Suzuka 8H Rennen 2016

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Hoch den Pott: Sieger Lowes, Nakasuga und Pol Espargaro.

Yamaha gewann die 39. Auflage des Coca-Cola Zero Suzuka 8 Hours-Rennen zum zweiten Mal in Folge. Katsuyuki Nakasuga, Pol Espargaro und Alex Lowes kreuzten den Zielstrich am Ende vor über 70.000 Zuschauern mit 2 Minuten und 17 Sekunden Vorsprung auf die Team Green ZX-10R von Leon Haslam, Akira Yanagawa und Kazuki Watanabe. Die Yoshimura-Suzuki von Tsuda/Brooks/Haga landete mit einer Runde Rückstand auf dem dritten Platz.

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Start: Die Kagayama-Suzuki führt die Meute in die erste Runde.

Das Rennen ging bei enormer Hitze mit Temperaturen über 30 Grad über die Bühne. Nakasuga startete von der Pole, bog als Dritter in die erste Kurve ein und kehrte aus der ersten Runde als Vierter zurück. Der Japaner hielt sich reifenbedingt zunächst etwas zurück, bevor er sich Stück für Stück nach vorne arbeitete und schließlich in der 18. Runde die Führung übernahm. Von da ab gab das Stimmgabel-Trio die Führung nicht mehr ab, sondern weiterte diese mit fortlaufender Renndauer immer weiter aus. Alex Lowes pilotierte die blaue Werks-R1 schließlich nach Einbruch der Dunkelheit über die Ziellinie.

Fight zu Beginn: Kagayama-Suzuki vor der Factory Yamaha, FCC-Honda mit Aergerter und der Yoshi-Suzuki.

Bei Rennmitte rauften die Team Green-Kawa und die Yoshimura-Suzuki sehenswert Rad an Rad um den zweiten Platz, fast in jeder Runde wechselten die Positionen.

Drama: Dominique Aergerter crashte früh mit der FCC-TSR-Honda in der Schikane und büßte bei der Reparatur an der Box 10 Runden Rückstand ein. Am Ende reichte es der blauen Fireblade noch für Platz 18. Die Kagayama-Suzuki, die zu Beginn unter Ryuchi Kiyonara die Führungsarbeit erledigt hatte, ereilte zunächst ein Plattfuß, später kosteten Probleme beim Boxenstopp weitere kostbare Zeit. Die mitfavorisierte Musashi RT Harc-Pro Honda mit Hayden, vd Mark und Co schied aus, nachdem Hayden an der Schikane mit abgestorbenem Motor gestrandet war. Zurück an der Box war keine Reparatur möglich.

P3 für den Yoshimura-Suzuki-Boliden.

Nach drei Stunden kreisten Kawasaki SRC, Honda Endurance Racing, Team R2CL, Team Bolliger Switzerland, Team April Moto Motors Events und GMT94 Yamaha innerhalb der Top Twenty. Suzukis SERT-Team bekam an dritter Position wegen eines vermeintlichen Frühstarts eine Pitlane-Penalty aufgebrummt, stürzte heftig bei der anschließenden Aufholjagd und büsste bei der notwendigen Reparatur gleich 10 Runden ein. Bis auf Platz 22 kämpfte sich das Weltmeisterteam noch zurück (von P44!), blieb aber punktelos.

Das Team Bolliger-Team aus der Schweiz mit Horst Saiger, Michael Savary und Gianluca Vizziello kämpfte sich durch und erreichte das Ziel auf P15. SRC-Kawasaki mit Gregory Leblanc, Matthieu Lagrive und Jérémy Guarnoni warf nach 6 Stunden Renndauer an 10. Position liegend das Handtuch – mit gebrochener  Hinterradachse, der entstandene Schaden liess sich nicht reparieren.

Beim YART Yamaha Official EWC Team spulte Routinier Broc Parkes die meisten Kilometer ab. Takuya Fujita absolvierte nur einen Stint, anschließend wechselte sich Parkes mit Kohta Nozane ab. Am Ende brauste das YART-Trio auf Platz 4 ins Ziel.

Neben der Yoshi-Suzu schafften es zwei weitere Suzuki-Teams in die Top-Ten: Die Moto Map Supply-GSX-R 1000 unter Nobuatsu Aoki, Josh Waters and Yoshihiro Konno eroberte nach starker Fahrt Platz 5. Yukio Kagayama, Naomichi Uramoto and Ryuichi Kiyonari schmetterten mit dem Kagayama-Gixxer auf Rang 6. Problemfrei kamen jedoch auch diese beiden nicht über die Runden. Die Kagayama-Truppe musste wegen eines Vorderreifen-Problems einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen, ruderte sich aber wieder zurück nach vorne.

8 H DE SUZUKA 2015

Team Green auf P2

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Die YART-Yamaha erkämpfte P4.

Die Honda Endurance Truppe mit Foray/da Costa/Gimbert strudelte sich von Startplatz 24 vor bis auf P8, dann leckte eine Ölleitung. Zur Reparatur kam noch eine Pitlane-Speeding-Strafe hinzu – am Ende klassierte sich das Fireblade-Trio auf Rang 13.

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Sturz und Aufholjagd, aber keine Punkte: SERT-Suzuki.

An der GMT94-Yamaha von Checa/Canepa/Mahias brach nach 4 Runden dubioserweise die Hinterradachse, was die Felge und den Schnellwechselmechanismus beschädigte. Von Platz 66 dampfte das Trio nach erfolgter Reparatur bis zur Rennhälfte auf P14 vor, mit der Hoffnung, sich weiter bis in die Top-5 zurückkämpfen zu können. Dann schlug aber ein ebenfalls ungewöhnlicher Elektrik-Fips in der Lichtanlage zu, der weitere drei Extra-Boxenstopps erforderte, bevor das Malheur endlich gefunden und repariert war. Am Ende wurde das GMT94-Team auf P14 gewertet.

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Das Honda Endurance Team beim Pitstopp.

In der WM führt noch immer das Team April Moto Motors Events, das eine Suzuki unter Gregg Black, Gregory Fastre und Alex Cudlin einsetzt. Platz 19 reichte, um das WM Punktekonto um zwei weitere Zähler aufzustocken.

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Turbulentes Rennen für GMT-Yamaha.

Das Finale der Langstrecken-WM 2016 findet nun nach einer Terminkalender-Umstrukturierung bereits in Oschersleben am 27. August statt, der Bol d´Or zählt dann bereits zur nächsten Saison. Lediglich 17 Punkte trennen die ersten Sieben der Meisterschaft, maximal 35 Punkte sind beim 8-Stundenrennen in der Magdeburger Börde noch an den Sieger zu vergeben.

8 H DE SUZUKA 2015

SRC-Kawasaki bei kleiner Inspektion.

Geht´s noch schräger? Sieger Nakasuga.

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Out nach 2 Stunden und 74 Runden mit Technikdefekt: Die werksunterstützte MuSASHi-Harc Pro-Honda.

Nachtflug: Domi Aergerter, FCC-TSR-Honda.

Nachtflug- Aergerter: Nach einem frühen Ausrutscher landete die FCC-TSR-Honda trotzdem noch auf P18.

 

 

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SUZ16_OfficialRaceResults-2Fotos: Suzuki, Honda, Kawasaki, Yamaha, GMT94

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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