Rea bei 8 H Suzuka für Kawasaki am Start

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Grüne Suzuka-Granaten verstauben nicht, sondern bleiben auch zwei Jahre später noch ansehnlich: Leon Haslam 2016 auf der Werks-ZX-10R.

Kawasaki hat die Teilnahme von Jonathan Rea beim 8 Stunden-Rennen 2018 in Suzuka am 29. Juli offiziell bestätigt. Der dreifache Superbike-Weltmeister wird zusammen mit Landsmann Leon Haslam und dem Japaner Kazuma Watanabe am Gas einer Werks ZX-10 RR drehen. In diese, davon darf man wohl ausgehen, wird mehr grünes Gift eingefüllt sein, als je zuvor bei einem Kwacker aus der supergrimmigen Hexenküche in Akashi.

Das Suzuka 8H zählt zwar zur Endurance-WM, ist sogar das Finale des saisonübergreifenden Terminkalenders, ist aber eigentlich jedes Jahr ein Rennen für sich. Nur die direkten Werksteams haben eigentlich eine realistische Siegchance, nicht die regulären WM-Teams. Weil mehr Aufwand getrieben und Geld verpulvert wird. Dazu kommen noch schnellere Fahrer, noch bessere Reifen (die ersten Zehn rollten letztes Jahr auf Bridgestone Gummis). Vor allem wird speziell im Bereich der Elektronik das immer noch freie Reglement ausgenutzt. Die Werke bauen nämlich jene hochgestochene Elektronik ein, die im MotoGP längst verboten ist und die sich kein reguläres Team finanziell zumutet.

Yamaha wird mit dem direkten Factory Team versuchen, auf den Sieg-Hattrick der letzten Jahre noch einen draufzusetzen. Honda hat die Fahrerbesetzung für sein angekündigtes direktes HRC-Werksteam (nach 10 Jahren indirekt unterstützter Teams) noch nicht verkündet, vielleicht muss den in Frage kommenden MotoGP-Superhelden noch mit ein paar Geldbündeln mehr zugewunken werden.

Die rattenscharfe Werks-Honda CBR1000RR Fireblade für Suzuka 2018.

Suzuka im Juli ist ein Glutofen, die Luftfeuchtigkeit jenseits von, das Tempo gnadenlos, nirgendwo sonst wird derartiger Aufwand betrieben und auch soviel Schrott produziert. Die Tribünen sind voll, alle Werke wollen glänzen, der Stolz quillt aus allen Poren, die Action wird längst weltweit mit Interesse verfolgt, der Hype nimmt beachtliche Ausmaße an. Jonathan Rea sagt: »Suzuka is the biggest test for man and machine. It’s like an emotional roller coaster during the race and I am very excited to go back this season.«

Fotos: Kawasaki, Honda

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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