Zweites Leben: Schwabenleder-Tasche

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Umgenähte Schwabenleder-Tasche, Julia Hämmer und Zwillingsbruder Dennis.

Eigentlich sind Schwabenleder-Kombis fürs Leben gemacht und halten ewig (wenn sie nicht von Rennfahrern zerstürzt werden). Die zündende Idee, aus einem alten Gewand eine Tasche zu schneidern, setzt seit kurzen Julia Hämmer, die Tochter des 2014 gestorbenen Schwabenleder-Gründers Claus Hämmer in die Tat um. Die 26-jährige Maßschneiderin führt den Betrieb zusammen mit Zwillingsbruder Dennis und einigen Angestellten weiter.

Ich war eine Max-Neukirchner-Lederkombi: Auf die Idee muss man erstmal kommen.

Wer eine alte Lederkombi besitzt (die Marke spielt dabei keine Rolle), die ein zweites Leben als Tasche und pfiffiges Einzelstück mit bedeutsamer Historie (für einen selbst oder für Leute, die Bescheid wissen) verdient hätte, kann sich gerne an Schwabenleder wenden. Die Kosten für die Umarbeitung betragen um die 300 Euro. Eine Handvoll derartiger – ich nenne es jetzt einfach mal so –  »Second Chance-Taschen« sind bisher entstanden; genäht wird übrigens nachts, weil tagsüber schneidert Julia ja Lederkombis.

Julia Hämmer, wenn sie nicht näht, auf einer R6 in der DLC.

Das hier gezeigte Tasche war auf Zwischenstation beim IDM-Finale in Hockenheim und wird diese Woche auf der Intermot in Köln an Stephanie Neukirchner übergeben, die so eine alte IDM-Kombi von Max einer ebenso sinn- wie stilvollen Verwendung zuführt.

Schwabenleder-Gründer Claus Hämmer vor 10 Jahren beim IDM-Finale in Hockenheim.

Fotos: Buenos Dias

Info-Link: www.schwabenleder.de

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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