Tokio Show: Kreatives von Kawa und Yamaha

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Auf der Tokyo Motor Show legen sich die japanischen Hersteller immer ordentlich ins Zeug, zu einigen Projekten von Honda und Yamaha hatte der Gasgriffsalat bereits Postings eingestellt. Hier noch ein Nachschlag zu interessanten und sehenswerten Kreationen.

Illustrierter Blick in die Zukunft: Spirit-Charger.

Bei Kawasaki verkündete Präsident Kenji Tomida, dass die Ninja H2- und Ninja-H2R auch 2016 in limitierter Stückzahl gefertigt werden. Neben neuer Farbgebung sowie Mapping-Upgrades bei beiden Modellen wird die Ninja H2 mit einer Assistenz- und Rutschkupplung ausgestattet. Dazu zeigte der Japaner die Illustration einer angedachten Maschine mit Kompressor-Aufladung. Anders als beim Power-Ansatz von Ninja H2 und Ninja H2R schmeichelt diese »Concept SC 01« oder »Spirit Charger« mit weicheren Formen und luxuriöseren Materialien; wohl um damit eher komfortable und alltagstaugliches Einsatzzwecke anzudeuten.

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Yamaha zeigte das kuriose Dreirad MWT-9. Dieses LMW-Konzeptmodell (Leaning Multi-Wheel, mehrrädriges Fahrzeug mit Neigesystem) soll ein neuartiges Sportfahrzeug darstellen. Für Vortrieb sorgt das 850er Dreizylinderherz aus der MT-09. Dank der nach außen versetzten Telegabeln der beiden Vorderräder sollen große Schräglagen und beeindruckende Fahrleistungen möglich sein. »Cornering Master« (König der Kurven) – diese Bezeichnung kristallisierte sich offenbar während der Entwicklung heraus.

Honda und Suzuki bauen Autos, also warum nicht auch Yamaha – schade, dass der Flitzer nur eine Studie ist.

Ein schnittiger Hingucker auf dem Yamaha-Stand ist dazu der vierrädrige »Sports-Ride Concept«, bei dem laut Presseinfo »das unbeschwerte und aktive Fahrgefühl des Motorradfahrens auf ein Fahrzeug mit typischen Sportwagenproportionen übertragen wurde.« Besondere Mühe haben sich Yamahas Designer auch mit dem Innenraum des Zweisitzers gegeben, Respekt. Da würde man auch als Zweirad-Enthusiast gerne mal einsteigen. Was für ein Triebwerk in diese Studie eingebaut ist, darüber bleibt ein Fragezeichen. Vielleicht ein M1-MotoGP-Motor? Oder ein R1-Big-Bang-Herz? Nur beim Gewicht werden Neugierige erhellt: 750 kg.

Schließlich zeigte Yamaha noch den motorradfahrenden Roboter Motobot. Dazu hieß es: »Die Herausforderung, die komplexen Bewegungen eines Motorrads im Hochgeschwindigkeitsbereich zu kontrollieren, erfordert eine Vielzahl von Steuersystemen, die präzise aufeinander abgestimmt sein müssen. Wir möchten das Know-how und die technologischen Grundlagen, die wir im Laufe dieses Prozesses erworben haben, in die Entwicklung moderner Fahrersicherheits- und Assistenzsysteme einfließen lassen und sie in unsere aktuellen Modellpalette integrieren. Ebenso wollen wir damit Pionierarbeit für neue Geschäftsideen leisten.«

Ätsch: Asimo kann gehen und Treppen steigen, Motobot kann Motorrad fahren….

 

Zum Motobot passt dieses Video:

 

Bei Honda dient die Vierrad-Flunder »Project 2&4« mit dem MotoGP-Triebwerk aus der RC213V als Zuschauermagnet. Tiefschürfende Infos dazu hatte der Gasgriffsalat bereits hier gepostet. Hinzuzufügen wäre noch, dass der Einsitzer tatsächlich zu einem Zweisitzer ausgebaut werden kann. Wo linksseitig jetzt  eine Abdeckung zu sehen ist, könnte auch ein zweiter Schalensitz installiert werden.

Irres Teil: Hondas Vierrad-Flitzer mit 250 PS starkem 1000erMotoGP-V4-Motor.

 

Fotos/Illustration: Kawasaki, Yamaha, Honda

Video: Yamaha via Youtube.

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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