Ventil auf der entsprechenden Kennlinie. In einer Zeit von 10 ms wird die Bestromung angepasst und die entsprechende Dämpfung erzeugt. Grundsätzlich ist die Dämpfung für die Landstraße auf Komfort und Stabilität ausgelegt. Das DDC Shim-Paket entspricht einem mechanisch aufgebauten und bestückten Ventil. Dies hat den Vorteil, dass zumindest Fahrwerksspezialisten das Fahrwerk auch an die Bedürfnisse der Fahrer anpassen können.

Kratz, schleif…

Wissenswerter Unterschied: Die DDC-Dämpfungsventile des Vorgängers waren in Serie geschaltet. Der Volumenstrom floss durch den konventionellen und elektrisch einstellbaren Dämpfungsanteil. Die konventionelle Dämpfung war die geringste Dämpfung, die dargestellt werden konnte. Mit dem elektrischen DDC-Ventil wurde die Dämpfung erhöht. Dies führte aber zu dem Nachteil, dass der Kompromiss zwischen Komfort- und hoher Dämpfung tendenziell zu einer Unterdämpfung und zum Pumpen des Fahrwerks führen konnte.

Zusammengefasst: Das mechanische Ventil des neuen DDC kann auf die maximale Dämpfung appliziert werden. Der Vorteil für die Rennstrecke sollte eine perfekte Dämpfung sein. Für die Landstraße kann auf der entsprechend soften „Dämpfungs-Kennlinie“ geregelt werden. Die nötigen Anpassungen erfolgen schneller als man für möglich hält.

Die DDC-Grundeinstellungen sind mit den Fahrmodi Rain, Road, Dynamic und Race verknüpft. Im Rain- und Road-Modus liegt der Abstimmungsschwerpunkt der DDC auf einer satten, sportlich komfortablen Dämpfung. Der Einsatzbereich dieser DDC-Dämpfungscharakteristik „Straße“ ist vorzugsweise für die Landstraße mit schlechtem bis gutem Asphaltbelag gedacht. Der Fahrmodus Dynamic hat sehr gut ausgebaute Landstraßen im Visier. Hierfür steht die DDC-Dämpfungscharakteristik „Straße dyn.“ zur Verfügung. Im Race-Fahrmodus wird die Grunddämpfung für den Rennstreckenbetrieb nochmals angehoben und arbeitet mit der Charakteristik „Track“. Darüber hinaus kann die Fahrwerksabstimmung in allen Fahrmodi individualisiert werden. Analog zu einer mechanischen Verstellung hat der Kunde die Möglichkeit, das Fahrwerk ganz einfach per „Klick“ im Konfigurations-Menü weicher oder straffer zu justieren.

Mit dem Ziel größtmöglicher Gewichtsreduzierung entstanden neue 17 Zoll-Leichtmetallräder, die insgesamt 1,6 kg einsparen helfen. Die reduzierten rotierenden Massen schlagen sich in verbessertem Beschleunigungs- und Bremsverhalten als auch in optimierten Handling nieder. Im Rahmen optionaler Sonderausstattung sind neben den Aluminium-Gussrädern nochmals leichtere M Schmiederäder und auch M Carbonräder erhältlich.

Brembo? Nimmer.

Bislang verbaute BMW Brembo-Bremszangen. Nun arbeiten vorne zwei radial angeschlagene No-Name-Vierkolben-Festsattelzangen mit 320 mm-Stahlbremsscheiben, die 4,5 mm dick sind und summiert 0,5 kg weniger wiegen als bisher. Hinten sorgt ein Einkolben-Schwimmsattel zusammen mit einer 220 mm-Stahlbremsscheibe für Verzögerung. Das für die einzelnen Fahrmodi neu abgestimmte ABS Pro ist nun serienmäßig an Bord.

Das ABS Pro verhindert auch bei Schreckbremsungen in Schräglage das Blockieren der Räder und damit die Sturzgefahr. In den Race Pro-Fahrmodi ist die ABS-Funktion jeweils fünffach einstellbar. Als Bestandteil der Aufpreis-pflichtigen Sonderausstattung „Fahrmodi Pro“ unterstützt der Dynamische Bremsassistent DBC (Dynamic Brake Control) den Fahrer zusätzlich bei Bremsmanövern. DBC bietet mehr Sicherheit beim Bremsen auch in schwierigen Situationen durch Vermeidung einer unbeabsichtigten Gasbetätigung. Sobald bei einer Bremsung die Sensorbox einen gewissen Verzögerungswert liefert, wird ein gleichzeitiger Beschleunigungswunsch des Fahrers als unplausibel erkannt und ein Öffnen der Drosselklappen unterbunden. Dadurch bleibt das Motorrad stabil und der Bremsweg wird verkürzt.

