IDM 2017: Auftakt am Nürburgring

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Es ist Mai und die IDM geht los. Wichtig: Für das WE in der Eifel ist KEIN Regen angesagt.

Nach einem Winter voller Schweigen und unendlichen Fragezeichen startet die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) jetzt im Mai auf dem Nürburgring tatsächlich in die neue Saison. Am kommenden Wochenende (12. bis 14.5) wird in der deutschen Rennserie wieder Gas gegeben und um Siege und Punkte gekämpft. Versucht werden soll, ein neues Kapitel in der Geschichte der Meisterschaft aufzuschlagen. Dafür haben sich einige Hersteller in einer Arbeitsgruppe unter dem Dach des Industrieverbands Motorrad (IVM) verbündet. Als Ausrichter der Serie fungiert das Motorrad Action Team.

Ein paar der Herrschaften sind auch heuer dabei, 35 Superbike-Starter haben sich angemeldet.

In der Superbike 1000-Klasse gilt künftig einheitlich das seriennahe Stocksport-Reglement. Markus Reiterberger (Obing) kehrt nach dem Reinfall mit dem Althea-Team in der Superbike-WM mit alten Weggefährten in die IDM zurück und wird versuchen, wieder Spaß am Rennfahren zu finden und eine Rückkehr in die WM auf die Schiene zu setzen. Yamaha schickt Florian Alt und Bastian Mackels an den Start. Honda setzt auf die neue Fireblade unter Jan Halbich. Luca Grünwald pilotiert einen der neuen Gixxer. Franzose Romain Maitre steuert eine ZX-10R. Weitere Starter sind Pepijn Bijsterbosch, Jan Bühn, Sarah Heide, Danny de Boer, Philipp Gengelbach, Dominik Vincon, Arnaud Friedrich, Dominic Schmitter. Stattliche 35 Teilnehmer für die IDM Superbike 1000 haben sich eingeschrieben, das Feld wird also ordentlich gefüllt.

In der Klasse Supersport 600 rollt ein Feld mit 18 Piloten an. Ex-Champion Kevin Wahr auf der Romero-Yamaha zählt wohl zum Kreis der engeren Favoriten. Ein Auge werfen auf Thomas Gradinger kann nicht schaden, der junge Austrianer, beruflich Testfahrer bei KTM, drehte zuletzt ziemlich furios am Gas. In Hockenheim beim IDM-Finale 2016 gewann er gleich beide 600er Rennen.

600er Doppelsieger beim IDM-Finale 2016 und oranger Testfahrer: Thomas Gradinger

On air, quasi: Dominik Vincon.

Neu ist die Klasse IDM Supersport 300 für Nachwuchskräfte. An den 300er Bikes, die etwa 46 PS leisten, darf nicht viel geändert werden. Damit es richtig brummt auf der Strecke, treten in Trainings und Rennen 9 reguläre IDM-Starter zusammen mit 18 Fahrern der Niederländischen Meisterschaft an, bei den Wertungen wird getrennt.

Idealliniensucher am Fuße der Nürburg.

Die Sidecars haben ihren festen Platz in der IDM und fahren wie die Soloklassen zwei Rennen pro Veranstaltung. Im neuen Suzuki GSX-R 1000 Cup haben sich 19 Starter eingeschrieben, im Twin Cup 35 Teilnehmer, die meisten auf SV650 und Gladius. Der im Frühjahr angekündigte Boxercup ist geschoben auf 2018, die Saison für den Yamaha Cup beginnt erst ab dem dritten IDM-Rennen, wegen der späten Verfügbarkeit der neuen R6.

Markus Reiterberger nach WM-Rückzug: Zu Hause ist scho schön…

…aber ordentlich laufen lassen in der IDM ist besser.

Bei der Auftaktveranstaltung in der Eifel soll drumherum mehr geboten, aber weniger verlangt werden. Diverse Hersteller bieten Probefahrten, dazu ist ein Motorrad-Korso auf der Strecke geplant, für Samstagabend ist eine Fahrerlager-Party angesagt, für Sonntag ein Pitwalk. Die Pressekonferenzen nach den Rennen sind öffentlich zugänglich. Der Eintritt kostet je 14,- Euro am Samstag und Sonntag. Das Kombiticket für das Wochenende kostet 25,- Euro. Eintritt ins Fahrerlager und Pitwalk sind bereits inkludiert. Für Jugendliche bis 17 Jahre ist der Eintritt frei.

Fotos: Buenos Dias

 

IDM-Termine 2017

12.05. – 14.05. Nürburgring

07.07. – 09.07. Zolder

28.07. – 30.07. Schleiz

11.08. – 13. 08. Assen

18.08. – 20. 08. Lausitzring (nur Superbike 1000)

01.09. – 03.09. Oschersleben

29.09. – 01.10. Hockenheim

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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