Neuer Honda PCX 125 für 2018

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Facelift für 2018: Honda PCX125

Honda präsentiert einen neuen PCX. Dem Achtelliter-Roller mit Start-Stopp-Automatik wurde für 2018 ein Design-Facelift verpasst, dazu werten ein neues Chassis, neues Cockpit, LED-Lichttechnik sowie die gesteigerte Motorleistung das Gesamtpaket weiter auf.

Viel Aufsehen wurde um den 125er PCX nie betrieben, dennoch stellt dieser Achtelliter-Scooter eine beachtliche Erfolgsstory dar. Seit der Markteinführung 2010 hat Honda über 140.000 Einheiten des PCX in Europa verkauft. Seine Qualitäten: Angenehme Motorcharakteristik, hohe Zuverlässigkeit, bequeme und gut geschützte Sitzposition, Stauraum unter der Sitzbank für einen Integralhelm und ordentliche Verarbeitung. Das Kürzel PCX setzt sich zusammen aus PC (für Personal Comfort) und X-Level (im englischen Sprachraum kennzeichnend für maximale Qualität).

Der PCX war 2010 der erste Scooter mit einer Start-Stopp-Automatik. Zwei Jahre später wurde der PCX als Erster in Europa mit dem verbrauchsoptimierten eSP-Triebwerk (enhanced Smart Power) ausgestattet. 2016 folgte die Euro4-Einstufung. Für 2018 wurde der smarte Cityflitzer nun erneut optisch und auch technisch aufgeputzt.

Cockpit

Die Modifikationen:

Ein neuer Doppelschleifen-Rahmen aus Stahlrohr soll Straßenlage und Handling verbessern. Neu gestaltete Räder mit 8 Speichen sparen Gewicht und sind mit breiteren Reifen ausgestattet – 100/80-14 vorne und 120/70-14 hinten (vorher 90/90-14 und 100/90-14). An der Schwinge nach hinten versetzte Stoßdämpfer und überarbeitete Feder-Abstimmung sorgen für längeren Federweg und mehr Komfort. Der neue Rahmen hilft 2,4 kg Gewicht sparen.

Der SOHC-Einzylinder erfüllt weiter Euro4. Die Leistung konnte um 0,4 PS auf 12,2 PS (9 kW) bei 8.500/min und ein max. Drehmoment von 11,8 Nm bei 5.000 Touren gesteigert werden, ohne Abstriche bei niedrigen Drehzahlen; dazu geht das Triebwerk nun noch sparsamer mit Kraftstoff um. Dafür wurde das Fassungsvermögen der Airbox um einen Liter erweitert. Dies war möglich, nachdem die Stoßdämpfer weiter hinten an der Schwinge angelenkt wurden, um mehr Raum für das voluminösere Luftkastl-Bauteil zu erhalten. Das Drosselklappengehäuse der PGM-FI-Einspritzung ist dazu um 2 mm auf 26 mm Ø vergrößert. Auch die Abgasanlage ist modifiziert, um die Durchströmung zu optimieren, gleichzeitig wurde ein größerer Dreiwege-Kat installiert.

Neues Gesicht mit LED-Licht und Blinkern.

Die geliftete Frontansicht des PCX mit neuem LED-Scheinwerfer und schmale Tagfahrlichter sind schräg geneigt angeordnet. Das Design scheint fast Ducati-esk (Achtung, Majestätsbeleidigung!). Die LED-Rücklichteinheit mitsamt Blinkern wurde vergrößert. Die Cockpit-Komposition mit Schwarz und Chrom soll eine Premium-Anmutung bewirken. im vergrößerten Verkleidungsfach können Wasserflasche oder Getränkedose jetzt einfacher verstaut werden. Das Fach enthält auch noch eine 12 Volt-Bordsteckdose.

Die Sitzhöhe (764 mm) wurde etwas erhöht, die Beinfreiheit vergrößert. Sitz und Tankdeckel werden über einen One-Touch-Schalter entriegelt. Der Stauraum (um einen Liter vergrößert) nimmt  einen Integralhelm auf. Ein invertiertes LCD-Display zeigt im Cockpit die Geschwindigkeit an. Der 2018er PCX ist ab Juni 2018 in vier Farben erhältlich: Pearl Cool White,
Pearl Nightstar Black,Matt Carbonium Grey Metallic, Pearl Splendor Red. Der Preis folgt.

Neues LED-Rücklicht.

Dank diverse Feinschliff-Tricks konnte das Reibungsverhalten des V-Belt-Antriebsriemen weiter reduziert und die Kraftstoffeffizienz verbessert werden. Der WMTC-Verbrauch beträgt 47,6 km pro Liter Kraftstoff (ohne Start-Stopp-Automatik). Der Aktionsradius mit einer Tankfüllung Benzin (8 Liter) überschreitet damit die 400 km-Marke.

Die Start-Stopp-Automatik schaltet das Triebwerk nach drei Sekunden Stand im Leerlauf vorübergehend ab. Danach genügt ein kurzer Dreh am Gasgriff, um den Motor wieder zum Laufen zu erwecken, ohne dazu den Elektrostarter zu betätigen. Die Start-Stopp-Automatik, die über einen Schalter am Lenker aktiviert oder stillgelegt werden kann, senkt den Benzinverbrauch des Sparwunders nochmals um etwa fünf Prozent.

Fotos: Honda

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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