Inspirierend.

Das Drumherum plus Elektrik und Elektronik. Schnelles Hoch- und Herunterschalten ohne Kupplung ermöglicht der Schaltassistent Pro, der serienmäßig an Bord ist, ebenso wie die vier Fahrmodi Rain, Road, Dynamic und Race. Wer tiefer in die Trackday-Welt eintauchen möchte, kann mit der Sonderausstattung „Fahrmodi Pro“ über drei zusätzliche, frei programmierbare Fahrmodi (Race Pro 1- 3) verfügen. Hier können Regelfunktionen wie Traktionskontrolle DTC, ABS, Wheelie-Erkennung oder auch die passende Gaskennlinie (zur Drehmomentanpassung) oder Engine Brake individuell angepasst werden. Weitere Features der Sonderausstattung „Fahrmodi Pro“ umfassen die Launch Control sowie einen konfigurierbare Pit-Lane-Limiter

Hochgestochene Regelqualität übernimmt eine neue 6-Achsen-Sensorbox. Damit verfügt  die neue RR serienmäßig über ABS Pro (für sicheres Bremsen auch in Schräglage) sowie die dynamische Traktionskontrolle DTC. Die DTC beinhaltet neben der Traktionskontrolle auch die serienmäßige DTC Wheelie-Funktion. Neu ist die erstmals individuell einstellbare DTC Wheelie-Funktion als aufpreispflichtige Sonderausstattung ab Werk.

Das neue 6,5 Zoll große TFT-Display im Cockpit bietet Bildschirmdarstellungen für verschiedene Einsatzzwecke und lässt sich laut BMW selbst unter schwierigen Lichtverhältnissen gut ablesen. Der sogenannte Pure-Ride-Screen bietet alle notwendigen Infos für den Straßenbetrieb, während drei Core-Screen-Darstellungen für den Betrieb auf der Rennstrecke ausgelegt sind und beispielsweise den Drehzahlmesser analog (Core 1 und 2) als auch in Form eines Balkendiagramms (Core 3) darstellen. Das Display ist mit dem Multicontroller an der linken Lenkerarmatur verknüpft und lässt sich schnell und einfach bedienen.

Neben der digitalen Anzeige von Geschwindigkeit, Drehzahl, gewählten Fahrmodi, Einstellungen für ABS Pro, DTC und DDC sowie den Menüs lassen sich (abhängig von vorhandener Sonderausstattung) über das Display etliche Informationen abrufen, zum Beispiel:

  • Aktuell gefahrene Schräglage links/rechts.
  • Maximal erzielte Schräglage links/rechts.
  • Aktuell erzielte Verzögerung in m/s2.
  • Maximal erzielte Verzögerung in m/s2.
  • Drehmomentreduzierung durch DTC.
  • Speedwarning (bei Überschreitung einer vorab festgelegten Geschwindigkeit).
  • Durchschnittsgeschwindigkeit.
  • Durchschnittsverbrauch.
  • Trip 1 und 2.
  • Restreichweite.
  • Gesamtkilometer.
  • Tankfüllstand.

Für Trackdayfahrer bietet das Instrument weiteres aufrufbares Datenmaterial in verschiedenen Display-Anzeigeformaten:

  • Rundenzeit und Rundendistanz.
  • Rundenspezifische Geschwindigkeiten (min, max, Durchschnitt).
  • Aktiver Fahrmodus je Runde.
  •  DTC-Einstellungswert je Runde.
  •  Schräglagenwinkel links/rechts.
  • Schräglagenmaxima links/rechts je Runde.
  • Maximale DTC-Drehmomentreduktion je Runde.
  • Maximale Verzögerung je Runde.
  • Anzahl Schaltvorgänge je Runde.
  •  Durchschnittliche Gasdrehgriffstellung je Runde.
  • Summe Runden, Gesamtfahrdauer und Gesamtdistanz.
  • Best-Ever-Lap.

und etliches mehr.

