Krämer GP2 mit KTM 790-Power

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Maschinenbau-Ingenieur Markus Krämer arbeitete bei KTM, bevor er seine eigene Unternehmung »Krämer Motorcycles« im deutschen Töging am Inn ins Leben rief, die Einzylinder-Rennmaschinen in Kleinserie fertigt. »Hobby-Rennfahrer fragen meist nach Leistung, keiner nach Fahrspaß«, erkannte Markus damals, »dabei sind etliche mit 180 oder 200 PS schlicht überfordert.«

Also schlug er vor inzwischen 5 Jahren einen anderen Weg ein. Erst wurde eine 690er Duke für Rennstrecken-Einsätze modifiziert, dann ein komplett eigenes Bike für den 690er Einzylindermotor konstruiert. Krämer HKR Evo 1 RR hieß die erste Eigenbau Rennmaschine. Danach folgte alsbald die Krämer HKR Evo 2 RR mit leichtem Eigenbau-Chassis. Je nach Tuningstufe leistete der KTM-Einzylindermotor 75 bis 85 PS. Eine Besonderheit war der aus Kunststoff gefertigte Heckausleger, der gleichzeitig als Tank diente.

Nun also lässt Markus Krämer nach gleicher Rezeptur (superleichter Gitterrohrrahmen plus Aluschwinge) mit dem Prototypen GP2 ein Trackday- und Rennmotorrad mit Zweizylindermotor folgen, dessen Antrieb aus der KTM 790 Duke stammt. Die Leistung des im Serientrimm 105 PS starken Parallel-Twins soll über eine geänderte Abstimmung angehoben werden, bei den Federelementen kommen spezielle Komponenten von WP zum Einsatz.

Die Krämer GP2 wird überaus lebendig motorisiert und dazu steif, stabil, handlich und präzise fahrbar sein. Geplant sind zwei Ausführungen: Eine 135 Kilo leichte Version »Race« für wettbewerbsorientierte Rennfahrer sowie eine »Track«-Version mit 140 kg – für Trackday-Enthusiasten, die auf maximalen Fahrspaß, geringes Gewicht und beispielhaft exakte Fahrbarkeit scharf sind.

Zeitlich sieht der Fahrplan vor, zu Beginn des Jahres 2019 die Krämer GP2 in der Race-Version fertigzustellen und im Rahmen der britischen BSB GP2-Serie die finalen Entwicklungsschritte zu vollziehen. 2020 soll dann die Kleinserien-Produktion für private Kunden wie ambitionierte Teams folgen.

Fotos: Krämer Motorcycles

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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