Durchgeblättert: LSL-Katalog 2017

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Heute ist ein beschaulicher Tag. Genug Zeit, den 2017er LSL-Katalog zu durchblättern. 132 Seiten, 465 Gramm schwer, Klebebindung, cleanes Design. Auf den ersten Seiten geht es um Allgemeines, Mitarbeiter, Racing, Clubman-Umbauten und Gabel-Kits samt gefrästen Gabelbrücken für ein paar Briten und Italiener, für die der Kopf der Zubehörfirma, Jochen Schmitz-Linkweiler, ein Faible hat. Und für die KöWe-W800 Kawa, auch wenn die kürzlich ausgelaufen ist.

Damit sind wir mitten drin im ersten großen Thema: Lenker in allen Variationen, normaler Durchmesser oder Fat-Bar, aus Aluminium oder Stahlrohr, hochglanzpoliert oder perlgestrahlt, in Schwarz, Silber, Anthrazit, Gold, Blau, Weiss oder carbonfarben. TüV-geprüft und biegefest über alle vom Gesetzgeber geforderten Mindeststandards hinaus. Realitätsbezogen geprüft nach speziellen Prüfprofilen inklusive Dauertest.

Ich zähle 8 sogenannte »X-Bar«-Lenkertypen/Formen mit 28,6 mm Ø, 14 Standardlenker in Stahl oder Aluminium mit 22,2 mm Ø sowie 11 »Starke Aluminiumlenker« sowie »Klassische Stahlrohrlenker« mit 25,4 mm Ø plus jede Menge Klemmböcke, Riser, Distanzstücke und alles was zur Befestigung gehört, inklusive einer Bohrschablone, auf die der Gasgriffsalat schon einmal hingewiesen hat.

Bei Stummellenkern stehen drei Sport-Variationen zur Auswahl (Sport- und Speed-Match sowie Offset-High) und beim eher tourigen Tour-Match drei Ausführungen, die sich je nach Modell über oder unter die Gabelbrücke geklemmt montieren lassen, oder sogar drüber UND drunter.

Auf das Kapitel mit Alu- und Gummigriffen, Lenkergewichten und Spiegeln und Haltern in vielen Variationen folgt das Kapitel Bremstechnik. Hier gibt es verstellbare, ergonomisch geformte Brems- und Kupplungshebel in mehreren Farben, spezielle Hebel für Harleys und sogar Scooter. Dann folgen Stahlflex-Bremsleitungen und die »Brake Box«, ein ansehnlicher Flüssigkeitsbehälter für die Bremshydraulik, gefräst aus Aluminium.

Als nächstes folgen Superbike-Lenker-Umbaukits, mit allem was man benötigt, je nach Modell, sowie die 2Slide-Rastenanlagen, die längs (30 mm, in 10 mm Schritten) wie hoch (22mm) 8-fach verstellbar und schwarz eloxiert für etliche Modelle lieferbar sind, die Fixier/Schiebestücke dazu gibt es dann wahlweise in Rot, Blau, Gold, Silber oder Schwarz. Für manche Modelle sind eigens spezielle Träger oder Hebelarme realisiert worden, die als Alu-Fräskunstwerke durchgehen, zum Beispiel für BMW RnineT, HD Sportster/Roadster, Kawa ER-6, Suzuki Gladius, W650/800, Guzzi V7/V9, Yamaha XS650 oder XJR1300.

Gummierte LSL-Rasten an der Gilles-Anlage bei meiner CB1300 habe ich schon und LSL-Griffgummis sind schon da, müssen nur noch angebaut werden. Crashpads gäbe es, möchte ich aber nicht, weil ich will ja fahren und nicht stürzen. Aber was ist das? Ein gefrästes Ritzelcover für die CB1100 EX. Mmmmh, muss ich mal herausfinden, ob das evtl. passt, weil die unteren Gehäuse von luftgekühlter 11 und wassergekühlter 13 sind ja weitgehend identisch.

Die bewährte LSL-Rastenanlage mit starren Rastenaufnahmen bleibt dazu weiter im Programm, nebst einer Vielzahl geriffelter Sportrasten mit und ohne Gummierung. Unterschiedliche Rastengelenke für klappbare Ausführungen gehören ebenfalls dazu.

Nach dem LSL-Lenkungsdämpfer in zwei Ausführungen, Racing/Straße und mit passender Halterung natürlich, folgt das Kapitel Protektoren, die mit einem Impact-Einsatz als stoßdämpfendes Element ausgeführt und mit passenden Anbaukits modellspezifisch konstruiert sind. Achs-Ball für Achsen und auch Lenker runden das Angebot an Präventiv-Schutzteilen ab.

Führungsrollen zum Ansetzen von Montageständern, praxisgerecht geformt und aus Kunststoff, sind mit diversen farbigen Trägerbuchsen zu haben. Schlanke Schutzbleche für Customiser und Umbaufreaks gibt es aus Kunststoff oder Aluminium in den Größen 17 bis 21 Zoll, auch dazu passende Haltewinkel stehen zur Auswahl.

Für diverse Ducs, Guzzis, Kawas und GB-Twins werden Ledersitzbänke und Taschen feilgeboten. Gefräste Alu-Öleinfüllstutzen gibt es für die meisten Modelle von Aprilia, BMW, Honda, Kawasaki, KTM, Suzuki und Yamaha. Unter den Oberbegriff »Bodywork« passen noch gefräste Teile für Kettenschutz, Ritzelcover, Motordeckel, Bremspumpenschutz, Motorschutzplatte, Faltenbälge, diverse Rücklichter und Kennzeichenhalter.

Die beiden letzten Kapitel breiten klassische Scheinwerfer, Lampenhalter, Zündschlossträger, diverse Motogadget-Blinker, Montagezubehör und Instrumente der Firma Velona aus. Letztere vereinen ansprechende Optik und günstigen Preis; das Edelstahlgehäuse ist in Mattschwarz oder poliert erhältlich, der Zeiger wird indirekt beleuchtet, das Anzeigefeld blau illuminiert.

Also: Wer sein Motorrad umbauen, customizen, im Detail aufhübschen und funktionell optimieren möchte, mit Teilen die eine durchweg technoide, überlegt durchkonstruierte und handwerklich stimmige Anmutung ausstrahlen, macht keinen Fehler bei einem Blick in den LSL-Katalog, der gratis auf Anforderung verschickt wird. Den Katalog downloaden oder online trüffeln geht natürlich auch. LSL-Zubehör lässt sich im Direktvertrieb wie im Fachhandel erstehen.

Fotos: Buenos Dias

Kontakt: www.lsl.eu

 

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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