Splitface, jetzt aber symmetrisch.

Die Leuchteinheiten der 2019er RR basieren auf neuester LED-Technik. Dazu zählen der Hauptscheinwerfer, das Positionslicht, die Blinkleuchten vorne, die Rückleuchte sowie die Instrumentenkombi mitsamt Kontrollleuchten. Die integrierten Positionslichter im LED-Scheinwerfer verstärken das Erscheinungsbild und wurden in ihrer Leuchtstärke so gewählt, dass sie nicht als Tagfahrlicht homologiert werden mussten. Die vorderen Blinkleuchten sind in die Rückspiegel integriert. Durch die höhere Positionierung wird die RR für die anderen Verkehrsteilnehmer besser wahrnehmbar. Für den Trackdaybetrieb nach dem Abbau ist die RR in kürzester Zeit „ready for track use“.

Weiteres praxisgerechtes Detail ist das Komfortblinken. Hierbei wird der Blinker automatisch in die Neutralstellung gebracht, kann also nicht mehr vergessen werden. Auch die Leuchteinheiten am Heck sind neu entwickelt. Kennzeichenträger sowie Blink- und Kennzeichenleuchten bilden eine Einheit nach der Devise »all-in-one« und sind ebenfalls rasch demontiert. Zudem ist die Funktion von Brems- und Schlusslicht in die Blinkleuchten integriert. Die Heckleuchten-Signatur macht die RR im Nachterscheinungsbild leicht als BMW erkennbar.

Design. Auch der optische Auftritt lässt sich formensprachlich in die mittlerweile dritte Generation einordnen. Die Frontansicht der neuen RR zeichnet eine schmale und schlanke Silhouette. Das typische Splitface der Vorgänger wurde weiter entwickelt. Die Gestaltung mit Flächenverläufen und nur einer Fuge sorgt für optimale Umströmung und damit eine bessere Aerodynamik. Zwischen den lackierten Flächen sitzt in T-Form der Lufteinlasskanal. Erstmals zeigt das Splitface keine Asymmetrie mehr, die bisher in der unterschiedlichen Geometrie der Leuchtenfunktionen begründet lag. Die integrierten Frontleuchten erfüllen alle gesetzlichen Anforderungen. Durch den Einsatz von LED-Technik ohne Reflektoren liesssen sich Abblend- und Fernlicht in einem kompakten Element realisieren, was die symmetrische Ausführung der Leuchten begründet. Eingefasst vom Positionslicht in U-Form bewirkt die Lichtsignatur einen hohen Wiedererkennungswert.

Heck mit integrierten Griffmulden, Funktion von Brems- und Schlusslicht in die Blinkleuchten integriert.

Der Heckrahmen ist als leichter Rohrrahmen aus Aluminium ausgeführt. Die Griffe für den Sozius sind integriert an der Unterseite des Hecks. Zwei Farben stehen zur Auswahl: Racingred uni und BMW M; letztere greift die Motorsportfarben (Racing blue, Lightwhite uni, Racingred uni) auf.

Sonderausstattung und Zubehör. Wie üblich bietet BMW jede Menge aufpreispflichtige Extras. Sonderausstattungen werden ab Werk geliefert und sind in den Fertigungsablauf integriert. Sonderzubehör montiert der Händler oder der Kunde selbst. Damit kann das Motorrad auch nachträglich ausgerüstet werden.

Sonderausstattungen:

  • M-Paket: Fahrmodus Pro, Sportlackierung, M Carbonräder, M Light Weight Batterie, M Sportsitz, M Chassis Kit mit Heckhöherlegung und Schwingendrehpunkt.
  • Dynamik-Paket: DDC nächste Generation Dynamic Damping Control, Heizgriffe, Temporegelung.
  • Race-Paket: Fahrmodus Pro, M Schmiederad, M Light Weight Batterie, M Chassis Kit mit Heckhöherlegung und Schwingendrehpunkt.
  • Diebstahlwarnanlage.
  • Soziussitzabdeckung.
  • RDC
  • E-Call

Sonderzubehör:
• M Performance Parts.

