Last Exit: Bühn´s Bike im Museum

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Besondere Bühne: Bühn´s Bike vor Buran.

Die R6, mit der Jan Bühn heuer den Supersport-Meistertitel in der IDM eroberte, steht jetzt im Technik Museum in Speyer, und zwar in der gleichen Halle, in der auch der Buran zu bewundern ist, jener russische Weltraumgleiter, der dem US-Space Shuttle zum Verwechseln ähnlich sieht.

4 Siege, 6 Podestplätze, 3 Pole: Bühn auf dem Weg zum IDM-Titel.

Für Bühn, der für das Räth-Romero-Yamaha Team an den Start ging, vier Rennen gewann und dazu sechs Podestplätze einheimste, war 2015 die erfolgreichste Saison seiner Rennkarriere, die 2003 bei den Minibikes begann. »Das ist eine große Ehre für mich und echt cool, dass mein Meistermotorrad jetzt hier ausgestellt wird«, freute sich der 24-jährige Student aus dem badischen Kronau. »Ich danke Franz Rau vom Technik Museum und Jörg Breitenfeld von Yamaha Motor Deutschland, die dies ermöglichten.« Auch für Yamaha-Händler Diego Romero aus Betzdorf, der Bühns Bike stets engagiert salbte und pflegte, war dies der erste IDM-Titelgewinn in der Supersport-Kategorie.

Technikus Diego Romero und sein Champion.

Bühn´s Yamaha wird damit Teil einer Race-Bike-Collection im Technik Museum Speyer, die etwa 40 Rennmaschinen namhafter nationaler und internationaler Piloten umfasst. Wie bereits bei vielen Exponaten lassen sich zur R6 auch die genutzten Ausrüstungsgegenstände (Helm, Handschuhe, Rennkombi und Stiefel) bestaunen. Ebenfalls sehenswert für Enthusiasten ist die umfangreiche Bike-Collection mit schönen, historisch wertvollen Serienmaschinen, die die permanente Ausstellung bereichern.

Fährt einen sauberen Strich: Jan Bühn

Die Zweiradthematik wird von Ex-Rennfahrer Franz Rau aus Neuhofen gehegt und dirigiert, der 1975 den Deutschen-Junioren-Pokal in der 500er Klasse auf Yamaha gewann und 1976/77 Deutscher Vizemeister in der 500 cm3-Kategorie wurde. Rau managte dazu von 1991 bis 1999 als Promotor die Pro-Superbike-Rennserie in Deutschland, zusammen mit Steve McLaughlin, jenem Amerikaner, der 1988 der Superbike-WM zur Geburt verholfen hatte. Die ausgestellten Rennmotorräder stammen unter anderem von Max Neukirchner, Katja Poensgen, Andy Meklau, Jochen Schmid, Edwin Weibel, Bernhard Schick, Ralf Waldmann, Michael Galinski, Toni Heiler, Rainer Jänisch, usw.; die Kombi & Helm-Kollektionen von Ralf Waldmann, Helmut Bradl, Max Neukirchner, Katja Poensgen, Franz Rau, Edwin Weibel, Walter Hoffmann, Bernhard Schick, etc.

Die Hallen des Technik Museum Speyer sind gleich neben jenem Flugplatz-Areal zu finden, auf dem früher die Motorradrennen zur Deutschen Meisterschaft über die Bühne gingen. Neben den Motorrad-Kollektionen gibt es zu bestaunen: einen Jumbo-Jet, ein U-Boot, eine Raumfahrtaustellung mit besagtem Buran, Mondstein, Raumanzügen und Sojus-Landekapsel, dazu Lokomotiven, Oldtimer, Feuerwehrfahrzeuge und tausende weitere interessante Exponate.

Info-Links: www.jan-buehn.de und www.speyer.technik-museum.de.

Fotos: Buenos Dias, Friedrich »Fitti« Weisse

 

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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