Salzfieber: Abenteuer in Bonneville

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Bonneville Paddock: Verirren ist unmöglich, eigentlich.

Da stehe ich also irgendwo im Salz, weil ich bei meinem ersten Run auf dem Salt Lake die Zielmarkierung übersehen habe und flatout weitergefahren bin, bis das Benzin ausging; dann rollt so ein Ami-Pickup heran und bremst sich neben mir ein. »Do you know where you are?« fragt der Kerl am Lenkrad, ein Cowboy, sonnengegerbt, kariertes Hemd, einer von der Sorte, die erstmal den Peacemaker zücken, um den Skorpion neben deinem Kopf wegzuschiessen, wenn sie dich halbverdurstet in der Wüste finden. Ich weiss nicht, was ich sagen soll. »Bonneville?« frage ich schließlich zurück, verlegen-schräg grinsend. »Yes«, lautet die Antwort, »but far out of the way….«

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Carmen und Rainer Kopp, Carl Bjorklund´s Turbo-Ducati. Klasse 1000-APS-BG: 169,143 mph. Rekord!

In Bonneville war ich 2015 erstmals, wollte das nach dem Film »The Worlds fastest Indian« unbedingt mal erleben, wie dort auf dem ausgetrockneten Salzsee Geschwindigkeitsrekorde gefahren werden. Allerdings war letztes Jahr dort tatsächlich fast ein See, es hatte geregnet, alles war überschwemmt; weil nur einen Tag vorher wurde Utah von einem Unwetter heimgesucht und das Racing-Event dann abgesagt. Ein paar Motorräder waren trotzdem da, ich knipste Bilder und genoss es, mal drei Tage abzuhängen und mir auszumalen, wie geil es doch wäre, hier mal selbst mitzumischen; verwarf aber den Gedanken sofort wieder, da es von Deutschland mit dem ganzen Transport-, Hotel- und Leihwagen-Hokuspokus viel zu teuer wird, um mit der eigenen Ducati ein paar Mal über den Salzsee zu glühen.

Drei Wochen vor den diesjährigen »Bonneville Speed Trials« entschloss ich mich dann kurzfristig, angestachelt von den Bildern des Veranstalters auf Facebook, ein günstiges Flugangebot wahrzunehmen und zusammen mit Carmen, meiner Liebsten, als Zuschauer und mit zwei Klappstühlen die Speedweek zu geniessen. Flug nach Wendover also, mit dem Rentalcar weiter nach Salt Lake City. Sonntag gegen Mittag treffen wir ein, und dann gleich weiter aufs Salz. Was für ein Feeling! Und wie unendlich gross dieser Salzsee ist! Erstmal eine Meile rollen, da ist der Vorstart, hier melden sich die Fahrer für eine der beiden Fahrstreifen an. Weitere vier Meilen später folgt das Fahrerlager, einer Oase mitten in der Wüste gleich. Die Messtrecke beginnt bei Meile vier und geht bis Meile fünf, die Strecke selbst geht bis Meile acht. Nicht nur zum Ausrollen sondern auch als Beschleunigungsstrecke für den „Return-Run“ .

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Unfassbares Teil: Double Duck mit Mark Bjorglund. Rekord in der Klasse 2000-A-AG, 203,74 mph. YES!

Wir laufen durchs Paddock, ich habe Souvenirbilder dabei für ein paar Fahrer, die letztes Jahr zusammen mit mir nur herumstanden. So finden wir Mark Bjorklund, der 2014 mit seinem sensationellen Ducati-Eigenbau mit zwei Monster-S4RS- Motoren einen Rekord mit knapp unter 200 Meilen (320 km/h) aufgestellt hat. Ich gebe ihm ein kleines Album, frage wie es läuft und er sagt: »Not good, my bike is running on one motor only, the rear engine has a problem«. Ich frage, ob ich vielleicht helfen kann, was Mark gerne annimmt. Zehn Minuten später läuft der Motor, der Fehler lag im Zündschloss, ein Wackelkontakt, wohl eine Auswirkung von Salz und Feuchtigkeit. Wir verlöten die Kabel, fortan ist das Zündschloss gebrückt. Da schon warmgeschraubt, stelle ich noch grob die vier Drosselklappen synchron, schmiere den Gaszug und fummele noch hier und da herum, denn diese Double Duck ist echt ein irres Teil.

