Japan only: Honda CB1300 Modell 2018

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Imposant: CB 1300 Super Fours vor dramatischem Himmel.

Im November 2016 auf der Intermot stellte Honda die überarbeitete, luftgekühlte CB1100 EX und die CB1100 RS vor. Als ich dazu den ranghohen Honda-Entwickler Yosuke Hasegawa fragte, ob Honda die CB1300 auch weiter weiter für den japanischen Markt baut, antwortete er: »Ja, wir brauchen dieses Modell unbedingt«. Jetzt wurde in Japan die 2018er CB1300 vorgestellt, wie gehabt als Naked-Bike und mit Halbverkleidung.

 

In Deutschland wie in ganz Europa flog die Super-Four bereits vor fünf Jahren aus dem Programm, ohne auch nur annähernd ersetzt zu werden. Im Vergleich zum letzten bei uns verkauften Modell hat sich inzwischen eine Menge getan: Schicke Lackierung, klassisch rot-weiß, mit gold-blauen Dekorstreifen abgesetzt, dazu alternativ Silber-Blau, neue Cockpits, luftige Felgen, Sechsganggetriebe, modifizierter Auspuff, LED-Scheinwerfer plus Tagfahrlicht, gewinkelte Reifenventile, neue Beifahrer-Fußrastenhalter mit integrierter Aufnahme für Packtaschen. Die Federbeine glänzen zur justierbaren Zugstufe jetzt zusätzlich mit 4-fach einstellbarer Verstellung der Dämpfer-Druckstufe.

 

Die nackte Variante heisst in Japan CB1300 Super Four, die verkleidete CB1300 Super Bol d´Or, das Gewicht wird vollgetankt mit 268 bzw 274 kg angegeben. Bei der Leistung im japanischen Datenblatt stehen aktuell 110 PS bei 7.250 Touren und 118 Nm bei 5.500/min. In Europa hatten die ersten Modelle (ab 2003) noch 116 PS, die Modelle ab 2008 dann 114 PS. Ein bißchen Schwund ist offenbar immer, wenn dafür die Abgase bereinigt werden. Dennoch: Superschade, dass Honda dieses wunderbare Sahnestück von einem Motorrad nicht mehr bei uns anbietet. Die Japaner machen es genau andersherum, bedienen Inline-Four-Freunde wie selbstverständlich und feiern stolz das 25-jährige Jubiläum der Project Big 1-Baureihe, die 1993 mit der CB1000 Big 1 begann, mit der hier nur grau importierten ersten CB1300 (SC40) fortgeführt und schließlich mit der CB1300 seit 2003 und der halbverkleideten CB1300 seit 2005 fortgeführt wird.

Honda Four-Herrlichkeit: Viel Hubraum und Schmalz, viel Fahrfreude.

Kulturgüter: 2003er Salatprynz-CB1300 , still going strong, vor Ingelheimer kING-Veranstaltungshalle.

Fotos: Honda, Buenos Dias

 

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

1 Kommentar

  1. Tja, die CB1300/SC54, ist schon ein schönes Teil. Meine ist jetzt über 10 Jahre alt und immer noch Top. Alternative (von Honda) – nix da, die CB1100 irgendwie zu klein (bin 185cm) also -> Probresitzen auf der CB1000R auf der Messe in Dortmund. Für meine „CB1300-„Gefühle sitzt man sehr gut, vielleicht ein bisschen zu weit vorne, aber hinter mir -> mehr als ne 50 Kg-Sozia geht da nicht, einfach zu kurz/klein hinter mir.

    Eigentlich erstaunlich, dass die CB1300 nach wie vor in Japan gehätschelt wird, aber für uns Tourenfahrer nix geboten wird, außer vielleicht die Crosstourer, aber das ist ja mal ne andere Sorte. Überhaupt scheint das Segment der „CB1300“ ausgestorben zu sein, allenfalls die FJR1300 von Yamaha lädt da ein, schade.

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