Nackte Kanone: Neue Ducati 1200 R

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Schon schön, oder? Wenn das so fährt, wie es aussieht, wird mancher seinen Sparstrumpf plündern.

Waren 145 PS des bisherigen 1200er Monsters nicht genug? Im Windschatten der supermuskulösen Nackten von KTM und BMW zieht nun auch Ducati nach und präsentiert mit der 160 PS (bei 9.250/min) starken 1200 R das potenteste Naked Bike ever aus Bologna.

 

Die in »Ducati-Red« und »Thrilling Black« erhältliche nackte Kanone ist mit dem 1200er Testastretta 11° DS „R“- Motor bestückt, der mit beeindruckendem Drehmoment (131,4 Nm) bei 7.750 Umdrehungen an der Kette reisst, dazu aber praxisgerecht auch aus mittleren und niedrigen Drehzahlen durchziehen soll. 75 % des Durchzug-Punches stehen bereits ab 3.500 Touren zur Verfügung. Dazu tragen erhöhte Verdichtung (13:1), ovale Formgebung bei Drosselklappen und Ansaugweg sowie eine neue Auspuffanlage bei.

 

Design-Änderungen an Front und Heck verhelfen der 1200 R zu einem optisch schlanken, ziemlich betörendem Auftritt – italienisch halt. Das Fahrwerk ist hinten wie vorne mit neuen Öhlins-Federelementen bestückt (die 48er Upside-Down-Gabel ist Titanium-Nitrit-beschichtet) und rollt auf geschmiedeten Marchesini-Felgen, auf die Pirelli Supercorsa SP-Bereifung (vorne in 120/70-17 und hinten in 200/55-17 Zoll) aufgezogen ist. Das Trockengewicht ist mit 180 kg angegeben, mit vollem Tank (17,5 Liter) und allen Flüssigkeiten wie Öl und Wasser and Bord sind es 207 kg, was für ein 1200er Naked-Bike wenig ist und ein schön leichtes Handling erwarten lässt.

 

Die Ausstattungsliste wird niemand enttäuschen: Brembo M50-Monoblock-Bremsen auf 330er Scheiben vorne. Bosch ABS (System 9MP), das drei Level gegen aufsteigendes Hinterrad anzubieten hat, die wiederum an die wählbaren Fahrmodi der Elektronik (Sport, Touring, Urban) gekoppelt sind; komplett abschaltbar ist das ABS ebenfalls auch. Eine Grundeinstellung der Traktionskontrolle kann in jedem Fahrmodus jeweils in acht verschieden Stufen individuell eingestellt werden.

10 x 24-02 MONSTER 1200 RDie 1200 R glänzt im Cockpit mit einem TFT-Display und mit LED-Lichtelementen rundum, also für Scheinwerfer, Rücklicht und Blinker. Außerdem noch aufzählenswert: Fesche Lampenverkleidung, Schutzblech aus Carbonfiber, Öhlins-Lenkungsdämpfer, Slipper-Kupplung (gegen stempelndes Hinterrad bei sportlichem Runterschalten), gefräste Fußrasten (statt Gussteilen) an separaten Auslegern für Fahrer und Beifahrer. Die demontierbare Soziussitzabdeckung gehört serienmässig dazu.

 

15.000 km betragen die Wartungsintervalle (oder 12 Monate), das Ventilspiel verlangt nach 30.000 km nach einem Check. Lieferbar sein soll Ducatis neue 1200er Kanone im Frühjahr 2016, über dem Preis schwebt noch ein Fragezeichen. Das Video unten wirft einen in rotes Wasser und verdichtet atmosphärisch mit Musik, Feuer, Eruptionen, Fahrtwind, Knieschleifen und liebevollen Details. Also, ich würde das nicht anklicken – die Gefahr, sich zu vergucken, ist viel zu groß.

Fotos: Ducati

Video: Ducati via Youtube

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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