  • M Achsprotektoren
  • M Carbon Airbox-Abdeckung
  • M Carbon Hinterrad
  • M Carbon Vorderrad
  • M Carbon Kettenschutz
  • M Carbon Radabdeckung hinten
  • M Carbon Radabdeckung vorn
  • M Carbon Ritzelabdeckung
  • M Carbon Tankblenden
  • M Carbon Verkleidungsseitenteil oben
  • M Datenlogger
  • M Fahrer-Fußrasten
  • M Fahrer-Fußrastenanlage
  • M Sportsitz
  • M Sportsitz hoch
  • M Sportsitz niedrig
  • M Sozius-Fußrasten
  • M Handbremshebel klappbar
  • M Fernverstellung für Bremse
  • M Handbremshebelprotektor
  • M Kettenspanner
  • M Kupplungshebel klappbar
  • M Kupplungshebelprotektor
  • M Light Weight Batterie
  • M Montageständeraufnahme
  • M Motorprotektor
  • M Öleinfüllstutzen
  • M Cover Kit
  • M Gabelschelle für Stummellenker
  • M Schmiederad hinten
  • M Schmiederad vorne

Stauraumprogramm:

  • Faltrucksack
  • Hecktasche, 20l
  • Tanktasche, 1,5 l
  • Satteltaschen, 21l
  • Tasche für Smartphone
  • Tankrucksack, 10 l
  • Tasche für Soziussitz, 10l
  • Ergonomie und Komfort.
  • Nachrüst-Set Fahrmodi Pro
  • Nachrüst-Set Heizgriffe
  • Soziussitz
  • Windschild getönt
  • Windschild hoch
  • Windschild hoch, getönt
  • Sicherheit.
  • Bremsscheibenschloss mit Diebstahlwarnanlage
  • Nachrüst-Set Diebstahlwarnanlage
  • Schutzfolie für 6,5-Zoll-TFT-Display
  • Erste-Hilfe-Set groß
  • Erste-Hilfe-Set klein
  • Nachrüstung Temporegelung
  • Kühlerschutzgitter
  • Nachrüst-Set RDC

 

Die Fakten nochmal auf einen Blick:

  • Neu entwickelter Vierzylinder-Reihenmotor mit ShiftCam zur Variierung der Ventilsteuerzeiten und Ventilhübe auf der Einlassseite, 4 kg leichter.
  • Mehr Leistung und Drehmoment: 152 kW (207 PS) bei 13.500/min und 113 Nm bei 11.000/min.
  • Mindestens 100 Nm Drehmoment von 5.500 bis 14.500/min.
  • Lineare Drehmomentkurve: bessere Fahrbarkeit und Beherschbarkeit durch gesteigertes Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich.
  • Flex-Frame-Fahrwerk, bei dem der Motor eine stärkere mittragende Funktion übernimmt.
  • Verbesserte Ergonomie.
  • Fahrwerksgeometrie für besseres Handling, gesteigerte Traktion und klares Feedback im Grenzbereich.
  • Elektronische DDC-Dämpfungsanpassung (Dynamic Damping Control) mit neuer Ventilgeneration als Sonderausstattung.
  • 300 g leichtere Hinterradaufhängung mit Full Floater Pro Kinematik.
  • Gewichtsreduzierung um 11-14,5 kg auf 197 kg vollgetankt (DIN leer) und 193,5 kg mit M Paket.
  • Neue 1,3 kg leichtere Abgasanlage mit Vorschalldämpfer.
  • Neue 6-Achsen-Sensorbox.
  • Weiterentwickelte Dynamische Traktionskontrolle DTC serienmäßig.
  • DTC Wheelie-Funktion serienmäßig.
  • Einstellbare (+/- Shift) DTC Wheelie-Funktion als Sonderausstattung.
  • Engine Brake Funktion einstellbar.
  • ABS Pro serienmäßig für mehr Sicherheit beim Bremsen, auch in Schräglage.
  • Fahrmodi Rain, Road, Dynamic und Race serienmäßig sowie Sonderausstattung „Fahrmodi Pro“ mit drei konfigurierbaren Fahrmodi „Race Pro 1-3“ zur individuellen Anpassung an die Einsatzbedingungen.
  • Launch Control für perfekte Starts als Sonderausstattung „Fahrmodi Pro“.
  • Pit-Lane-Limiter für exakte Boxengassen-Temporegulierung mit Sonderausstattung „Fahrmodi Pro“.
  • Schaltassistent Pro für schnelles Hoch- und Runterschalten ohne Kupplung serienmäßig.
  • Schaltschema mit wenigen Handgriffen umkehrbar.
  • Elektronische Temporegelung als Sonderausstattung ab Werk.
  • Instrumentenkombination mit 6,5 Zoll TFT-Display und einem Pure-Ride- sowie drei Core-Screens serienmäßig.
  • LED-Leuchteinheiten rundum.
  • Blinkleuchten mit neuer Funktion „Komfortblinken“.
  • Farben Racingred uni und Weiss/M Motorsport-Farbgebung.

