Florian Alt vor der Superbike-IDM

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Moto2-Umsteiger Florian Alt bestreitet 2016 seine erste Saison im Team Yamaha MGM und steuert eine YZF-R1-Yamaha in der Superbike-IDM. Der 19-jährige aus Gummersbach freut sich bereits auf die Herausforderung. Florian Alt zu…

Almeria-Test mit der R1: Das Motorrad ist sehr gut, viel besser als erwartet.

…der Ausgangslage: »2016 ist alles ungewohnt für mich: Motorrad, Team, Kategorie und die Meisterschaft. Das ist eine Herausforderung und eine komplett neue Aufgabe, auf die ich mich aber freue.«

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2012: Auf dem Weg zum 125er IDM-Titel.

…seinen Weg bisher: »Angefangen habe ich mit einer Yamaha PW50. Mein erstes Rennen bestritt ich 2000 in Bielstein. Danach folgen einige Jahre in Mini-Bike-Klassen mit schönen Erfolgen. 2009 bis 2012 dann die 125er IDM; ich steigerte mich Jahr für Jahr bis zum Titel 2012. Dazu startete ich im Red Bull MotoGP Rookies Cup und konnte 2012 den Titel gewinnen. 2013 stieg ich in die Moto3-WM auf. 2014 folgte eine Saison in der spanischen Moto2 CEV Championship, letztes Jahr die Moto2-WM.«

2012 lief mega für die 66: Ebenfalls Meister im Red Bull Rookies to MotoGP

…der größten Herausforderung 2016:
»So schnell wie möglich schnell zu werden. Das ist nicht so einfach, da ich zuvor nie Superbike gefahren bin. Zum Glück habe ich mit Max Neukirchner einen erfahrenen Teamkollegen, bei dem ich mir viel abschauen kann. Zielsetzung ist, am Ende der Saison unter den Top-3 der Superbike-IDM zu landen.«

IDM-Superbike für 2016.

…zum Team Yamaha MGM:
»Die Crew ist super nett, ich wurde herzlich empfangen. Ich denke, es ist das A und O, dass man sich im Team gut versteht. Es gibt immer Personen im Hintergrund, die besonders wertvoll sind. Aber auch Yamaha Motor Deutschland und Teamchef Michael Galinski möchte ich danken, denn ohne sie und meine Sponsoren wäre ich jetzt nicht hier.«

Hartes Brot in der Moto2-WM 2015.

…zum R1-Superbike: »Getestet habe ich bisher in Cartagena, dann in Almeria. Das Motorrad ist sehr gut, viel besser als erwartet. Das R1-Handling ähnelt einer 600er, unfassbar gut eigentlich. Ich habe mich gleich wohl gefühlt, auch deas Einfinden mit der Elektronik klappt super. Interessant ist, wie sich Änderungen an der Traktionskontrolle, die sich für jede Kurve einzeln einstellen lässt, sofort auf die Rundenzeiten auswirken. Dazu kommen Anti-Wheelie-Control, Launch-Control, Schalten ohne Kuppeln, nicht nur rauf, sondern auch runter – all das hat man an einem Moto2-Bike ja nicht.«

Ende 2012: Erfolgreicher Metallwarensammler.

…zur Fitness: »Den Schlüsselbeinbruch, den ich mir am zweiten Tag in Almeria rechts zugezogen haben, wurde operiert, mit einer Platte. Das ist gut verheilt, ich bin okay. Ich habe jetzt mit Krafttraining angefangen und glaube nicht, dass ich, wenn die IDM-Testfahrten am Lausitzring Ende April sind, eingeschränkt sein werde.«

Elektronik-Studium? So ähnlich.

…zum Leben außerhalb des Paddocks:
»Nach zwei Jahren in Spanien und Italien war ich einige Wochen unsicher: Entweder das Abitur machen oder eine Ausbildung anfangen. Ich habe mich jetzt für das Abitur entschieden. Zwischendurch habe ich noch einen Nebenjob als Automechaniker. Es ist also immer etwas zu tun, schließlich finanziert sich das Rennsportlerleben auch nicht von allein.«

Mit PW50: Schon früh im Fieber.

Fotos: Buenos Dias, Gepa/Gold&Goose/Red Bull, Octo-Racing, Alt-Archiv, Yamaha MGM

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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