Mark fährt direkt raus und stellt mit 203 Meilen einen neuen Rekord in seiner Klasse auf! Das ganze Team flippt aus und bedankt sich bei mir und ich freue mich, als Ex-Ducati-Racer etwas dazu beigetragen zu haben. Aber da steht noch so eine Art Café-Racer mit 999-Motor, Eigenbau-Fahrgestell, Lampenverkleidung und Turbolader! Der Motor jedoch geht andauernd unter 4.000/min aus und Anfahren geht gar nicht, jedesmal stirbt der Desmo-V2 ab. Es ist aber schon zu spät und wir fahren erstmal in unser Casino-Hotel zum Einchecken.

Montagmorgen gegen 7.00 Uhr sind Carmen und ich wieder da, geniessen einen phänomenalen Sonnenaufgang im Klappstuhl und mit einem riesigen Kaffee in der Hand. Kaum ist der jedoch geschlürft und die Sonne eine Handbreit gestiegen, geistert diese Turbo-Duc wieder durch meinen Schädel. Wir fahren hin und ich frage, ob ich nochmal danach gucken darf. »SEHR gerne«, sagt Mark Bjorklund. Das Motorrad gehört seinem Bruder Carl, der damit eigentlich auf Rekordjagd gehen wollte. Zwei Stunden später läuft der Apparat, zwar noch nicht sauber unter 4.000/min, aber man kann damit fahren. Marc ist hin und weg und umarmt mich vor lauter Freude.

Ich schraube noch zusammen, was ich vorher zerlegt hatte, als er mich ruft und in einen Sessel pflanzt. Eine Videokamera wird auf mich gerichtet. Shit, denke ich, was kommt jetzt, und dann bedankt sich Marc für meine Hilfe und dafür, dass er dadurch am Vortag schon sein Ziel, einen neuen Rekord aufzustellen, erreichen konnte; weil es wäre ja wohl nicht selbstverständlich, dass einer zum Urlaub mit Frau nach Bonneville kommt und dann nicht mehr aufhört zu schrauben, bis alle Motorräder laufen. Alle drumherum lachen. Ja, und weil die Turbo-Duc jetzt auch brummt, ob ich nicht vielleicht selbst damit fahren wolle….? Ich brauche etwa eine Zehntelsekunde zur Antwort: Yes, why not? Alle applaudieren, einer zahlt mir das Nenngeld (275 $ für einen zusätzlichen Fahrer, das Motorrad selbst ist ja schon genannt) und zwei Stunden später stehe ich in einem geliehenen, uralten Lederkombi ohne Innenfutter mit Tape-fixierten Reissverschlüssen an Arm und Bein und wanderstiefelähnlichen Boots plus einem Helm mit Stoner-Design am Start. Rückenprotektor oder Airbagwesten konnte ich sowieso noch nie leiden….

»Was muss ich machen?« frage ich Mark.

