Australien-GP Phillip Island Bilderbogen

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Oh my my: Marquez, Rossi, Zarco (verdeckt), Iannone, Miller, Crutchlow, Vinales. Nächste Kurve war die Reihenfolge schon wieder anders…

Phillip Island hat immer schon superspannende Rennen produziert. Was diesmal neu hinzukam, war die Zahl der Kontakte und Berührungen der Kampfhähne. Nach dem extrem turbulenten Rennverlauf mit Attacken und Überholmanövern in fast jeder Kurve hatten etliche Fahrer schwarze Gummispuren auf dem Leder oder auf der Verkleidung; bei Marquez war anschließend der Heckbürzel im Parc Fermé zu sehen, links gebrochen und rechts mit Gummiabrieb bedeckt. Der Kampf auf der Strecke war atemberaubend, die Action wogte hin und her und wieder zurück, erst eine Handvoll Runden vor Ende konnte sich Marquez nach vorne absetzen. Die weitere Reihenfolge mit Rossi, Vinales und Zarco entschied sich knapp erst auf dem Zielstrich mit Wimpernschlag-Abständen, dahinter folgten dann Crutchlow, Iannone, Miller, Rins, Pol Espargaro und Smith.

P13 und hartes Brot: Ducatist Andrea Dovizioso.

Was war mit Ducati los? Die flüssige Strecke liegt den Desmo-Raketen nicht. Dovizioso startete nach harzigem Training aus Reihe 4, kam als 11ter nach der ersten Runde vorbei, verbremste sich, fiel auf P20 zurück, kämpfte sich mühsam wieder vor auf P11 und wurde kurz vor Schluss noch von Redding und Petrux eingefangen. P 13 also und karge Punkte. Lorenzo, der im Training schwer gestürzt war, haderte mit missratenem Setup und landete auf Platz 15. Insgesamt also schwere Niederlage für Bologna, obendrein zum falschen Zeitpunkt.

Schöne Message am Grid von Johann Zarco an Folger: »Get well soon Jonas.«

Weil Dovizioso so abgeschlagen im Ziel landete, reist Marquez nun mit 33 Zählern Vorsprung in der WM-Tabelle weiter nach Malaysia und dann zum Finale in Valencia. Entschieden ist natürlich nichts, aber der Vorsprung für den Titelverteidiger ist schon komfortabel.

Oliveira, Binder, Morbidelli: Erster Moto2-Sieg für KTM und gleich ein Doppelsieg.

Im Moto2-Rennen feierte KTM den ersten Sieg (mit Hondas CBR600RR-Einheitsmotor) und der Vorsprung von WM-Leader Franco Morbidelli auf Tom Lüthi wuchs wieder an, um 10 auf 29 Punkte. Im Moto3-Match ist der erste WM-Titel in trockenen Tüchern, Joan Mir machte mit seinem Sieg alles klar.

Moto3-Weltmeister 2017: Joan Mir (Leopard Honda) machte mit seinem Sieg alles klar.

Verspielte Spiegelei bei den Blauen.

Im Koala-Land ging es bergauf für Suzuki: Iannone und Rins in den Top Ten.

Fotos: Repsol-Media, Suzuki Racing, Honda, Yamaha, KTM, Monster Tech 3, Michelin.

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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