V4-Trilogie, Teil 1: Niederknien zum Gebet

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Loja/ES, 2009: Glanzvolle Figur und betörendes Kapellen-Ambiente. War doch alles da, eigentlich. Foto: Buenos Dias

Wenn man über viele Jahre als interessierter Beobachter verfolgt hat, wie Honda´s V4-Endurance-Rennjuwelen Siegerlorbeeren kassierten, bleibt es gar nicht aus, dass man diese Motoren wirklich gerne mag. In den eher ruhigen Phasen keimte dann schon der Wunsch auf, dass jemand bei der deutschen Niederlassung nicht nur verschüchtert, sondern mal voller Inbrunst wieder die V4-Flagge hisst, am besten gleich am Eingang. Viva RC30! Forever VFR! Dazu für Besucher einen Bigbang-Altar zum Niederknien mit eingravierter Inschrift »104-256-104-256 Grad«. Zu dieser charakterstärkenden Zündfolge, mit der neben der legendären RC30 auch VFR1200F und VFR1200X Crosstourer gesegnet sind, hätte sich etwa folgende Gebetsvorlage reichen lassen:

Göttlicher V4

Geheiligt werde deine kurze Kurbelwelle.

Dein Drehmoment komme, 

deine Traktion geschehe,

in Schräglage wie am Kurvenausgang.

Unser tägliches Brooooo gib uns heute.

Und vergib uns unseren Kult, wie auch

wir vergeben unseren Nicht-Huldigern.

Führe uns sicher auf der idealen Linie,

erlöse uns nie von der Einarmschwinge.

Denn dein ist der Big Bang für die Kraft

des very best Feelings und der besten

Rundenzeiten in Ewigkeit – Amen.

Als Honda die VFR1200F einst der Fachjournaille in einer kleinen Kapelle im spanischen Loja vorstellte, hätte man dazu die mächtige Orgel im Raum anschmeissen können, aber auch diese Chance verstrich ungenutzt. Wer weiss, wie sich die V4-Dinge sonst entwickelt hätten, mit dem richtigen Beistand von oben.

 

Teil 2 der V4-Trilogie folgt am Mittwoch, den 25. März: der V4-Gott

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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