Reiterberger-Trennung von Althea-BMW

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Nur noch History: Reiti auf der Althea-BMW in der Superbike-WM.

Markus Reiterberger trennt sich von Althea-BMW, damit ist die Superbike-WM für den Bayern erstmal beendet. In einer offiziellen Info von heute liest sich das politisch korrekt so: 

»After serious consideration, I have decided to step away from participating in WorldSBK. We made a strong start last season but then couldn´t keep up the good results. I have therefore opted to refocus on making a complete recovery and on my racing career. I am very thankful for the experience in WorldSBK with Althea BMW Racing Team and I am now very much looking forward to new challenges. I feel the need to thank my sponsors for having allowed me to take part in the world championship, BMW Motorrad for their trust and passion, and my appreciation also goes out to the whole Althea BMW Racing Team crew for their work. I was very much encouraged by the positive reception from my friends, family and fans – I am very thankful for that. It was always my dream to participate in WorldSBK and with the experience I’ve gained, I will work very hard to return to the championship.«

Boxengeflüster italienisch.

Markus Reiterberger, zweifacher Deutscher Superbike-Meister, ist seit 2016 in der Superbike-WM. Der Bayer war eine halbe Saison sehr ordentlich unterwegs, war Fünfter in Thailand und Sechster in Misano, dann passierte der Sturz, bei dem er sich mehrere Rückenwirbel brach. Nach langer Pause kehrte Reiti heuer zurück, aber seither läuft vieles verquer, das Feeling auf dem Bike stimmt nicht, in der Box muss er mit Italienern arbeiten, sein langjähriger deutsche Mechanikus Wolfgang Kampe wurde ausgetauscht, Teamchef Bevilaqua sparte obendrein mit dem Fingerspitzengefühl eines Elefanten nicht mit öffentlicher Kritik. Nach sechs Rennläufen ist Markus mit 19 Punkten nur WM-13ter, sein Teamkollege Jordi Torres mit 48 Zählern WM-Siebter.

Markus sammelt sich jetzt für einen neuen Anlauf, hoffentlich klappt´s.

Althea wollte immer die Unterstützung von BMW, aber nicht noch einen Fahrer dazu. Jetzt ist das Ziel erreicht: Eigengewächs Raffaele de Rosa kann das Bike übernehmen. Dass ein junger Kerl wie Reiterberger, der sein Leben lang von der WM-Karriere geträumt hat, so eine Entscheidung trifft und vorzeitig einen Schlussstrich unter das Schlamassel zieht, verlangt mehr Mut und Courage als jede 6.-Gang Kurve. Hoffentlich schafft es Reiti, woanders eine zweite und bessere Chance zu erhalten. Weil wenn so ein Talent es nicht schafft, sich in der WM zu etablieren, dann schafft es aus Deutschland niemand mehr.

Reiti pausiert, bleiben vorerst nur Bradl und Krummi als Deutschsprachige in der Superbike-WM.

Fotos: Althea

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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