Die Indian Modellpalette 2016

0

Line-up 2016, von links: Indian Scout, Chief Dark Horse, Chief Classic, Chief Vintage, Chieftain und Roadmaster.

Können wir ausnahmsweise mit ein paar Fragen ins Thema einsteigen? Okay: Wer war 1901 der erste Motorradhersteller Amerikas? Wer war sogar mal der größe Motorrad-Hersteller der Welt? Wer verschwand nach dem Konkurs 1953 komplett von der Bildfläche. Und wer ist inzwischen, unter den Fittichen des Polaris-Powersport-Konzerns, wieder auferstanden? Antworten: Indian, Indian, Indian, Indian.,

Wissenswert ist auch, dass Indian-Mitbegründer Oscar Hedström einst den Gasdrehgriff erfand, wobei mit diesem jedoch nicht der Vergaser, sondern die Zündzeitpunktverstellung und der Ventilheber des Auslassventils betätigt wurden. Denn: Frühzündung bewirkte mehr Leistung, Spätzündung half die Drehzahl zu senken. Abgestellt wurde der Motor durch Anheben des Ventils.

Die Regelung des Vergasers erfolgte bei Indian über einen zweiten Drehgriff am linken Lenkerende. Das blieb auch bis in die 30er Jahre so, nachdem die Regelung über den Zündzeitpunkt nicht mehr praktiziert wurde. Daraus entstand die wunderbare Sage, dass bei Indian-Polizeimaschinen das Gas links angeordnet ist, damit die Motorrad-Cops auf Verbrecherjagd während der Fahrt mit der rechten Hand besser schiessen können….

Nach der Wiederauferstehung vor knapp zwei Jahren hat Indian bereits ein stattliches Programm an Cruisern, Baggern und Tourern anzubieten. Gebaut werden die Maschinen mit den ungewöhnlich gestylten V2-Motoren und so hübschen Modellnamen wie Scout, Chief, Chieftain und Roadmaster in Spirit Lake im Bundestaat Iowa.

Die Indian Modellpalette 2016 präsentiert sich wie folgt:

 

Indian Scout

Die Scout erfährt seit ihrer Markteinführung in Europa beachtlichen Zuspruch. Mit niedriger Sitzhöhe (nur 643 mm) und einem 1133 cm3 großen, 100 PS starken flüssigkeitsgekühlten V2-Motor überzeugt die Scout als kompakter Cruiser. Im Modelljahr 2016 werden gleich fünf Lackierungen angeboten: Thunder Black, Thunder Black Smoke, Silver Smoke, Indian Motorcycle Red sowie neu Wildfire Red, ein leuchtendes Rot.

Kompakter Cruiser: Indian Scout in Thunder Black.

Nochmal Indian Scout, appetitlich in Thunder Smoke.

 

Indian Chief Classic

Die Chief Classic sticht 2016 mit noch cleanerem Auftritt sowie weißer Lackierung ins Auge. Durch den Verzicht auf Zusatzscheinwerfer und Soziussitz sowie die Verwendung von Gussrädern wirkt die Maschine mit dem bärenstarken luftgekühlten Thunder Stroke 111 V-Twin noch schlanker und reduzierter. Das Pearl White-Lackkleid, mit dem die Chief Classic 2016 zu haben ist, macht den Cruiser zum Alter Ego des schwarzen Schwestermodells Dark Horse.

04 Chief Classic

Cleaner Cruiser: Indian Chief Classic in Pearl White.

 

Indian Chief Dark Horse

Reduziert und schlank wie die Chief Classic, aber von vorn bis hinten in mattes Schwarz gehüllt, sorgt die Chief Dark Horse für einen eindrucksvollen Auftritt, bevor der Thunder Stroke 111 V-Twin mit 1811 cm3 Hubraum überhaupt einen Ton von sich gegeben hat. Sparsame Chrom-Akzente kontrastieren mit der Thunder Black Smoke Lackierung, die für die Dark Horse obligatorisch ist.

05 Chief Dark Horse

Eindrucksvoller Auftritt: Indian Chief Dark Horse in Thunder Black Smoke.

Auch im Stand elegant: Nochmal die Indian Chief Dark Horse in Thunder Black Smoke.

 

Indian Chief Vintage

Im klassischen Retro-Look, mit Fransen an Packtaschen und Sitzbank aus echtem Leder, sowie einer abnehmbaren Windschutzscheibe, greift die Chief Vintage den Stil früherer Indian Flaggschiffe auf, ohne mit den Features zeitgenössischer Bagger zu geizen. Der Thunder Stroke 111 V2 Motor entwickelt wie in den anderen Chief-Modellen bärige 139 Nm Drehmoment. Die Vintage gibt es in vier verschiedenen Lackierungen.

Klassischer Retro-Look: Indian Chief Vintage in Green Ivory Cream.

 

Indian Chieftain

Die Chieftain ist der Bagger im Indian Programm, der dank ausladender Verkleidung mit elektrisch verstellbarer Scheibe, Audio-System und Hartschalenkoffern mit fernbedienbarer Zentralverriegelung noch mehr Touring-Komfort zu bieten hat als die Chief Vintage. Auch die Chieftain wird vom Thunder Stroke 111 V-Twin mit 1811 cm3 Hubraum angetrieben. Sie ist 2016 in vier Lackierungen zu haben, von denen zwei neu sind.

MY2016 Indian Motorcycle MN

Lässiger Bagger-Stil: Indian Chieftain in Silver Smoke.

 

Indian Roadmaster

Flaggschiff der Indian Palette bleibt auch 2016 das Modell Roadmaster. Der Luxus-Tourer bietet allen Komfort, den man sich nur wünschen kann: getrennte Sitzheizungen für Fahrer und Beifahrer, Heckkoffer und Seitenkoffer mit insgesamt 143 Litern Stauraum, fernbedienbare Zentralverriegelung, Reifenluftdruckkontrolle, Audio-System und, und, und – ganz zu schweigen vom zuverlässigen und bärenstarken Thunder Stroke 111 V-Twin. Die Roadmaster wird 2016 in fünf Lackierungen angeboten, von denen drei neu sind.

11 Roadmaster Diamond Blue

Luxus-Tourer: Indian Roadmaster in Diamond Blue.

 

Abschließender Hinweis: Alle Indian-Modelle sind mit ABS ausgerüstet. Die Auslieferung der 2016er Modelle beginnt im vierten Quartal 2015, kann sich für einzelne Modelle jedoch bis ins zweite Quartal 2016 verzögern. Die Preise für Deutschland und Österreich werden zu einem späteren Zeitpunkt verlautbart.

Chief Vintage: Schöne Aussicht, um Kilometer zu fressen.

Markenzeichen: Der Indianerkopf ist immer an Bord.

Fotos: Indian

Info-Link: www.indianmotorcycle.de

 

About Author

Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

Leave A Reply