Vor Katar-GP: Folger/Cortese beeindruckend

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Losail-Circuit in Katar by night: Nächstes WE herrscht in der Boxengasse dichteres Gedränge.

Gestern ging beim Katar-IRTA-Test auch für das Dynavolt Intact GP Team die Vorsaison zu Ende. Jonas Folger zeigte drei Tage auf der Losail-Piste eine starke Performance und beendete den letzten Test vor dem GP-Auftakt am kommenden Wochenende auf P3. Teamkollege Sandro Cortese folgte weniger als drei Zehntel dahinter auf P7.

Folger: Wheelisierend durch die Nacht.

In der ersten Moto2-Session des Tages war Jonas Folger nur acht Runden auf der Strecke. Aber das reichte aus, um eine Bestzeit nach der anderen abzuliefern und die Spitzenposition einzunehmen. Im nachfolgenden Training absolvierte der 22-Jährige Kalex-Pilot eine Rennsimulation, bei der er die drittschnellste Zeit aufstellte. In der letzten Session fuhr er schließlich seine schnellste Zeit des Tests, eine 1:59,652, die ihm den dritten Gesamtrang hinter Tom Lüthi und dem Führenden Sam Lowes einbrachte. Der Brite führte das Moto2-Feld mit zwei Zehntel Vorsprung an. Zu Lüthi büßte Jonas nur 0,044 Sekunden ein.

Cortese: Zuversichtlich ans Limit.

Sandro Cortese konnte am dritten Tag seine alte Stärke zeigen. In der letzten Sitzung machte er einen großen Schritt in die richtige Richtung. Erstmals diese Woche durchbrach er die 2-Minuten Barriere und schnellte mit einer 1:59,927 auf den siebten Platz. Eine halbe Sekunde nur fehlte Sandro zur schnellsten Zeit, nur 0,275 Sekunden waren es zur Top-3.

Katar-Test – offizielle Rundenzeiten – Tage 1 -2 – 3:

1   Sam Lowes / GBR / Federal Oil Gresini Moto2, Kalex –  1:59.405

2  Thomas Lüthi / SWI / Garage Plus Interwetten, Kalex – 1:59.608

3  Jonas Folger / GER / Dynavolt Intact GP, Kalex – 1:59.652

7  Sandro Cortese / GER / Dynavolt Intact GP / Kalex – 1:59,927

 

Jonas Folger: Wir sind heute einen Longrun gefahren, um zu sehen, wie es um die Konstanz bestellt ist. Bei den kleinen Turns mit vier, fünf Runden lagen meine Zeiten immer ziemlich eng beieinander, daher haben wir entschieden, zu schauen, wie es bei rund 15 Runden ist. Das hat super funktioniert. Unsere Pace ist gut, was sehr wichtig ist für nächste Woche. Wir wissen immer, in welche Richtung wir arbeiten müssen. Das wird für das Rennwochenende sehr nützlich sein.

Sandro Cortese: Wir haben einen guten Fortschritt nach vorn gemacht. Die ersten Tage waren für uns sehr zäh und mühsam, um überhaupt auf einen grünen Zweig zu kommen. Heute haben wir eine Lösung gefunden. So können wir mit einem beruhigenderen Gefühl in die Saison starten. Nächste Woche zählt es. Wir haben endlich bewiesen, dass es geht.

Intact-Box: Ungefähr doppelt soviel Betrieb wie die Jahre zuvor.

Jürgen Lingg, Cheftechniker: Es waren viele Testtage und die sind immer sehr anstrengend. Aber das haben wir ganz gut bewältigt und final muss man sagen, war Katar der beste Test von allen. Das ist äußerst positiv vorm Grand Prix. Ich muss auch unseren Öhlins-Technikern Dankeschön aussprechen. Deren Support war unglaublich gut und hilfreich. Jonas hat starke Leistungen gezeigt, war von Anfang an sehr konstant und hat dazu eine sehr gute Pace. Bei Sandro gab es viele kleine Probleme, aber letztendlich konnte er diese mit seiner Crew beheben und er ist auch noch unter zwei Minuten gefahren. Das ist eine super Zeit. Jetzt wird es Zeit, dass endlich das erste Rennen kommt.

Fotos: Inctact-GP/Fritz Glänzel

 

Winterpause adé: Kommenden Donnerstag finden die ersten freien Trainings für den Grand Prix von Katar (17. – 20. März 2016) statt. Zur Einstimmung hängen wir noch ein paar Impressionen von den MotoGP-IRTA-Testfahrten an, die unter Flutlicht ein paar Tage vorher stattfanden.

Marc Marquez

Fotos: Honda Racing, Yamaha MotoGP, Ducati Corse, Suzuki Racing, Aprilia Racing

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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