Moto2-WM 2019: Rollout mit Kalex-Triumph

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Mit jüngster Kalex-Kreation: Technikus Michael Ferger (2 v.l.), Jesco Raffin, Axel Baumgärtel (mit Schal), flankiert von Crew-Mitgliedern.

KALEX Engineering aus Bobingen hat bereits die übernächste Moto2-WM-Saison im Visier, das erste Rollout dafür wurde bereits jetzt erfolgreich absolviert. 2018 liefert noch einmal Honda die Einheitsmotoren, ab 2019 werden diese aus England angeliefert. Das Dreizylinder-Aggregat mit 765 ccm Hubraum erforderte natürlich ein Neudesign des Chassis, dass um den Motor herum gebaut wurde. KALEX ist mit der Entwicklung schon soweit fortgeschritten, dass das erste Test unter dem Schweizer Jesko Raffin in Valencia stattfinden konnte.

Schnell essen, schnell fahren: Jesco Raffin beim ersten Rollout der neuen Kalex.

Alexander Baumgärtel, Kalex Mitbegründer und Chefdesigner:  »Wir sind mit unser ersten Ausfahrt mit dem 2019er Bike überglücklich. Es war sozusagen ein »Zero Problem«-Rollout. Zudem hatten wir am Montag mit dem Wetter Glück, die Bedingungen waren tagsüber sehr gut. Leider fielen die beiden restlichen Tage sprichwörtlich ins Wasser. Abgesehen davon hat Jesko Raffin einen super Job gemacht. Er leistete sich keinen Fehler und lieferte wertvolle Aussagen. Nachdem er quasi noch etwas steif aus der Winterpause kam, starteten wir unser Programm mit dem aktuellen Motorrad. Dieses ist mit einem »End-of-Life«-Motor ausgestattet, der weniger Leistung hat. Sinn der Übung mit zwei Referenz-Runs war, dass Jesko sich nach vier Monaten Pause wieder ein Gefühl für eine Rennmaschine aneignen konnte. Er hat im Winter sein Trainingsprogramm durchgezogen, ist allerdings nie auf einem Onroad-Bike gesessen. Doch schon ab dem dritten Run haben wir uns ausschliesslich auf die Arbeit mit dem Triumph-Motorrad konzentriert. Jesko war auf Anhieb begeistert. Nach nur fünf Runden lautete sein Kommentar: »Das Bike fühlt sich wie eine KALEX an«. Das war für uns eine große Erleichterung. Darauf haben wir auch hingearbeitet und es war immer unser Ziel, zumindest was das Vertrauen und Gefühl für die Front bedeutet. Bei diesem Test verwendeten wir Standardteile, was Motor, Elektronik und Kupplung betrifft, trotzdem konnte Jesko am Schluss eine 1´36.6 fahren. Das ist eine schöne Referenzzeit. Die ersten Eindrücke sind überwiegend positiv, es gab auch keinerlei Probleme. Es wäre zwar hilfreich gewesen, noch mehr Kilometer zu sammeln, doch für den Anfang war es ein sehr erfreulicher Testprogramm-Auftakt. Wir haben bereits einen Stand erreicht, denn wir erst für das zweite oder dritte Rollout mit Standardkomponenten erwartet hätten. Im Moment macht es daher wenig Sinn, über den nächsten Test nachzudenken. Diesbezüglich müssen wir abwarten, bis wir die Einheits-ECU für diesen Motor erhalten.«

Fotos: Kalex

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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