»Gib´ Gas und fahr immer zwischen den Fahnen durch.«

Aha. Hört sich einfach an. Als Rookie darf ich nicht bei Meile Null losfahren, sondern muss zwischen den beiden Fahrstreifen den Versorgungsweg bis zur »Mile one« rollen, um dort zu starten. Vorsichtig anfahren – es ist glatt auf dem Salz! Es sind etwa 70 Meter bis zum Fahrstreifen, dann 90 Grad nach rechts abbiegen auf die Bahn und Vollgas. Die Turbo-Duc schiebt zwar erst ganz ordentlich, dann jedoch geht ihr im 6. Gang die Luft aus. Fühlt sich an, als laufe der Motor etwas mager. Ich mache mich klein, ziehe alle Tentakel ein. Doch was ist das? Es stinkt nach Sprit. Mein rechtes Knie wird heiss, denn genau da verläuft der Auspuffkrümmer vom Turbolader. Verdammt: Brennt das schon oder warum heizt das so ein? Ich gucke kurz Richtung Knie. Nö, alles grün, also Vollgas. Aber wie weit eigentlich? Wie lange drei Meilen auf einem fremden Motorrad auf völlig ungewohntem Mondlandschaft-Untergrund sind, kann ich kaum schätzen. Ahh, da vorne kommen Flaggen, das muss der Start sein. Mit Vollgas vorbei, warten aufs Ziel. Warten. Warten. Hmm, eine Meile müsste aber jetzt rum sein….. der Motor stottert, geht aus, kein Sprit mehr. Ich rolle aus, steige vom Moped und schiebe Richtung Versorgungsweg. Jetzt kommt besagter Cowboy im Ami-Pickup und erklärt mir, dass ich bis Meile 7 durchgefahren bin. Ahhh, verstehe, in dem Moment, als ich spritschnüffelnd und am Knie aufgeheizt nach unten spähte, bin ich an den Startflaggen vorbei, habe sie nicht registriert und die Zielflaggen dann für die Startmarkierung gehalten.

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Mark, Salz-Rookie Rainer: »Gib´ Gas und fahr immer zwischen den Fahnen durch.«

Das Team holt mich ab und schleppt mich zurück ins Camp. 147 mph schnell war ich (für km/h mit 1,6 multiplizieren), 169 Meilen ist der bestehende Rekord. Ein mässiger Einstand, aber dafür habe ich jede Menge gelernt und weiss, wo wir ansetzen müssen. Nicht übel dennoch für den ebenfalls extrem abgefahrenen Turbo-Eigenbau von Marks Bruder Carl.

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Schirme und Hüte, wichtig. Und hilfreiche Seelen. Danke auch an Mitch! (blaues HD-Shirt).

Das Team, bestehend aus einem Dutzend Leuten, fragt ob Carmen und ich zum Dinner auf den Hotelparkplatz kommen, dem Motel 6. »Please come«, sagt der Schwiegervater von Carl, ein supersympathischer Menschling (wie alle anderen auch) und gerne kommen wir der Bitte nach. Genau das ist es, was Bonneville ausmacht; hier drücken nicht 30 Bekloppte nach dem Start mit mulmigen Gefühl in die erste Kurve, nein, hier geht es echt nur um den Sport. Jeder baut sein Motorrad auf und checkt in diesen fünf Tagen auf dem Salzsee ab, ob er gut und kreativ genug gebaut hat, um eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen wie derjenige, der das vorher bereits gemacht hat (und der vermutlich ja auch kein Dummkopf war.) Ich weiss nicht, wie viele Klassen es gibt, es wurden jedoch 80 neue Rekorde gefahren, ergo müssen es wohl weit über 100 Klassen sein, geteilt nach Hubraum, Eigenbau, Serienmotorrad, nackt, teilverkleidet, vollverkleidet (Streamliner), mit Benzin oder Lachgas befeuert. Früh gehen wir zu Bett, der Jetlag steckt noch in uns und wir müssen zeitig raus.

Um 06.30 Uhr am nächsten Tag stehen wir bereits wieder an der Tanke, von der aus der Asphaltstreifen aufs Salz rausführt. Um 07.00 Uhr sind alle Teammitglieder im Camp und wir machen Fotos vom Sonnenaufgang. Bizarr: Einen Tag nach meinem ersten Run auf dem Salz fühlt es sich an, als hätte ich nie etwas anderes gemacht und die Familie um mich herum wäre meine eigene. Ojeh, ich glaube, ich muss für den Rest meines Lebens jeden August wieder hier herkommen, an diesen Ort, an dem es nix gibt ausser Salz und 35 Grad Mittagshitze – und man sich grad trotzdem nichts Schöneres vorstellen kann.

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Talking Heads. Im Türkis-T: Carl, der Erbauer der Turbo-Duc.

