Husqvarna-Zukunft: Street-Bikes in Sicht

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Husqvarna 701 Vitpilen Concept Bike

Als Husqvarna nach Österreich verkauft wurde, kratzten sich viele am Kopf. Wie soll das funktionieren, wenn nicht einmal BMW es geschafft hat, das Business der einst schwedischen Company (gegründet 1903!) nach etlichen Besitzerwechseln in Schwung zu bringen. Inzwischen ist die Sicht nach vorne klarer.

Irres Interesse bei der Vorstellung.

Husqvarna gehört KTM-CEO Stefan Pierer. Die beiden Companys sind klar getrennt, trotzdem werden Synergien natürlich genutzt, wie es so schön heisst. Wer die aktuellen Offroad-Modellpaletten nebeneinander vergleicht, entdeckt technische Gemeinsamkeiten. So ähnlich, wie es vorher mit KTM und Husaberg der Fall war und was niemand gestört oder davon abgehalten hat, sich für die eine oder andere Marke zu entscheiden.

Design zum Anbeten: Konstruktive Gemeinsamkeiten treten in den Hintergrund, Details springen ins Auge.

Husqvarna hat soeben die neuen Serienmodelle 701 Enduro und  701 Supermoto präsentiert. Jetzt in Mailand wurde noch die 701 Vitpilen (weisser Pfeil) vorgestellt, als Concept-Bike. Das wunderschön designte Bike, das im wesentlichen aus einem Motor auf Rädern und ein bißchen drumherum besteht, verwendet offensichtlich das 690er Einzylinderherz aus Mattighofen, auch beim Fahrwerk kommt einem manches bekannt vor.

 

Geschickt: Husqvarna sagt noch nicht, wann die 701 Vitpilen so oder ähnlich auf dem Markt kommt. Sondern bestätigt lediglich, das Asphaltangebot weiter auszubauen. Und das sogar konkret: Im Frühling 2017 soll eine Vitpilen 401 auf den Markt kommen, und zeitgleich dazu eine Vitpilen 125. Aus wessen Technik-Baukasten man sich bedienen wird, lässt sich denken: Duke 390 und Duke 125.

Zauberhaft: Luftfilter eingebettet, Auspuffhalter von anderem Stern.

In den 50er Jahren gab es bei Husqvarna ein Vitpilen-Streetbike. Auf dieses Vermächtnis wird geschickt aufgebaut. Moderne Technik, feine Zutaten, Quality von A bis Z, verpackt in eigenständiges, minimalistisches Design. In einer englischsprachigen Info heisst es dazu: »Continuing the brand’s heritage in creating……innovative motorcycles that provide highly-enjoyable and inspiring riding experiences«.

Und zum Schluss folgt noch ein Satz wie gemalt. »Husqvarna Motorcycles will remain faithful to its own vision for building honest, state-of-the-art motorcycles.«

Klingt gut. Ist gebongt. Wir sind gespannt.

Das Gesamtkunstwerk im Detail.

Fotos + Illustration: Husqvarna

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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