Honda 2&4 powered by RC213V

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IAA in Frankfurt: Weltpremiere des „Honda Project 2&4 powered by RC213V“

IAA in Frankfurt: Weltpremiere des „Honda Project 2&4 powered by RC213V“

Honda lässt uns ein bißchen träumen, endlich mal wieder. Und zwar mit dem neuen »Project 2&4 powered by RC213V«. Die im Sinne des Wortes abgefahrene Kreation wird bei der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt (IAA) auf dem Honda Messestand (Stand B11 in Halle 9) vorgestellt.

Der Monoposto-Flitzer mit linksseitig angeordnetem Sitz ist der Gewinner eines Honda-Designwettbewerbs, der jährlich ausgeschrieben wird. Der Motor entstammt der MotoGP-Rennmaschine RC213V und wurde für den Einsatz auf öffentlichen Straßen modifiziert. Zielsetzung des Projektes war, das Gefühl der Freiheit eines Motorrads mit der Manövrierbarkeit eines Automobils zu verknüpfen.

Der 1000er V4-Motor ist mit einem DCT-Doppelkupplungsgetriebe versehen (interessant, dass das überhaupt machbar ist), einem elektronisch gesteuerten Schaltgetriebe, das besonders weiche Gangwechsel mit praktisch nahtlosem Kraftschluss ermöglicht. Die Spitzenleistung wird mit über 215 PS bei 13.000 min-1 angegeben, das maximalen Drehmoment mit 118 Nm bei 10.500 min-1.

Sieh an: Einzelradaufhängung an Querlenkern mit Öhlins-Dämpfern, abgefahrenes Cockpit-Display.

Entstanden ist das „Honda Project 2&4“ in Zusammenarbeit des Motorrad-Designzentrums in Asaka sowie des Automobil-Designzentrums in Wako, Japan. Ziel war es, das Fahrgefühl eines Motorrads mit den Fahreigenschaften eines Autos zu verbinden und ein spezielles Fahrerlebnis zu ermöglichen. Mehr als 80 Entwickler und Designer nahmen am „Global Design Project“ teil, einem internen Wettbewerb, der kreatives Denken fördern soll.

Kompakt, stark, konsequent: Sieht verdammt nach Fahrspaß aus.

 

Die kreativen Köpfe orientierten sich beim Karosseriedesign am Formel 1-Honda RA272 von 1965. Die Konstruktion fällt entsprechend konsequent und sehr kompakt aus, der V4 ist als Mittelmotor positioniert, die Schwerpunktlage extrem niedrig. Ob beim Chassis Karbonmaterial oder Aluminium (oder beides) zum Einsatz kommt, wurde nicht kommuniziert. Dass die Querlenker-Einzelradaufhängungen mit Öhlins-Federelementen bestückt sind, ist mit freiem Auge zu erkennen. Bei einer Länge von 3.040 mm, einer Breite von 1.820 mm und einer Höhe von 995 mm sollen lediglich 405 kg auf die Waage drücken. Die Fahrdynamik dürfte alle Erwartungen übertreffen.

Ob Hondas neues Playmobil als Monoposto konzipiert ist, oder ob auf der rechten Seite unter dem vorgesehenen Ausschnitt des Aufbaus noch ein zweiter Sitz installiert werden kann, ist nicht ganz klar. Damit wäre das vierrädrige RCV-Vehikel nochmal eine Hausecke extremer als etwa ein KTM X-Bow. Auf jeden Fall sprengt das irre Cockpitinstrument mit eingespiegelten Displayanzeigen alle bisherigen Maßstäbe.

Liebe Hondianer: Sollte eines Tages eines Testmöglichkeit angeboten werden – der Gasgriffsalat ist sofort dabei.

Foto: Honda

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

1 Kommentar

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    215 PS und DCT, DAS ist der Motor, den Honda in einen Supersportler einbauen sollte, egal ob eien Doppelkupplung in der MotoGP erlaubt ist oder nicht.

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