Mit meinem Helfer Mitch absolviere ich an diesem Tag mehrere Runs. Ich gewöhne mich an das permanent durchdrehende Hinterrad bei Topspeed, optimiere meine Sitzposition, probiere schraubend dies und das und werde langsam schneller. Abends sitzen wir wieder auf dem Parkplatz am Motel, das Essen ist genial und die Stimmung bezaubernd, und am Mittwochnachmittag erreiche ich – dank der Hilfe von John, der extra 100 Meilen angereist ist, um mich mit einem Laptop mit Dynojet-Software zu beglücken – bei starkem Gegenwind 167 Meilen. Bedeutet: Ohne Wind hätte es locker zum Rekord gereicht! Auf dem Rückweg hält mich ein Offizieller am Tower an und fragt, wie denn die Fahrt bei diesem »horrible wind« gewesen sei. Ich antworte: »What wind?« Er lacht, murmelt was von »Crazy German« und es folgt ein Abbruch wegen zu starkem Wind, denn das Reglement erlaubt Rekordfahrten nur bis zu einer gewissen Windstärke.

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»Willst Du nicht fahren?« »Yes, why not.«

Ich beginne zu verstehen, dass es zum Aufstellen eines Speedrecords deutlich mehr braucht als nur geradeaus zu fahren und Vollgas zu geben. Eine Menge Faktoren müssen zusammentreffen. Grip: Das Salz darf nicht zu lose und nicht zu feucht sein. Wind: Gegenwind verhindert unter Umständen, dass man den erforderlichen Speed nicht erreicht und sich somit nicht für den Return-Run qualifiziert (bei dem man vielleicht wegen Rückenwind deutlich schneller wäre). Überhaupt spielen Wind und Wetter eine enorme Rolle. Es kann passieren, dass man sich für den Return-Run qualifiziert, aber wegen Abbruchs nicht in der festgesetzten Zeit antreten kann – dann wird der Run annulliert und man kann wieder von vorne anfangen. Wir warten über eine Stunde, der Wind flaut nicht ab, ich ziehe das Leder aus und wir fahren zurück ins Hotel. Verflixt, der Wind verschlingt kostbare Zeit, denn Morgen ist der letzte Tag..

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Sonnenaufgang, Warten auf den Run.

DONNERSTAG MORGEN, LETZTE CHANCE

04.45 Uhr: Wecker.

05.45 Uhr: Team-Treffen am Auto (im Dunkeln).

06.00 Uhr: Kaffee kaufen an der Tanke (im Dunkeln).

06.30 Uhr: Turbo-Duc ans Quad-Zugmobil hängen, Leder anziehen (im Dunkeln).

07.00 Uhr: Die Sonne geht auf – am Vorstart im Leder auf den Slot warten.

Der Fahrer, der vor mir startet, stürzt schwer; beim Lachgas-Zuschalten geht ihm der Gaul durch, das Motorrad überschlägt sich mehrfach und der bedauernswerte Kerl bricht sich beide Handgelenke. Wir haben jetzt nur noch bis Mittag Zeit, der Wind soll wieder so stark werden, dass ein erneuter Abbruch droht. Ich sage zu Mitch, dass wir den Motor erst unmittelbar vor dem Start anlassen, um unnötige Hitze, die bloß Leistung frisst, zu verhindern. Öl und Kolben müssen sich halt mit der kurzen Anfahrt bis zur Strecke zufriedengeben.

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So geht´s hin und her mit den Abschlepp-Kommandos.

Der Offizielle schwenkt Grün: Ich kann starten. Um die Bordbatterie zu schonen, überbrücken wir. Der Motor hört sich gut an in der frischen Morgenluft. Losfahren und auf die Strecke abbiegen, nicht zu zügig, sonst fällst schnell mal um. VOLLGAS! Erster Gang, Zweiter, das Hinterrad dreht durch, dritter Gang, Grip-Schlupf-Grip-Schlupf, Vierter, was für ein Eiertanz, Fünfter, der Schlupf wird weniger, sechster Gang – meist gab es hier das Problem, dass nichts mehr kommt, aber die Drehzahl steigt! Ich ziehe alle Knochen ein, Kopf runter, Hintern hoch, sehe fast nichts mehr, so tief drücke ich den Kopf hinters Cockpit, nach einer laaaaangen Messmeile dann langsam Gas weg, runterschalten, und im 90 Grad Winkel rechts abbiegen, damit der Tower mich auch sehen kann. Mitch kommt mir mit dem Quad entgegen, er strahlt über alle Backen: ÜBER 170 MEILEN! Das heisst: QUALIFIZIERT für den Return-Run!

