Marc Marquez testet Formel 1

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Marc Marquez steuerte am Red Bull Ring erstmals ein Formel 1 Auto, einen Red Bull des Jahrgangs 2012 mit V8-Motor und Toro Rosso-Lackierung. Zuvor trainierte er lediglich in einem F1-Simulator. Marquez: „Es war immer mein Traum, eines dieser schnellsten Autos der Welt zu fahren. Ich hatte großen Respekt vor dem heutigen Tag und ich habe nicht gut geschlafen. Am Ende war es eine unglaubliche Erfahrung und ein echter Höhepunkt. Der Unterschied zum MotoGP-Bike ist riesig. Die eingeschränkte Sicht vor allem ist eine große Herausforderung. Man fühlt sich im Cockpit sehr eingeengt. Der Bremsweg und das Timing in Kurven sind völlig anders. Ein Formel-1-Auto hat natürlich deutlich mehr Abtrieb, was vor allem in den schnellen Kurven Spaß macht.«

Marc Marquez Toro Rossi Formel 1-

MM zu einer möglichen Zukunft im Vierradsport? »Mein Fokus in den kommenden Jahren wird auf der MotoGP bleiben. Ich bin Teil eines fantastischen Teams und voll motiviert. Aber wer weiß, vielleicht wird die Formel 1 in ein paar Jahren eine Möglichkeit für mich sein.»

Marc Marquez: Die 93 auf 4 Rädern am Red Bull-Ring.

Ex-Formel 1-Pilot Mark Webber, der als Instruktor fungierte, sagte: »Marc war wirklich still beim Frühstück. Sobald er ins Cockpit kam, war er zu 100 Prozent konzentriert und lieferte eine Top-Leistung auf der Rennstrecke ab. Formel 1 und MotoGP sind zwei völlig verschiedene Dinge. Marc machte meine Arbeit als Instruktor jedoch sehr einfach. Er hat immer die richtigen Fragen gestellt und sich Runde für Runde verbessert.«

Mark Webber, Marquez, Dr. Marko, Niki Lauda.

Dr. Helmut Marko sagte: »Diese Art von Leistung in so kurzer Zeit zu sagen, sagt alles über Marquez aus, er ist ein aussergewöhnliches Talent. In den kommenden Jahren wird er in der MotoGP noch mehr Rekorde aufstellen. Vielleicht wird die Formel 1 danach tatsächlich eine Möglichkeit. Bis jetzt haben nur wenige Ausnahmekönner wie z.B. John Surtees oder Mike Hailwood es geschafft, in beiden Disziplinen erfolgreich zu sein. Marc hat sicher auch, was es dazu braucht. Ich glaube nicht, dass es heute das letzte Mal war, dass er in einem Formel-1-Auto sitzt.«

Marc Marquez: Interessante Eindrücke gesammelt, vorerst aber kein Umstieg geplant.

Fotos: Philip Platzer/Red Bull Content Pool

Video via Youtube

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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