Reiterberger: Auftaktsieg in Aragon

0

Erst die Pole…

In Aragón beim Saisonauftakt der FIM Superstock 1000 European Championship gelang Markus Reiterberger ein perfektes Wochenende. Der Obinger sicherte sich die Poleposition, gewann das Rennen mit zwei Sekunden Vorsprung vor BMW-S1000RR-Kollege Roberto Tamburini und Federico Sandi (Ducati 1199 Panigale R)  und fuhr zudem mit einer neuen Rekordzeit die schnellste Rennrunde.

…dann im Rennen vorne…

Wie das WE ablief:

Tag 1

Free Practice: Ein nasser Einstand beim ersten freien Training. Da die Wetteraussichten für das anstehende Wochenende gut vorhergesagt wurden, war dieses Training unter regnerischen Bedingungen nur ein Funktionstest der neu aufgebauten S 1000 RR. 2:09.091 min, Rang vier. 

Free Practice 2: Das zweite freie Training dann auf trockener Strecke. Die Zeitenliste nach der 30-minütigen Session: Reiti auf P1 mit 1:53,068 min. 

Tag 2 

Free Practice 3: Auch im letzten freien Training die schnellste Runde: Mit 1:52.203 wurde der Rundenrekord aus dem Vorjahr eingestellt –  über eine halbe Sekunde Abstand zur Konkurrenz. Fun Fact – auf die Superbike Bestzeit von Jonathan Rea im FP4 fehlten Markus 1,5 Sekunden. Mit seiner Rundenzeit aus dem FP3 läge der Superstock Pilot auf Rang 7 der Superbike-WM als beste BMW im Feld.

Qualifying: Pole Position mit sensationeller Rundenzeit. Mit 1:51.427 min fuhr er 0,558 sec schneller als der direkte Verfolger Tamburini und war 0,440 sec schneller als Loris Baz (Althea BMW) in der Superpole 1 der Superbike WM. Zur Erinnerung – Reiterberger fährt in der Superstock 1000 Klasse ein seriennahes Motorrad mit profilierten Reifen. In der WorldSBK dürfen stärkere Motoren, andere Elektronik, bessere Fahrwerkselemente und Slicks gefahren werden.

…Reiti lässt es laufen.

Tag 3 

Rennen: 13 Runden, trockene Bedingungen und 35°C Streckentemperatur. Wärmer als alle Sessions zuvor. Guter Start. Mit einer 1:52.188 min stellte Reiterberger in der ersten fliegenden Runde einen neuen Rundenrekord für die STK1000 Kategorie auf, kämpfte dann aber mit abnehmenden Griplevel, vor allem am Vorderrad. Reiterberger, der in der vierten Runde auf Platz drei zurückfiel, schonte den Vorderreifen und konzentrierte sich auf die Beschleunigungsphasen. In der neunten Runde eroberte Reiti erneut die Führung. Der 24-jährige Bayer konnte den chilenischen Aprilia-Piloten Scheib erfolgreich auf Distanz halten, bis dieser wegen eines technischen Defekts in der letzten Runde einige Positionen verlor. Nach 13 Rennrunden überquerte Reiterberger als Sieger den Zielstrich, mit mehr als zwei Sekunden Abstand vor Tamburini und Sandi (Ducati) und führt nun die Meisterschaft mit 25 Punkten an. 

Markus Reiterberger: »Das Wochenende lief super. Wir haben uns aus einem sehr guten Setup vom Test bereits am Freitag erfolgreich weiterentwickelt. Im Qualifying haben wir direkt schnelle Zeiten geliefert, so dass wir wenig Stress hatten. Das Rennen lief härter als erwartet, weil es durch die Temperaturunterschiede etwas weniger Grip gab. Bin ein paar Mal ganz schön übers Vorderrad gerutscht und konnte dann nicht mehr so hart in die Kurve bremsen. Nachdem ich meinen Fahrstil umgestellt habe, lief es besser. Das Team hat einen super Job gemacht und mir ein geiles Bike hingestellt. Mit dem Ergebnis kann ich ruhig schlafen und freue mich auf Assen.«

Perfekt!

Fotos:  BMW/Alex Photo

About Author

Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

Leave A Reply