Wir hängen die Ducati ans Quad, fahren zurück ins „Parc Fermé“, in dem zwischen den Läufen nur Tanken und Kontrollieren erlaubt sind, Setup-Änderungen nicht mehr. Alle sind komplett aus dem Häuschen, der »german wizzard« hat es doch tatsächlich geschafft, das Ding so zu würgen, dass es über 169 Meilen läuft. Als wir Sprit nachfüllen, fallen erste Regentropfen. Ich denke: Oh nein, bitte nicht. Die Wolke zieht jedoch weiter und entledigt sich ihrer Fracht neben der Strecke! Mehr Glück kann man eigentlich nicht haben. Wir beeilen uns, der Startpunkt bei »Mile 7« bedeutet, das wir mit dem Quad 11 Meilen bis dahin fahren müssen, das dauert schon eine Weile.

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Count shifts!

Beim Return-Run ist der Anlauf kürzer, der Motor zickt, es reicht gerade eben für 167 komma-irgendwas Meilen. Mitch bleibt beim Tower, weil jetzt rauchen die Köpfe. Die FIM rechnet ihre Rekorde auf den fliegenden Kilometer aus, die AMA auf die fliegende Meile. In Kilometern war ich einen Hauch schneller, offenbar wurde die Duc zum Ende hin wieder langsamer. Niemand weiss es genau, nach FIM-Regeln habe ich den Rekord, nach AMA-Rules ist es knapp. Anderthalb Stunden später erst kommt die Bestätigung der Offiziellen: Neuer Klassenrekord! Holy Shit! Geschafft, was für ein Jubel! Abends geht es in eins der Casinos in Wendover zum Buffet, wir alle schlagen uns für zwei errungene Rekorde den Bauch voll, obwohl… es geht gar nicht so viel rein, wie es dem Anlass nach gerecht gewesen wäre. Einige Leute vom Team brechen schon zur Heimreise auf, immerhin zwei Tage dauert es mit ihrem alten Truck bis nach Bellingham oben an der Grenze nach Kanada, noch hinter Seattle.

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Rainer, der ewige Ducati-Racer und Carmen: Flat-out am Salz.

Ich jedenfalls bin infiziert. Die Salzkrankheit nennen es die anderen Fahrer schmunzelnd. Mark bietet mir bereits jetzt sein früheres Motorrad mit dem einen Ducati-Testastretta-Motor an. »Das müssen wir bloss wieder zusammenbauen.« Es fehlen nur Kabelbaum, Kupplung und ein paar Kleinigkeiten. I am a Glückspilz, die Vorbereitungen laufen: für Bonneville 2017.

Text und Fotos: Rainer Kopp, www.rk-racing.de

Was vorher geschah:

Link zu Glühwein und Lebkuchen bei RK-Racing, Winter-V4-Ritt, Teil 2

Link zu Bonneville DVD-Tipp: Out of Nothing

PS vom Salatprynz: Super Rat Racing nennen sich Mark und Carl Bjorklund, die mit Ducatis übers Salz donnern. Dann gibt es noch Jason Omer und Bill Woods, ebenfalls aus der Gegend um Seattle, die sich »Sodium Distortion« auf die Verkleidung pinseln, was immer das bedeutet. Von diesen Vier handelt die wunderbare DVD »Out of Nothing«, die ihre Leidenschaft rund ums Thema Salzsee-Racing dokumentiert, was sie machen, warum und wie. Diese Produktion ist inzwischen drei oder vier Jahre alt, was den Informations- und Unterhaltungswert nicht schmälert, im Gegenteil. Die Double-Duck von Carl ist noch nicht mit drin, dafür aber Marks einmotoriger Ducati-Renner (der auf dem Cover), den Rainer dann in Bonneville 2017, wenn alles glatt geht, zu steuern gedenkt. Die DVD gibt´s bei Amazon für 10 Euro und der Content verdient ehrlich die volle Gasgriffsalat-Empfehlung.

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