Tim Holtz bei den 1000 km Hockenheim.

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Zwei Routiniers und ein Jungtalent formten das MGM-Team: Galinski, Tim, Teuchert.

Tim Holtz, der 18 Jahre alt ist und nach dem Abi derzeit eine Ausbildung als Kaufmann in Hannover durchläuft, kreist seit inzwischen 6 Jahren bei Trackdays über Rennstrecken. Aprilia 125, Honda VFR400, KTM 690 Duke, Speed Triple, Daytona und zwischendurch sogar mal eine KTM 1290 Super Duke waren die Stationen. Inzwischen ist er auf einer Yamaha R1 angekommen und hat sich beachtlichen Speed angeeignet. In Hockenheim bei den 1000 km brauste er im MGM-Team an der Seite von Michael Galinski und Jörg Teuchert auf den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Im Trio fuhr jeder seine eigene R1, nur der Transponder wurde bei Boxenstopps umgesteckt.

Gut gefülltes Starterfeld, viel Verkehr: Tim Holtz unterwegs zu Platz 2 der Gesamtwertung.

Tim Holz: »Das war mein erstes Mal 1000 km Hockenheim, auch mein erster DLC-Lauf und hat mir gut gefallen, weil es etwas anderes ist als ein Renntraining oder eine Serie bei einem Trackday-Veranstalter. So ein bißchen mit IDM Feeling fast; das Fahrerlager war voll, es gab auf Grund des guten Wetters viele Zuschauer. Es ist schön, in die Sachskurve zu fahren und zu sehen, da sitzen Leute. Mit zwei Kalibern wie Michael Galinski und Jörg Teuchert anzutreten, war speziell und eine Ehre, dementsprechend aufgeregt war ich auch die letzten Tage.«

Wheelisierender Galinski. Tim über die Rundenzeiten des MGM-Trios: »Wir waren alle gut beieinander.«

»Klar herrschte auf der Strecke mit über 65 Teams viel Verkehr, auch langsamere Leute waren dabei, darauf musste man sich einstellen. Die längeren Distanzen abzuspulen war für die Kondition kein Problem. Eine Tankfüllung der R1 hält ja auch nicht sooo lange, wir sind immer 35-Minuten-Turns gefahren, also jeweils 18-19 Runden, das war problemlos. Erst im letzten Turn habe ich etwas Verspannung im Nacken gespürt.«

Papa Holtz, Sprössling, Michael Galinski.

»Ob der zweite Platz okay für mich ist? Natürlich, obwohl ich schon lieber Erster geworden wäre. Aber das Pepe Tuning-Team ist besser gefahren und war schneller. Deswegen gibt es bereits einen losen Plan, bei der DLC in Oschersleben mit dem MGM-Team nochmal anzugreifen, in anderer Konstellation, mit Bobby Bos und voraussichtlich Thomas Jansen. Oschersleben ist meine Hausstrecke, Bobby ist dort sehr schnell. Die Losung wird dann eben lauten, sie dort zu besiegen.«

Teuchert (5) drehte auch ohne Hinterraddämpfung seine schnellste Rundenzeit.

»Jörg hatte ein Problem mit seiner Stoßdämpfer-Zugstufe, die war fast nicht mehr vorhanden, also keine Dämpfung mehr da, deswegen ist sein Bike ein bißchen gehoppelt, aber da Jörg ja ein Profi ist, hat er sich nix anmerken lassen und hat trotzdem mit dem kaputten Federbein seine schnellste Runde gedreht.«

Transponder an der Box umstecken und weiter.

»Eigentlich taugen mir Sprintrennen eher besser, ich brauche diese 20 Minuten „Alles oder nix”. Etwas sicher nach Hause bringen, weniger. 100 % »Feuer frei« geben liegt mir mehr. Wenn die Ampel ausgeht und nach 12 Runden kommt die Zielflagge, das ist nochmal etwas Anderes, auch vom Adrenalin her. Man kämpft dann auch direkt gegen seine Gegner und nicht gegen eine imaginäre Uhr, die im Hintergrund die Stunden heruntertickt. Aber ich bin hier sehr gerne mitgefahren.«

Fotos: Buenos Dias

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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