Walldürn Klassik: Freddie Spencer kommt

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Spencer, Superbike-Honda, Hammerstatt-Revival 2015. Foto: Buenos Dias

Vom 9.-11. Juni findet die Odenwaldring-Klassik-Veranstaltung auf dem Flugplatzkurs in Walldürn statt. Zur Feier des 10 Jahre-Jubiläums wird dieses Jahr als Stargast Freddie Spencer vor Ort sein, der 1983 und 1985 drei Weltmeistertitel einheimste.

Spa GP 1983: Roberts, Spencer, Mamola, Lawson. Foto: Buenos Dias

Spencer aka »Fast Freddie« stammt aus Shreveport aus dem US-Bundesstaat Louisiana und galt als Wunderknabe auf zwei Rädern. Honda USA sicherte sich die Dienste dieses Talentes in jungen Jahren und gab ihm einen Werksvertrag. Bereits mit 18 Jahren gewann er die AMA-Superbike-Klasse gegen die Konkurrenz von Suzuki und Kawasaki.

Roberts, Spencer, Lawson und Mamola beim Schiebestart 1983 beim Salzburg-GP. Foto: Buenos Dias

Sein Debüt in der Motorrad-Weltmeisterschaft gab er mit 19 Jahren beim Silverstone-GP 1979 mit der V4-Ovalkolben-Honda NR500. Aber dieses Projekt erwies sich als nicht konkurrenzfähig und wurde bereits 1982 durch die dreizylindrige Zweitakt-NS500 ersetzt. 1983 gewann Freddie im Duell mit King Kenny Roberts den 500er WM-Titel und ging damit als jüngster Weltmeister der Königsklasse in die Motorradgeschichte ein, eine Ehre, die ihm erst Marc Marquez 2013 abknöpfen sollte.

Fast Freddie Spencer, Rothmans-Honda NSR 500, Jarama GP 1986. Foto: Buenos Dias.

1985 gelang dem 24-jährigen Spencer der nächste Coup: Zweifacher Weltmeister in den Klassen 250 cm³ und 500 cm³. Damit gelang ihm das Kunststück, als einziger Fahrer in diesen beiden Klassen im gleichen Jahr beide WM-Titel einzufahren.

Zwischen den Autogrammstunden: Freddie Spencer, Hammerstatt 2015. Foto: Buenos Dias

Heute lebt Fast Freddie, einst auch »Außerirdischer« genannt, in Südfrankreich und tritt öfters bei Klassik-Rennveranstaltungen auf. Seine Fangemeinde ist nach wie vor riesig, gerne gibt er deshalb ausdauernd Autogramme. Wer sich eine Unterschrift holen will, sollte nach Walldürn kommen. Dort werden weitere Größen des Motorradsports und rund 250 Hobby-Rennfahrer auf dem Flugplatzkurs ihre Rennmaschinen aus vergangenen Zeiten bei den Rennen und Präsentationsfahrten zum Einsatz bringen. Die Starterliste und weitere Informationen zum Zeitplan, über die Fahrer und die Strecke sind auf der Homepage www.klassik-motorsport.com einzusehen.

Freddie  mit der neuen CBR1000RR Fireblade beim Presseevent in Portimao 2017. Foto: Honda/Gori.

Fotos: Buenos Dias, Honda/Zep Gori (1)

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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