Hall of Wheelies: Mamola-Gschwender 1989

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Gschwender-Mamola-Hock1989

Hockenheim GP 1989: Randy Mamola (Cagiva) kaspert wheelisierend mit Wildcard-Starter Ernst Gschwender.

 

Ernst Gschwender, der schnelle “Bauer mit Power“ fuhr sich als Gaststarter auf der von Suzuki Deutschland organisierten Zweitakt-Rakete RGV500 beim Hockenheim-GP die Seele aus dem Leib und kämpfte im Rennen mit Randy Mamola auf der Werks-Cagiva. Auf der Anfahrt zur Sachskurve sauste der Ami, der für eine gute Show immer zu haben war, etliche Male mit erhobenem Vorderrad hinter dem Bayern her, ein Schauspiel, dass man so im Rennen sonst nie zu sehen bekam; die Zuschauer jedenfalls grölten und hatten ihre Freude. Das Halbliter-Rennen gewann Rainey (Yamaha YZR500) vor Lawson und Doohan (beide Honda NSR500), dahinter folgten Chili, Christian Sarron, Fujiwara, Magee, Dominique Sarron, Spencer und McElnea. Ernst Gschwender, ansonsten in jenen Jahren mit der GSX-R 750 in der Superbike-DM immer richtig schnell unterwegs, schaffte es tatsächlich, die Nase vor dem roten Angreifer zu halten und eroberte Platz 11, Mamola sauste schließlich mit 4 Sekunden Abstand als Zwölfter in Ziel. Der Bayer kassierte für seine kampfstarke Leistung 5 WM-Punkte und erhielt am Ende mindestens so viel rauschenden Applaus wie der kaspernde Randy während des Rennens für seine spektakulären Wheelie-Sondereinlagen.

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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