Honda RCV213-S – Countdown läuft

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Fast 200.000 Euro? Nur 300 Exemplare? 30 kg leichter als eine Fireblade? Fragen über Fragen zur neuen Überdrüber-Traum-Honda RCV213-S. Demnächst soll der Schleier gelüftet werden, am Donnerstag vor dem Barcelona-GP.

 

Als Marc Marquez  auf der Mailänder Messe mit der RC213V-S auf die Bühne rollte, fragte ihn der Moderator: »Was ist das?« Marc´s Antwort: »Mein Motorrad für nächstes Jahr.« Rückfrage: »Für die Rennstrecke?« MM: »Nein, für die Straße.«

Mehr Infos über das Bike – mit freiem Auge der Production Racer RCV1000R, mit Licht, Blinker, Spiegeln und Nummernschildhalter – gab es die ganze Messewoche lang nicht. Von niemandem, für niemanden. Der weltgrößte Hersteller zündete also die weltweite Flügel- und Enthusiasten-Gemeinde an, mit einem MotoGP-Bike für die Straße, und verlautbarte absolut null Info dazu, nach dem Motto: Zeigen und Schweigen. Das war extrem ungewöhnlich, selbst für Kenner mitunter schmallippig asiatischen Informationsgebarens.

Den ganzen Winter war dann Ruhe im Schacht.

Im Frühjahr 2015 meldete »The Asahi Shimbun«, die zweitgrößte japanische Tageszeitung, dass die bislang als Prototyp eingestufte Maschine grünes Licht zur Produktion erhalten habe und 20 Mio. Yen (145.590 Euro) kosten solle.

Nun tischt die japanische Fachzeitung »Riders Club«, seit Jahrzehnten die Bibel unter den Asia-Gazetten, hoch angesehen, seriös und sicherlich mit erstklassigen Verbindungen zu Honda und HRC gesegnet, auf ihrer Internetseite weitere Details auf, vorsichtig mit vielen Konjunktiven ausgeschmückt, wenn wir die aus dem japanischen übersetzten Textpassagen richtig interpretieren, aber immerhin. Demnach soll die zulassungstaugliche RCV213-S angeblich….

  • ungefähr 26 Mio. Yen kosten (also fast 200.000 Euro)
  • in 300 Exemplaren gefertigt werden
  • der 1000er V-4 ein Gehäuse im Sandgussverfahren erhalten
  • 30 kg leichter ausfallen als eine CBR1000RR Fireblade

Inzwischen rumort es auf allen Insider- und Fahrerlagerkanälen, dass der Countdown läuft. Honda plant, das Objekt der Begierde vor dem Barcelona-GP, am Donnerstag den 11. Juni, offiziell der Öffentlichkeit via die versammelte Medienschar präsentieren zu wollen.

Wer sich bis dahin die Zeit vertreiben will: Hier der Link zur japanischen Riders-Club-Seite, die auch interessante Bilder der kommenden Überdrüber-Traum-Honda enthält, sogar ohne Verkleidung.

Ansonsten gilt: Ruhe bewahren, ruhig schon anfangen zu sparen – und am 11. Juni erfahren dann alle, die es interessiert, mehr. Hoffentlich.

Foto: Honda

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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