MotoGP-Testfahrten Valencia

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Gestern gingen die Nach-MotoGP- oder Vorsaison-Testfahrten für 2019 in Valencia nach zwei Tagen zu Ende. Maverick Vinales war mit einer neuen Motor-Ausbaustufe schnell unterwegs, ebenso Rins auf der Suzuki mit neuer Triebwerks-spec. für die nächste Saison. Zarco stieg erstmals auf die KTM und Lorenzo auf die Honda. Mir sammelte Erfahrungen bei Suzuki, Bagnaia drehte mit der Pramac-Ducati erste Runden, das Petronas Yamaha-Team mit Morbidelli und Quartararo rückte erstmals aus, Petrucci freundete sich mit der Werks-Ducati an, Iannone entdeckte die Aprilia, Tech3-KTM rückte mit Syahrin und Oliveira aus. Nachfolgend die Testzeiten und ein Bilderbogen.

Bestzeit. Schnell und happy mit neuer Motorentwicklungsstufe für 2019: Maverick Vinales. Bemerkenswert außerdem die neue Dauer-Startnummer 12, vorher hatte MV die 25.

Noch im Tarnkappen-Look: Honda-Umsteiger Franco Morbidelli, auf der Yamaha des neuen Petronas-Teams, lobte die leichte Fahrbarkeit seines Untersatzes für 2019.

Marc Marquez testete gleich zwei unterschiedliche 2019er Bikes mit diversen Modifikationem an Motor, Rahmen, Federelementen, Verkleidung mit neuem Lufteinlass und neu positioniertem Lenkungsdämpfer. Drittbeste Zeit.

Alex Rins freute sich über eine 2019er Motor-Spezifikation, fand die Zeit, Fans zuzuwinken und drehte die siebtbeste Zeit mit der Suzuki GSX-RR.

Trotz nasser Piste morgens an beiden Tagen drehte Rossi fleissig Runden, 101 Umläufe insgesamt. Neuntbeste Zeit. Und: Der tolle Mosaik-Design-Testhelm vom letzten Jahr kam wieder zum Einsatz. Auch bei Yamaha gibt es zwei neue Motor-Ausbaustufen. Rossi sagte nach dem zweiten Tag: »We tried a different engine and a different spec, but it was similar to the one we tried yesterday so they have more or less the same performance.« Deswegen muss in einer Woche in Jerez weiter getestet werden, um die bessere Variante für nächste Saison herauszufinden.

MotoGP-Aufsteiger Miguel Oliveira auf der Tech3-KTM.

Ducati gab Lorenzo frei zum Fahren auf der Honda, auf Statements wurde aber verzichtet. Immerhin gab es bei Honda einen »Lorenzo-Tank«, wie zuvor bei den Roten, der besseres Abstützen beim Bremsen erlaubt. Vollständig auskuriert sind JL´s Handverletzungen noch nicht, deswegen seine Zeiten nicht überbewerten.

Johann Zarco neu bei KTM. Auch Bernd Eschenbacher (am roten Clipbrett) als Crew-Chief ist frisch zu den Orangen gestossen.

Großer Moment: Johann Zarco bei der ersten Abfahrt.

Zarco nach dem zweiten Fahrtag: »I wanted to improve my lap-time more today but we could not do it. I can really feel the potential of the bike but we still need to get the speed. It was a shame to have two crashes but I didn’t have any injuries and it helped to understand things about the bike and what I might have to change with my riding style. Step-by step. I’m building up this adventure. We are working on corner entry feeling and to find a direction but we improved and I felt I could play with the bike. I’m already thinking about what changes I need to make. Anyway, it was pretty nice to get on that bike and something so different that I’ve discovered in MotoGP until now.«

Moto2-Weltmeister Bagnaia, jetzt auf der Pramac-Ducati: 81 Runden gedreht, elftbeste Zeit.

Andrea Iannone auf der Aprilia: Irres Interims-Design, zwei (undramatische) Stürze zum Eingewöhnen und (wie bei Lorenzo) kein offizielles Statement via Media-Info.

Petrucci jetzt auf der Werk-Duc und gleich Fünfter, super.

P. 14 für Joan Mir, der beim Fahrstil schon genauso neben dem Pferd hängt wie MM. Hardbraker Mir freute sich: »Spätbremsen gelingt mit der MotoGP-Suzuki deutlich besser als mit dem Moto2-Bike.«

Fabio Quartararo: erster Auftritt und Platz 17. Das Team heisst Petronas Yamaha SRT. SRT steht für Sepang Racing Team (weil der Teambesitzer auch Manager der Sepang-Rennstrecke in Malaysia ist),

Hat nix mit MotoGP zu tun, dennoch interessant: Ein Blick auf das F1-V6-Hybrid-Triebwerk Honda RA618H für den Red Bull Toro Rosso Honda STR13. Wurde heute von Honda freigegeben, was nicht oft in der Formel 1 der Fall ist, deswegen darf dieses Foto hier mit hineinrutschen.

Fotos: MotoGP.com, KTM/Gold & Goose + Sebas Romero, Honda, Repsol-Media, Suzuki-Racing, Ducati, Aprilia Racing

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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