Seziert: Cup KTM RC 390

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Seit 1993 ist der ADAC Junior Cup die Rennfahrerschule der Nation. 2014 wurde einheitlich mit der KTM RC390 in die Viertakt-Zukunft durchgestartet. Seither lautet die Bezeichnung »ADAC Junior Cup powered by KTM«. Startberechtigt sind 13- bis 21-jährige Nachwuchsfahrer und Fahrerinnen. Beim Red Bull-GP in Spielberg letztes WE wurde die Kooperation zwischen dem Automobilclub-Riesen und der Mattighofener Motorradl-Company um weitere drei Jahre (bis 2019) verlängert. 2017 fährt der Junior-Cup in Deutschland dann bereits ins 25. Jubiläumsjahr.

KTM RC 390 MY 2016 gestripptb_totalDas Cupbike mit 370 Kubik Hubraum ist von 44 auf 38 PS bei 9.000 Touren gedrosselt (per Gasanschlag und Mapping), das Gewicht darf 134 kg nach dem Rennen nicht unterschreiten, der Topspeed liegt um 180 km/h. WP-Gabel und -Federbein sind voll einstellbar und stammen von der Red Bull Rookies Moto3-KTM. Zu den Änderungen gehört eine vergrößerte Bremsscheibe vorne. Aus dem Power-Parts-Program stammen Akrapovic-Auspuff, Rennhöcker, verstellbare Handhebel und Crash-Pads.

Zu Saisonbeginn gehört ein Einführungslehrgang (in Magione) dazu, bei dem angeleitet von Instruktoren geübt wird. Dazu gibt es Theorie und praktische Tipps zu allem, was Neueinsteiger über Racing wissen wollen. Von der Ideallinie und Fahrtechnik bis zur Flaggenkunde, von Technik-Know-how, Verhalten an und auf der Rennstrecke bis hin zum Wo-stelle-ich-mich-im-Fahrerlager hin. Im fliegenden Klassenzimmer ist das Staunen immer groß, wie interessant Unterricht sein kann; jedenfalls kommt keiner auf die Idee, zu schwänzen.

KTM RC 390 MY 2016 stripp-bike-b

Die RC390 läuft in Indien vom Band, der fixfertige Umbau zum Cup-Racebike erfolgt bei GAP-Motorsport, der Firma von Günter Gahleitner, die auch diverse Renntrainings und Enduro-Events organisiert, in Kooperation mit KTM. Alle Teilnehmer erhielten einen großen Karton mit den nicht benötigten Serienteilen, falls sie später auf der Straße fahren oder weiter verkaufen wollen. Die Bikes sind einheitlich lackiert und beklebt, trotzdem sind alle gut voneinander zu unterscheiden, weil bei der Fahrerausrüstung alle Freiheiten eingeräumt sind, wenn man vom Helm absieht.

Tomczyk (ADAC), Pierer (KTM): Handshake auf weitere drei Jahre Junior-Cup, bis 2019.

Die Rennen finden seit 2016 leider nicht mehr im Rahmen der IDM statt, sondern verstreut auf diverse Inter-Events. Als Bonbon winkt den Erstplazierten nach der Saison eine Teilnahme an den Selektions-Testfahrten zum Red Bull Rookies Cup. Das Junior-Cup-Paket kostet in Deutschland 7290,- Euro plus 2490,- Euro für Startgelder und Einführungslehrgang. Gaststarts für Interessierte Fahrer sind möglich. Nach Junior-Cup-Vorbild gibt es inzwischen RC390-Markencups in USA, Holland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Finnland und Mexiko.

Info-Link: www.adac-motorsport.de/adac-junior-cup/de

Fotos: KTM

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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