Neu: 2019er Kawasaki Ninja ZX-6R (636)

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Trackday-Ausflug durchs Grüne: Klar kann die neue ZX-6R auch das.

Sportliche 600er sind schon lange nicht mehr so beliebt wie früher. Aber nachdem Yamaha letztes Jahr mit der neuen R6 Mut bewiesen hat, zieht nun auch Kawasaki nach und zaubert die weiterentwickelte 2019er Ninja ZX-6R aus dem Ärmel, die über tatsächlich 636 Kubik Hubraum verfügt. Das dürfte all jene in der Gebückten-Fraktion entzücken, die leichtgewichtigen Midsize-Knallerbsen etwas abgewinnen können, weil ordentlich Schmalz und wenig Masse nach wie vor die Grundvoraussetzung für inspirierend dynamischen Fahrspass sind, auf dem Kringel ebenso wie auf dem Weg von A nach B oder irgendwo im kurvigen Hinterland, jedenfalls solange keine Radar-Schröpf-Einrichtungen lauern.

Looking gut.

Front.

Rear.

LED-Doppelscheinwerfer und Ram-Air-Einlass prägen die Front der neuen Verkleidung. Hinzu kommt ein kantig gestaltetes Heck. Die neueste ZX-6R ist an der jüngsten Evolutionsstufe des Ninja-Designs – schwungvoll, aber nicht gleich ins Eigelb-Transformerhafte deodoriert – ganz gut zu erkennen.

Der 636-Kubikzentimeter-Motor, der nun die Euro4-Norm erfüllt, dient als Basis und ist mit einem Quickshifter (Hochschalten only) sowie einem neuen Cockpit mit Funktionen wie Ganganzeige, Reichweite, Tankinhalt und Anzeige für wirtschaftliche Fahrweise ausgestattet. Damit sollte die neue Ninja ZX-6R eine gute Balance zwischen Straßen- und Rennstreckennutzung ermöglichen.

Die Liste an Fahrhilfen umfasst eine Traktionskontrolle, (schlaues) KIBS-ABS sowie zwei Powermodi. Hinzu kommen ein Alu-Perimeter-Chassis mit voll einstellbarer Showa-SFF-BP-Gabel an der Front (die Kürzel stehen für »Separate-Function-Front Fork« und »Big Piston«) plus hinten eine Bottom-Link-Uni-Trak-Aufhängung mit ebenfalls voll einstellbaren (Piggyback-) Monostoßdämpfer.

Freuen dürfen sich künftige Eigner auf eine verbesserte, sportliche Sitzposition, eine einstellbare Schaltanzeige und topaktuell hypersportliche Bridgestone-S22-Reifen. Monobloc-Vierkolben-Bremszangen greifen auf Scheiben mit 310er Durchmesser am Vorderrad zu. Serienmäßig an Bord sind außerdem eine Assist-/Rutschkupplung und eine 12-Volt-Bordsteckdose. Auf einer Liste mit optionalem Zubehör stehen außerdem Lenkungsdämpfer von Öhlins, Achsschützer und eine Abdeckung für den Soziussitz.

 

Kawasaki kommuniziert 130 PS bei 13.500 Touren und ein max. Drehmoment von 70,8 Nm bei 11.000 Touren. Das Gewicht wird mit 196 kg angegeben, der Tank bunkert 17 Liter. Dazu heisst es nicht zimperlich: Die neue ZX-6R (636) ist mit verbesserter Leistungs- und Drehmomentabgabe ein Motorrad, das sich sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke wohlfühlt wie kein anderes Motorrad in dieser Kategorie.

Schlanke Taille.

Die Ninja ZX-6R (636) ist in den Farben Lime Green/Ebony/Metallic Graphite Gray oder Metallic Spark Black/Metallic Flat Spark Black sogar noch vor Jahresende erhältlich. Die Preise inklusive Überführung: 12.045 € (Schwarz) und 12.245 € (Lime Green). Nebenkosten kommen noch hinzu.

Sonnenauf- oder Untergang? Dramatisch verdichtete grüne Knallerbse.

Fotos: Kawasaki

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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