Technische Daten BMW S1000RR, Modell 2019

Motor: Wassergekühlter Reihenvierzylinder, Hubraum 999 cm3, Bohrung/Hub 80/49,7 mm, Nennleistung 207 PS (152 kW) bei 13.500/min,  Drehmoment 113 Nm bei 10.500/min, Verdichtung 13,3:1, Super(plus) bleifrei, Oktanzahl 95-98 (ROZ), Ventil-/Gassteuerung DOHC (double overhead camshaft), Ventilbetätigung über Einzelschlepphebel und variable ShiftCam Einlass-Nockenwellensteuerung, 4 Ventile pro Zylinder, Ø Ein-/Auslass 33,5/27,2 mm, Drosselklappen-Ø 48 mm, Motorsteuerung BMS-O, Abgasreinigung geregelter Dreiwegekatalysator.

Elektrische Anlage: Lichtmaschine 450 W, Batterie 12 V/8 Ah, Abblendlicht LED-Doppelscheinwerfer in Freiformtechnik , Fernlicht LED Freiformfläche/Modulbauweise, Elektrostarter 0,8 kW.

Kraftübertragung/Getriebe: Selbstverstärkende Mehrscheiben-Anti-Hopping-Ölbadkupplung, mechanisch betätigt, klauengeschaltetes Sechsganggetriebe, Primärübersetzung 1,652, Übersetzung Gangstufen: 1. Gang 2,647, 2.Gang 2,091, 3. Gang 1,727, 4.Gang 1,500 5. Gang 1,360, 6. Gang 1,261. Hinterradantrieb Kette, Sekundärantrieb 2,647.

Fahrwerk: Aluminium-Brückenrahmen, Motor mittragend, Upside-Down-Teleskopgabel, Gleitrohr-Ø 45 mm, Federvorspannung, Zug- und Druckstufe einstellbar, Sonderausstattung DDC (elektronisch einstellbare Dämpfung). Aluminium-Unterzug-Zweiarmschwinge mit Zentralfederbein, Federvorspannung, Zug- und Druckstufe einstellbar, mit Sonderausstattung DDC (elektronisch einstellbare Dämpfung)Federweg vorne/hinten 120/117 mm, Nachlauf 93,9 mm, Radstand 1.441 mm, Lenkkopfwinkel 66,9 Grad.

Bremse/Reifen vorne: Doppelscheibenbremse, schwimmend gelagert, Ø 320 mm, radiale Vierkolbenfestsättel, hinten Einscheibenbremse, Ø 220 mm, Einkolbenschwimmsattel, ABS Pro (teilintegral, abschaltbar), DTC Traktionskontrolle,  Aluminiumgussräder, Aluminium-Schmiederäder als Sonderausstattung im Race-Paket, Carbonräder als Sonderausstattung im M-Paket, Felgenmaße vorne 3,50 x 17 Zoll, hinten 6.00 x 17 Zoll, Reifen 120/70 ZR 17 vorne und 190/55 ZR17 hinten.

Maße/Gewichte: Gesamtlänge 2.073 mm, Gesamtbreite mit Spiegeln 846 mm, Sitzhöhe 824 mm, DIN Leergewicht fahrfertig vollgetankt 197 kg, mit Sonderausstattung Race Paket 195,4 kg, mit Sonderausstattung M-Paket 193 kg, zul. Gesamtgewicht 407 kg, Tankinhalt 16,5 l.

Fahrdaten: Verbrauch (nach WMTC) 6,4 Liter auf 100 km, Beschleunigung 0-100 km/h in 3,1 sec., Höchstgeschwindigkeit über 200 km/h.

Fotos: BMW, Buenos Dias

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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