Comeback: Kawasaki W 800 kehrt zurück

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Damals und heute. Der Blick auf frühere Zeiten hat nichts mit Ewiggestrigkeit zu tun, im Gegenteil.

Kürzlich erst liess Kawasaki die W 800 auslaufen (link) und drückte dabei, sniff, auch ein bißchen auf die Tränendrüse. Nun jedoch ist klar, dass es bereits zum Frühjahr 2019 wieder eine W800 mit luftgekühltem Twin und dem charakteristischen Königswellen-Nockenwellenantrieb geben wird, in zweifacher Ausführung sogar – als W 800 Street und als W 800 Street Café. Was für eine schöne Überraschung.

Neue Kawasaki W 800 Street

Neue Kawasaki W 800 Street Café

Auch wenn das auf den ersten Blick nicht deutlich wird, sind die Modelle laut Kawasaki zu 90 % neu konstruiert. Der Zweizylindermotor präsentiert sich an den Innereien überarbeitet, um Euro4 zu erfüllen, der Rahmen wurde neukonstruiert, dazu ist ABS an Bord und hinten eine Scheibenbremse, den Scheinwerfer ziert LED-Lichttechnik. Die Leistung wird wohl 48 PS betragen, damit neben Klassiker-Enthusiasten auch Führerschein-A2-Inhaber angesprochen werden, die traditionelle Linienführung und vergleichsweise bodenständige Technik schätzen.

Genau so: Klassisch, aber modern!

»Original never goes out of Style«, verlautet es dazu von den Grünen, während gleichzeitig die Brücke geschlagen wird zur Kawasaki W 1 von 1966, die damals das hubraumstärkste in Japan gefertigte Motorrad war. Historie ist immer interessant, natürlich auch, wenn sich kommende Modelle damit ausschmücken lassen.

 

Wer die Bilder vergleicht, wird einige Unterschiede zwischen den beiden Modellvarianten entdecken. Die W 800 Street kommt mit ausladendem Lenker, großem Rundscheinwerfer, klassischer Doppelsitzbank und hellen Speichenfelgen. Die W800 Street Cafe glänzt mit kleiner Verkleidung, M-Lenker, anderer Sitzbank, Kniepolstern am Tank, geschwärztem Felgenbett und polierten Motorkühlrippen.

Wie einst mit M-Lenker: Café-Racer-Style.

Weitere Unterscheide werden im Frühjahr 2019 zu entdecken sein, wenn die neuen W800-Twins auf dem Markt kommen. Der »Coup de Surprise« ist Kawasaki mit der Wiedergeburt des Twin-Klassikers auf jeden Fall schon mal gelungen.

It´s Tea-Time, quasi: Klassische Linienführung und Proportionen.

Wer es lieber sportlich angehaucht möchte, wählt die W 800 Street-Café.

Fotos: Kawasaki

 

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

1 Kommentar

  1. Sehen schön aus, vermutlich werden im zweiten Jahr nach der Einführung weitere schöne Lackierungen die Auswahlmöglichkeiten vergrößern.

    Aber wenn 2019/2020 dann (bis auf KTM :D) alle großen Hersteller ihre Cafe Racer Modelle rausgebracht und vermarktet haben… Was kommt dann als nächster Trend?

    Softchopper? Die hatten wir schon länger nicht mehr im Sortiment. 😀

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